Wilhelm Bobring

„Kunst und Kultur
in Bad Sachsa
17.09.1988

„Kulturelles Leben bereichert
Das Atelier von Wilhelm Bobring.
Bad Sachsa [Zn). Zu einer Bereicherung des kulturellen Lebens in Bad Sachsa hat das Atelier des Malers und Graphikers Wilhelm Bobring beigetragen. Nicht nur, daß sein Atelier kostenlos für Besucher offen ist. Wilhelm Bobring lädt auch zu Sonderver-anstaltungen ein, so zu Dia-Betrachtungen.

In seinem Atelier in der Brandstraße 25 zeigt der Maler und Graphiker einen Querschnitt seines Schaffens. zu sehen sind Ölgemälde, Aquarelle, Grafiken sowie auch seine neuen Hinterglasmalereien. Ausstellunge im In- und Ausland haben Bobring bekannt gemacht, und in der Kunstkritik genießt der Maler einen guten Ruf.
Daß Wilhelm Bobring sein Atelier gerne und oft für das Publikum öffnet, findet nicht zuletzt seine Begründung darin, daß er viele Menschen an Kunst und Malerei heranführen möchte.“

„Das Atelier Bobring ist in der Festwoche [Anm. „750 Jahre Bad Sachsa“] täglich von 11 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr geöffnet.
3000 Besucher aus der ganzen Bundesrepublik und aus dem Ausland besuchten von September 1987 bis September 1988 das Atelier Bobring in der Brandstraße.
In über 150 Ausstellungen im In- und Ausland waren Wilhelm Bobrings Werke bisher zu sehen. Demnächst stellt Bobring in Berlin und Bremen aus.
Es ist durchaus möglich, daß es das größte Maler-Atelier in der Bundesrepublik ist, das in den letzten Monaten oben an der Brandstraße in Bad Sachsa nach Plänen Wilhelm Bobrings entstand. Eines der schönsten ist es ganz bestimmt.
„Mit dem Schutz unserer Bäume verteidigen wir mehr als ein bloßes Geschenk der Natur, mehr als einen nach Erträgen zum messenden, wirtschaftlichen Vorteil. wir sichern damit unser Überleben“ –
Wilhelm Bobring in >>Der Baum – eine Notwendigkeit<< – Sieber, im Mai 1962
„Die Hinterglasmalerei des Malers W. Bobring bringt eine unbestreitbare Auffrischung in die so umstrittene Tradition der modernen Malerei“. Jeanet Cordonnet – Kunstkritiker in Paris.“

[Slg. Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa]



1962, Modegeschäft in Northeim [AK: Slg. Boehm 3807]

2. KUNSTAUSSTELLUNG IN SIEBER
vom 17. bis 31. Juli 1960
in der Keydel-Schule
veranstaltet von der Kurverwaltung Sieber im Harz
mit Werken von
Wilhelm Bobring, Northeim/Sieber

freundlichst
Sieber 1980 Bobring

[Katalog: Slg. R. Boehm]
HK 03.10.1987: Atelier Bobring Malreie und Grafik Einmalig in seiner Art Brandstraße 25
HK 06.09.1997: Wilhelm Bobring wird 85 Jahre / Sehen ist Erlebnis des Unergründbaren

Kulturpreis 1999 für Wilhelm Bobring

Die Entscheidung über den Kulturpreis 1999 fiel auf der ersten Vorstandssitzung des Regionalverbandes Harz im Jahr 1999 in Braunschweig. Die Preisverleihung würdigt die künstlerische Lebensleistung des 86-jährigen Malers und Graphikers, der sich in seinem Werk vornehmlich mit der Harzer Natur und ihrer Bedeutung für den Menschen auseinandergesetzt hat. Sein Lieblingsthema hat BOBRING den Ehrentitel „Baum-Maler des Harzes“ eingebracht. Das Lebenswerk des KOKOSCHKA-Schülers umfasst eine jahrzehntelange Schaffensperiode.

Die Liebe zum Harz entdeckte der 1912 in Sulingen nahe Bremen geborene BOBRING auf einem Schulausflug, der auch den später erfüllten Wunsch in ihm weckte, einmal in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge zu leben. In seinen Darstellungen der Harzer Natur ging und geht es dem Preisträger nicht um vordergründige Romantik, sondern um Stimmungen, Impressionen und die Sensibilisierung für den Naturraum Harz und dessen Gefährdungen. Lange vor der Popularisierung des ökologischen Denkens brachte WILHELM BOBRING seine Sorge um die einzigartige Naturlandschaft des Harzes künstlerisch zum Ausdruck.

Sein künstlerisches, aber auch ethisches Programm hat er bereits 1962 in seinem „Baum Manifest“ niedergelegt. Darin heißt es: „Wunder und Wesen der Natur wird ewig nur der begreifen, der sich davon ergreifen läßt, sich dem Unbegreiflichen beugt und sich mit der Natur verbunden fühlt.“ WILHELM BOBRING hat die „Wunder und Wesen der Natur“ begriffen, er hat sie in vielfältiger Art und Weise in seine Bilder und Grafiken übertragen und er hat damit auch allen Betrachtern einen Zugang dazu verschafft. Die Schönheit wie auch die Vergänglichkeit der Natur finden sich in BOBRINGs Werken und regen dazu an, unseren Umgang mit ihr kritisch zu hinterfragen. Mehrere Bildbände, rund 150 Ausstellungen im In und Ausland sowie ein großes Atelier in Bad Sachsa haben dazu beigetragen, den Namen WILHELM BOBRINGs weit über den Harz hinaus bekannt zu machen.

