Der Architekt Karl Barth
Karl Barth (vollständiger Name: Wilhelm Carl August Barth; 1. April 1877 in Wiesbaden; † 23. September 1951 in Leuna) war ein bedeutender deutscher Architekt und Stadtplaner. Er erlangte vor allem historische Relevanz durch seine Pionierarbeit im kommunalen Wohnungsbau und der Umsetzung des Gartenstadt-Konzepts im frühen 20. Jahrhundert.
Barths Name ist untrennbar mit der Stadt Leuna in Sachsen-Anhalt und den dortigen Leunawerken verbunden. Als Chefarchitekt der damaligen Ammoniakwerk Merseburg GmbH prägte er das Stadtbild maßgeblich:
- Die Gartenstadt Leuna (Kolonie Neu-Rössen): Ab 1916 entwarf Barth
die weitläufige Wohnsiedlung für die Arbeiter der chemischen Industrie.
Sie gilt als eines der größten geschlossenen Ensembles im Stil der Gartenstadt-Bewegung in Deutschland. - Architekturstil: Seine Entwürfe kombinierten zweckmäßige, bezahlbare Arbeiterwohnungen mit ländlichen Elementen, großzügigen Selbstversorger-Gärten und geschwungenen Straßenzügen, um den Einwohnern trotz der Industrienähe eine hohe Lebensqualität zu bieten.
- Die „Villa Barth“: Im Jahr 1920 stellte er sein eigenes Wohn- und Bürohaus in der heutigen Friedrich-Ebert-Straße fertig. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg baute er es in vereinfachter Form wieder auf. Heute erinnert unter anderem die Residenz Karl Barth vor Ort an sein Wirken
Soweit zu finden in Wikipedia [abgerufen am 29.08.2026]
Er hat auch in Bad Sachsa Spuren hinterlassen in der
- Schillerstraße 33 [ehedem Schillerstr. 14]. Beim „Neubau eines Wohnhauses für Dr. med. Mittendorf durch Baumeister A. Behnsen“ hatte der Baurat Karl Barth die künstlerische Bauoberleitung

- Steinaer Straße 29: Bau eines Landhauses für den Prokuristen Ernst Krause [Leuna] [auch Villa Runge genannt].
