Am Kurpark 4
Villa Fischer – Villa Gutsche – Haus Lotharshöhe – Haus Bergsegen
der Grund hat 1890 noch die Bezeichnung: „Schweinsrücken 265“
Vermutlich 1890 wurde diese „Villa Fischer“ fertiggestellt für den ersten Eigner Albert Fischer, dem ehemaligen Techniker – nunmehr Rentner und Zimmervermieter



[2 AKs: Slg. R. Boehm]
Am Kurpark 4: Aus Fischer wird Gutsche

„Schmelzteich mit Villa Gutsche“,
Gemeinsam mit seiner Frau Helene zog Pastor Berthold Gutsche 1906 in diese am Schmelzteich gelegene Villa. [1906, AK: Slg. R. Boehm 3770]
Der Homepage des Ortes Randau-Calenberge („Leben, wo andere Urlaub machen!“) ist über „unseren“ Pastor Gutsche, der dort vom 1. Februar 1885 bis 1. Oktober 1905 wirkte, zu erfahren:
Am 1. Februar 1885 tritt an seine [Anm.: Pastor Freyer] Stelle Berthold Gutsche. Sein körperliches Befinden und mancherlei Sorgen hinderten ihn an der Ausführung seiner guten Pläne: Kinderbewahranstalt, Darlehnskasse, Einrichtung von Eltern- und Familienabenden. Auch stand ihm hindernd im Wege, daß er nicht recht in und mit der Gemeinde lebte, sondern einsam und abgeschlossen. Am 1. Oktober 1905 tritt er in den Ruhestand. Sein eigenstes Werk ist die Gründung einer Schulsparkasse, die bis zum heutigen Tage einen außerordentlichen Aufschwung genommen hat und ihrem Schöpfer die stete Dankbarkeit der Randauer sichert. Seine Amtszeit bringt noch eine Neuerungen am und im Gebäude der Kirche. Im Jahre 1886 wird der Turm und Schiff abgeputzt, das Innere mit schwarz-weißen Fliesen belegt. Gleichzeitig errichtet man einen Vorbau am Westeingang, in dem jetzt der Stein des Ritters von Alvensleben Platz findet. Die Arbeiten werden zum erstenmal von der Magdeburger Bau- und Kreditbank ausgeführt, die sich seitdem oftmals in den Dienst einer Verschönerung des Randauer Bildes gestellt hat. 1884 hatte der Patron eine neue Orgel geschenkt, die am Palmsonntag zum erstenmal ihre Stimme zur Ehre Gottes ertönen ließ.
Vieles, was Gutsche Gutes geplant, findet seine Verwirklichung unter seinem Nachfolger Otto Lobitz.
[12.01.2024, https://randau-calenberge.de/randau-gut-und-dorf-in-vorzeit-und-gegenwart/%5D
Mehr Informationen zu
Pastoren, Pfaffen, Predigern
sehen Sie bitte unter
BEFÖRDERUNG JA! – ABER NICHT ZU SCHNELL! Pastoren in Bad Sachsa
.
Der 1. Weltkrieg findet nicht direkt in Bad Sachsa statt, aber…

[Foto-AK: Slg. R. Boehm]
Herrn F. Haake u. Familie, Berlin N.W., Stromstr. 39 [„Maschinenbauanstalt des August Friedrich Haake“, Berliner Handelsregister Ausgabe 64.1928]
Seit November 1914 finden Kriegsverletzte Aufnahme im:
+Haus Gutsche+
Genesungs-Heim
des
Vaterländischen Frauenvereins
[so ist es dem Schild über dem Hauseingang zu entnehmen]
„Die freundlichen Wünsche zum Jahreswechsel erwiedert auf das herzlichste Familie Rüstenberg
„Hier ist alles ganz still jetzt
und in Villa Gutsche werden
Verwundete gepflegt.“

Mehr Informationen zum
Vaterländischen Frauenverein
siehe unter:

Haus Lotharshöhe
1917 erwerben diese Villa der Kaufmann Bernhard Warnecke und seine Ehefrau Louise geb. Korfach (?) aus Verden.
[In Verden besteht die nach ihm benannte „Bernhard Warnecke-Straße“].
Aber bereits am 18. Mai 1918 ist den Bad Sachsaer Nachrichten zu entnehmen, daß das „Haus Lotharshöhe, Kurpark 4, an Herrn Hüttendirektor Ostermann, Laband i. Schl.“ übergegangen ist.
Zur Geschichte der Familie Ostermann
siehe bitte weiter bei Familie Deibel unter
Haus Bergsegen
Zum Ende des 1. Weltkrieges verkauft Ostermann das Haus 1919 an den Verein
„Weibliche Wohlfahrt“ in Berlin (StABS Altachiv 0502-02-9)

mit rechts dem Bootshaus und dahinter dem Schmelzteich-Überlauf
(jeweils mit Knüppelholz gestaltet)
[1920, AK: Slg. R. Boehm A 306]

[1921, Foto: Slg. R. Boehm]
Mehr Informationen zu diesem Riff
siehe unter
Zum Verein „Weibliche Wohlfahrt“ in Berlin (StABS Altachiv 0502-02-9) ist es besser nachzulesen auf der Homepage des heutigen Rechtsnachfolgers
(12.01.2024: https://www.johannesstift-diakonie.de/pflege-wohnen/pflege-wohnen-elisabeth/unser-haus/unsere-geschichte)
Evangelisches Charlottenheim mit langer Tradition der christlichen Wohlfahrtspflege
Im Jahr 1890 wurde der „Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend“ gegründet – Träger des Evangelischen Charlottenheims. Das Charlottenheim war eines der ersten Heime, das jungen Mädchen, die in der Hauptstadt eine Stellung annahmen, einen Schlafplatz zur Sicherung der eigenen Person vor materiellen und sittlichen Gefahren bot sowie zur Bekämpfung der Wohnungs- und Schlafstellennöte beitrug. Die Mädchen wurden beköstigt und fanden Beratung sowie den gewünschten Ersatz eines Familienlebens. Sie kamen aus verschiedenen Berufsarten und gehörten allen Konfessionen an.
Im November 1943 wurde das Evangelische Charlottenheim in der Marburger Straße durch eine Brandbombe bis auf die erste Etage im Quergebäude zerstört. Nach dem Wiederaufbau 1950/52 wurde das Gebäude zunächst als Heim für ältere Frauen genutzt. Seit 1996 wird das Evangelische Charlottenheim als Pflege- und Senioreneinrichtung geführt, mit dem Auftrag, alte, kranke und behinderte Menschen zu pflegen, zu versorgen und zu betreuen. Auf Veranlassung des Landesamtes wurde der ursprüngliche Vereinsname in „Verein Weibliche Wohlfahrt“ umgewandelt.
Klinikstandort mit über 170-jähriger Geschichte