Für seine Verdienste erhielt er 1986 die Bürgermedaille der Stadt Northeim, wo er einige Jahre lebte, und 1992 den Goldenen Ehrenring der Stadt Bad Sachsa. Und darüber hinaus sollte es schon Auszeichnung genug sein, dass PABLO PICASSO nach persönlichen Begegnungen sehr von WILHELM BOBRING und seinem Werk angetan war. Mit seinem Votum würdigt der Regionalverband Harz, dass es WILHELM BOBRING seit Jahrzehnten gelingt, große künstlerische Kreativität mit starkem persönlichen Engagement für den Harz und seine Natur zu verbinden. Es spricht für den Künstler, dass sein Werk nicht nur elitären Kreisen verständlich ist, sondern im besten Sinne populär ist und jedermann einen Zugang zu seiner Ideenwelt ermöglicht. Der mit 5.000,00 DM dotierte Preis wurde anlässlich des jährlichen Walpurgisempfanges des Regionalverbandes Harz Ende April verliehen.

Regionalverband Harz e. V. Hohe Straße 6 06484 Quedlinburg Telefon: 03946 – 96410 Fax: 03946 – 964142 E-Mail: rvh@harzregion.de [Internet 03.01.2015]

Atelier Wilhelm Bobring in Bad Sachsa
Leider ist er 2003 im Alter von 90 Jahren verstorben. Aber für die deutsche und internationale Kunstszene bleibt er lebendig und unvergessen. Dafür sorgen Wilhelm Bobrings Werke. 1912 in Sulingen bei Bremen geboren, wurde er Kokoschka-Schüler und widmete dann sein ganzes Schaffen der Natur und dabei vornehmlich der Harzer. Das trug im den Namen und Ehrentitel „Baum Maler des Harzes“ ein. Seine Liebe zum nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands entdeckte er auf einem Schulausflug. Seit 1965 war er dann in Bad Sachsa zu Hause. Dort eröffnete er auch sein einmaliges Atelier, sicher eines der schönsten und größten in Deutschland. In einer Laudatio zum Kulturpreis Harz, den er 1999 erhielt, hieß es: „Wilhelm Bobring hat die Wunder und Wesen der Natur begriffen, er hat sie in vielfältiger Art und Weise in seine Bilder und Grafiken übertragen, und er hat damit dem Betrachter einen Zugang dazu verschafft. Die Schönheit und die Vergänglichkeit der Natur finden sich in Bobrings Werken und regen dazu an, unseren Umgang mit ihr kritisch zu hinterfragen“. Bereits im Jahr 1962 legte er im „Baum Manifest“ sein künstlerisches und ethisches Programm nieder und zeigt seine Sorge um die einzigartige Naturlandschaft des Harzes auf. Zitat: „Wunder und Wesen der Natur wird ewig nur der begreifen, der sich davon ergreifen läßt, sich dem Unbegreiflichen beugt und sich mit der Natur verbunden fühlt.“. 1986 erhielt er die Bürgermedaille der Stadt Northeim, wo er einige Jahre lebte, und 1992 den Goldenen Ehrenring der Stadt Bad Sachsa. Viele Bildbände sowie ca. 150 Ausstellungen trugen dazu bei den Namen des Naturliebhabers und Malers im In- und Ausland bekannt zu machen. Pablo Picasso war nach persönlichen Begegnungen sehr von Wilhelm Bobring und seinem Werk angetan. Wilhelm Bobring hat sein Vermächtnis in Bad Sachsa hinterlassen. Im Atelier Wilhelm Bobring in der Brandstr. 25 kann man ca. 500 Öl- und Hinterglasmalerei, Aquarelle, Zeichnungen, Serigraphien, Radierungen und Grafiken ansehen. Verteilt auf drei Etagen, erfreuen sie den Besucher und lassen Kunst und Natur gleichermaßen auf ihn einwirken. Die Sängerin Alexandra (1942-1969) wurde, da sie häufig Urlaubstage in Bad Sachsa verbrachte, durch Wilhelm Bobring zum Lied „Mein Freund der Baum“ inspiriert. Weitere Informationen unter Tel.05521 – 85 58 81, Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Link zu Google-Map: http://maps.google.de/ zurück Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2011
17.01.2015. Atelier Bobring –
so, wie er es verlassen hat.
[sagt seine Enkelin Frau Großstück.
Foto: R. Boehm]

Leichte Spachteltechnik kombiniert mit Ölmalerei auf Leinwand

o.T.
[Schwäne]
59×48 cm
[17.01.2015 im Atelier Bobring. Foto: Ralph Boehm]


Grafik

„Baumgespräch“
15-50
Bobring

Unten rechts
mit Bleistift signiert,
in der Platte signiert

[Slg. R. Boehm]



Hinterglasmalerei


[Slg. Stadt Bad Sachsa]




Grafik



Unten rechts
mit Bleistift signiert.

[Slg. R. Boehm]






Grafik



Unten rechts
mit Bleistift signiert.

[Slg. R. Boehm]
Der Kladderadatsch lässt grüßen!