Bismarckstraße 29 – Villa Waldblick
Villa Waldblick bis zu Haus Harves
Unter dem Namen „Villa Waldblick“ warben auch die Bismarckstraße 3 [in den 1920er Jahren] und später das Haus der Familie Watterott in der Brandstr. 31.

Bismarckstr. 18 (später 29)
Diese großzügige Villa ist für die Fräuleins Agnes und Luise von Lehsten am Ende der damaligen Bismarckstraße 1910 (oder kurz davor) erbaut worden.
Spätestens 1920 wird hier der „prakt. Zahnarzt, C. Ossenbühl“ genannt.
Ob er Eigentümer oder Pächter war, ist z.Zt. nicht bekannt; vielleicht steht aber gerade diese Anzeige in der Lokalpresse mit dem Wechsel zusammen, denn eine „Wäscherolle“ und eine große „Pensionstafel“ stehen zum Verkauf:
[BSN 23.08.1919]

Seit den 1930er Jahren ist dieses Anwesen bekannt als „Villa Wendenburg“
(benannt nach der Eigentümerin Anna Wendenburg; Fernsprechbuch 1935/1936)
Nach dem II. Weltkrieg zieht spätestens 1955 hier ein die
Heimhaushaltungsschule v. Helldorff
(bisher Steinaer Straße 21, Inhaber der Anstalt: Major Arved von Knobelsdorff, Leitung: Hptm. Manfred von Knobelsdorff, S. v. Helldorff mit 3 Lehrerinnen und 38 Schülern im Alter von 15 bis 19 Jahren – kein Mädchen).
Vermutlich wird diese Schule lediglich von S. v. Helldorff betrieben (z.B. 1961: 17 Mädchen, davon vier auf einem Zimmer)
[1960, 2 Glasnegative + 4 Abzüge: Slg. R. Boehm]






Vermutlich 1965 übernehmen Elfriede + Diedrich Harves das Haus und nennen es Haus Harves
Vermutlich zum Neubeginn durch Elfriede und Diedrich Harves erscheint diese Anzeige in der Lokalzeitung
[BSN 04.08.1965]

Die bisherigen Ansichtskarten der Heimhaushaltungschule v. Helldorf
werden mit „Pension Harves“ gestempelt und erstmal aufgebraucht
[vmtl. 1965/1966, AK: Slg. R. Boehm]


Pension Haus Harves mit Bremer Café-Stube, Bismarckstraße 18
[um 1980, Flyer: Slg. Gunter Angermüller]








Hotel-Pension HARVES mit Gästehaus Bremen und Bremer Café-Stube
Bismarckstr. 18 (darüber hds. „29“) [25.06.1984, AK: Slg. Gunter Angermüller]
„…wir hatten eine schöne Fahrt. Im Haus Harves fühlen wir uns wohl. Auch die unmittelbare Nähe des Kurparks und des Waldes ist sehr günstig.
Nun warten wir auf sommerliches Wetter…“
Das Haus Harves wird mit Bremer Café-Stube von der Familie Fubel weitergeführt

rechts: Stadtspiegel 01/2004

Dezember 2003 wird die (wohl) letzte Anzeige für dieses Haus im Stadtspiegel aufgegeben…. (Januar 2004, Stadtspiegel). In 2005-2007 ist das Anwesen in der Zwangsvollstreckung. Erst um 2014/2015 gelingt der Verkauf – leider nicht aber die Revitalisierung. Es ist bedauerlicherweise zu einem Schandfleck verkommen.