Der aktuelle Standort des Evangelischen Charlottenheims auf dem Gelände der Evangelischen Elisabeth Klinik an der Lützowstraße in Berlin-Tiergarten blickt ebenfalls auf eine lange Historie zurück.
Pastor Johannes Gossner gründete 1837 das Krankenhaus auf dem heutigen Gelände, der damit der zweitälteste Klinikstandort Berlins ist. Ein Neubau ersetzte 1867 das alte Klinikgebäude. Mehr als 70 Jahre lang fanden in diesem Gebäude Patient*innen medizinische Hilfe. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde das Krankenhaus jedoch weitgehend zerstört. Ein mühsamer Wiederaufbau begann, an dessen Ende eine der modernsten medizinischen Einrichtungen der Stadt stand. Das Elisabeth Seniorenstift wurde 1947 als „Hospital für die Alten und Siechen“ auf Initiative der Oberin des Elisabeth Krankenhauses, Irma Carius, gegründet. Das ehemalige Feierabendhaus der Diakonissen – erbaut 1898 unter Oberin Anna von Arnim – sowie das 1962 fertiggestellte ehemalige Schwesternwohnheim wurden baulich miteinander verbunden und umfangreich modernisiert. Die evangelische Pflegeeinrichtung an der Ostseite des Geländes der Evangelischen Elisabeth Klinik bot seither rund 70 Menschen Heimat, Pflege und Betreuung.
Um auch in Zukunft umfassende Pflege und Versorgung in einem medizinisch zeitgemäßen Umfeld anbieten zu können, hat sich die Johannesstift Diakonie für einen Neubau an der Stelle des Elisabeth Seniorenstifts entschieden. 2012 wurde nach dem Abriss der alten Gebäude mit dem Neubau begonnen. Anfang 2014 zog das Evangelische Charlottenheim vom Standort an der Marburger Straße in das neue Gebäude ein und bietet seitdem 112 Bewohner*innen ein neues Zuhause.
Neuer Name, alte Qualität
Im Juni 2019 wurde aus dem Evangelischen Charlottenheim das Pflege & Wohnen Elisabeth. Hintergrund der Umbenennung ist die Fusion aus Evangelischem Johannesstift und Paul Gerhardt Diakonie zur Johannesstift Diakonie. In diesem Zusammenhang wurden alle Pflegeeinrichtungen des Unternehmens namentlich angepasst.
Haus Bergsegen
Am Kurpark 4 + 5
Im Jahre 1921 erwirbt der Verein „Weibliche Wohlfahrt“, Berlin, käuflich das Nachbargebäude hinzu.
Über Jahrezehnte bilden diese beiden Häuser eine wirtschaftliche Einheit.
Dieser Verein veranstalte „unter der Leitung der Fräuleins von Uslar haus-wirtschaftliche Lehrgänge. Als Lehrkräfte dürfen beschäftigt werden:
Die technische Lehrerin Vorberg, die Kunstgewerbelehrerin Dierks, die Hausdame Koepke, der Pfarrer Jaehn, ein Arzt.“ [StABS 1.26.2].
Im Jahre 1938 verfügte das Haus über 50 Betten.



[Geoportal Göttingen, 13.01.2024]
Im „Verzeichnis antisemitischer Erholungsorte, Hotels und Pensionen 1914 + 1931“ sind in der Abteilung
„Hotels und Pensionen, die sich als christlich bezeichnen“ für Bad Sachsa aufgeführt:
- Fremdenheim Frl. von Braunschweig, „Christliches Heim“
- Erholungsheim Bergsegen, christliches Haus
- Hotel und Pension LINDENHOF
- Kurcafé und Konditorei Haase
sind in der Abteilung
„Hotels und Pensionen, die antisemitischen Charakter haben “ für Bad Sachsa aufgeführt:
- Haus Arnim
- Villa Buchenhöhe
- Frieda von Lüpke u. Anna Hermann vers. Prosp. mit der Bemerkg.: „Israeliten werden nicht aufgenommen“.
[Frank Bajohr „Unser Hotel ist judenfrei“, Bäderantisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert, Fischer Taschenbuch, 2003]

„Betrifft:
Entschädigungsangelegenheit Haus Bergsegen, Bad Sachsa.
Die wechselvolle Geschichte dieses Hauses ist einem Schreiben vom 14.01.1955 zu entnehmen
„durch Stadtverwaltung Bad Sachsa“ an den „Herrn Regierungspräsidenten, Hildesheim“
FOTO: DEMNÄCHST HIER AUSSCHNITT AUS DEM BRIEF
„Der Verein „Weibliche Wohlfahrt“, Berlin, der mir die Erledigung der Entschädigungsangelegenheit übertragen hat, besitzt in Bad Sachsa, Kurpark 4 und 5 zwei Grundstücke mit Nebengebäuden, die seit den Jahren 1919 bezw. 1921, den Jahren des Erwerbes, als Erholungsheime dienen. Beide Häuser erfreuen sich eines gute Rufes und waren vor dem Kriege während des ganzen Jahres voll besetzt.
In den Jahren 1940 bezw. 1941 wurden beide Grundstücke, um der Beschlagnahme durch die Wehrmacht zu entgehen, an die Dynamit-AG. in Troisdorf zur Unterbringung ihrer Gefolgschaftsmitglieder vermietet. Ein Teil der Räume wurde uns zur Unterbringung von Kurgästen zur Verfügung gestellt, mußte aber später infolge von Ernährungs- und Personalschwierigkeiten ebenfalls der Mieterin überlassen werden.
Am 13.9.1939 wurde dem Verein „Weibliche Wohlfahrt“ die Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft-Fremdenheim durch das Kreisverwaltungsgericht des Kreises Grafschaft Hohenstein in Nordhausen für 42 Gastzimmer erteilt und zwar für die zeit vom 1.4. bis 30.9. eines jeden Jahres.
Der Landkreis Osterode – Kreisbeschlußausschuß – hat am 26.7.1954 dem Verein nunmehr die Jahreskonzession erteilt, nach das Grundstück Kurpark Nr. 4 in den Jahren 1939 und 1940 warmes und kaltes Wasser, Zentralheizung und Doppelfenster erhalten hatte.
Beide Grundstücke sind der Städtischen Kanalisation angeschlossen. Das Grundstück Kurpark Nr. 4 ist bis auf 8 Zimmer für den Kurbetrieb seit 2 Jahren fertig gestellt und zu diesem Zweck völlig neu hergerichtet.
Am 31. März 1946 endete das Mietverhältnis mit der Dynamit-AG. 12 ehemalige Gefolgschaftsmitglieder der Dynamit-AG. verblieben, da das Wohnungsamt ihnen keinen anderen Wohnraum zur Verfügung stellen konnte, in den bisherigen Räumen. Wegen dieses vertragswidrigen Verhaltens zahlte die Dynamit-AG. am 21.7.1954 im Wege eines Vergleichs dem Berein eine beachtliche Entschädigung.
Da ich erst am 15.4.1948 die Verwaltung der beiden Grundstücke übernahm, war mir von den Vorgängern vor dieser Zeit wenig oder garnichts bekannt. Da mein Vorgänger, Oberbürgermeister Arlart, vor einigen Jahren verstorben ist, konnte die Leitung des Erholungsheimes in den Jahren 1938 bis 1945, Fräulein Irma Keller, Kirchensekretärin in Bad Sachsa, allein mit sachlichen Angaben dienen. Sie hat sich übrigens auch zu Aussagen bereit erklärt….
(Altarchiv der StABS 0502/02/9)
DER REST des Briefes FOLGT DENMÄCHST
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Was macht dieser Verein eigentlich hier?
Das Stadtarchiv gibt nur unzureichend Einblicke:
„…der Verein Wohlfahrt der weiblichen Jugend veranstaltet im Hause Bergsegen unter der Leitung des Fräuleins [Klara] von Uslar hauswirtschaftliche Lehrgänge.
Als Lehrkräfte dürfen beschäftigt werden:
Die technische Lehrerin Vorberg, die Kunstgewerbelehrerin Dierks, die Hausdame Koepke, der Pfarrer Jaehn, ein Arzt.“ [1930er, StABS 1.26.2]
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Leider gehört auch dieser Teil zu unserer Geschichte und dem Erholungsheim Bergsegen „Christliches Haus“:
„Unser Hotel ist judenfrei“
Mehr Informationen finden
Sie unter
1966 ist ein gutes Jahr für dieses Haus und für Bad Sachsa!
„Das schönste Kurheim der Inneren Mission in der ganzen Bundesrepublik“
so spricht Oberkonsistorialrat Wilhelm Philipps
[31.05.1966 BSN, Haus Bergsegen, Kurheim der Inneren Mission]



Dieser 1966 gelaufenen Ansichtskarte [Slg. R. Boehm] ist rückseitig zu entnehmen:
„Erholungsheim Haus Bergsegen – 3423 Bad Sachsa / Südharz – Kurpark 4 – Tel. 05523 / 382“
[Tatsächlich wird „Kurpark 4“ oben gezeigt und „Kurpark 5“ unten rechts]


Das Fremdenheim Haus Bergsegen. Der Verein „Weibliche Wohlfahrt“, Berlin West (im Verband Christlicher Hospize) hat dieses Prospekt mit Fotos von Adalbert Struttmann, Bad Sachsa, herausgebracht; darin werden das Doppelzimmer für
11,- bis 12,- DM sowie das Einzelzimmer für 5,50 bis 6,- DM einschließlich Frühstück angeboten. 1966 feierte der Verein nach „völliger“ Renovierung ein „Richtefest mit fröhlichem Einklang„; in den Bad Sachsaer Nachrichten heißt es u.a. am 31. Mai 1966: „Dieses HAUS BERGSEGEN ist das erste Kurhaus in Bad Sachsa überhaupt, denn es wurde bereits anno 1889 von Richard Degenhardt erbaut. Davon zeugen schon in der Eingangstür die beiden Buchstaben (R. D.), die in Kunstschmiedearbeit eingelassen sind und von einem um den Kurort verdienten Mitbürger zeugen… … Seit dem letzten Weltkrieg hat es, der Not aller Armen und Ärmchen folgend, den Flüchtlingen und Ausgebombten in seiner von höchster Ebene her dienenden caritativen Aufgabe nachkommen müssen. Man hat hier, wie auch der Stadtdirektor Erich Weiß-huhn in seiner Ansprache betonte, nicht darauf gedrängt, daß es möglichst f r ü h freigegeben worden ist, was erst in diesem Jahre geschehen ist, nach dem die Wohnverhältnisse auf einem auch den Minderbemittelten zugute kommenden Ausgleich gebracht worden sind.“. Dieses Heim wurde so bis 1993 betrieben. In 1997 nahm sich die Bädergesellschaft Bad Sachsa dieser Immobilie an und wandelte es zu eineim Jugendgästehaus; zukünftig sollten in 47 Zimmern 138 Gäste „den Auslastungsgrad des Bades weiter stabilisieren„. Das gelang auch in Teilen, führte in den Folgejahren allerdings zu erheblichen Problemen zwischen den Jugendlichen und den angestammten Hoteliers und Anwohnern der Nachbarschaft.
Die „Gesundheitsstrukturgesetzte“ der 1990er Jahre haben zur Schließung von ca. 10 großen Fremdenverkehrseinrichtungen in Bad Sachsa geführt; Bad Sachsa verlor dadurch ca. 500 Arbeitsplätze [bei rund 9.000 Einwohnern!!! Ausführliche Betrachtung an anderer Stelle dieser Homepage]. Auch der Verein „Weibliche Wohlfahrt Berlin“ zieht sich zurück. Das Haus steht seit 1993 leer.
„Mitte letzten Jahres wurde es von der Bädergesellschaft gekauft [heißt es in den BSN vom 18./19.01.1997]. Geschäftsführers Manfred Rockendorf möchte jetzt wieder Leben in die Anlage bringen. Der Erfolg des Ferienparks Bad Sachsa
[Anm: im Salztal] habe gezeigt, daß man mit dem Angebot für Familien mit Kindern den Punkt getroffen habe. Auch Bäderbetriebsleiter Günther Kaspar betont, daß sich schon jetzt zeige, daß Bad Sachsa auch für junge Leute durchaus ein Reiseziel sei.“
(Im Vordergrund: Am Kurpark 5)


Neueröffnung März 1997 [1997, Prospekt. Slg. Ralph Boehm]


„Kinderstimmen auf den Fluren, Disco-Musik aus dem Aufenthaltsraum und der Duft von frisch fritierten Pommes „Rot-Weiß„;
so heißt es in der BSN-Ausgabe vom 28. April 1997 zur Wiederinbetriebnahme des „Haus Bergsegen“ in der Bad Sachsaer Ravensbergstraße.
[Im Vordergrund: Am Kurpark 4]

Diese Ausrichtung im Herzen des Kurbereichs wird von anderen Entscheidungsträgern in Bad Sachsa durchaus negativ kritisch gesehen…
und
…leider sollten diese Recht behalten: Bereits zur Drucklegung dieser Werbung
„Für den Jugendtourismus: Haus Bergsegen“
[wohl 2001, GVG Stadtplan, 3.Auflage)
stehen im Februar 2001 die Gebäude zum Verkauf!

Nach knapp 100 Jahren und ca. 10 Jahren Leerstand (???) gehen die Häuser wieder getrennte Wege.
Der im Foto rechte Teil (per Adresse Am Kurpark 4) wird von privater Seite erworben.
Nachdem sich der Vater mit seiner Tochter im Sommer 2012 im Stadtarchiv Bad Sachsa über die Geschichte des Hauses kundig gemacht haben, geht es mit Geduld und Ruhe an die Herrichtung nach den eigenen Wünschen und Zielen. Erstes sichtbares Zeichen ist die Erneuerung des Daches im November 2013.
Mehr Informationen
zum Nachbarhaus siehe unter

Zum vorläufigen Abschluß zwei Fotos aus 2023:


[Foto: R. Boehm 02.08.2023]
Ein kleiner EXKURS zur ARCHITEKTUR
dieser beiden Häuser finden Sie unter: