Bornweg 10

„Andächtige“
Mehr Informationen zu diesem Denkmal
finden Sie unter
Dieses besondere Denkmal sieht man nicht auf den ersten Blick; es befindet sich seit 1975 seit-lich rechts auf dem Weg zum Eingang.
[Oben: 03.02.2008, Foto: H. Möller]
[Links: 19.08.2012, Foto: R. Boehm]

Auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs investiert das
Diakonische Werk Wolfsburg in Bad SachsaMit einem „Großangriff“ in Form von schweren Baumaschinen wurde jetzt mit den Vorbereitungen zur Erstellung des neuen Altenerholungsheims des Vereins Diakonisches Werk Wolfsburg e.V. am Bad Sachsaer Bornweg begonnen. Wie unser Bild zeigt, sind erhebliche Erdmassen zu bewegen, ehe mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden kann [Harz Kurier, 28.2.1974, Karl Friedrich Georg]



In den nächsten Wochen dürfte auch mit dem Ausbau des Bornweges begonnen werden, frühestens jedoch dann, wenn hier die Kanalbauarbeiten fertiggestellt wind. Mit dem Straßenbau einhergehen wird auch die Installation moderner Straßenlampen.“ [Harz Kurier, 25.03.1975. sw-Foto mit KI bearbeitet]

Ein übler Scherz! [Harz Kurier, 14.10.1977]:

Das Seniorenzentrum in Bad Sachsa (1975)
Da, wie bereits zum Ende des vorigen Kapitels erwähnt wurde [Anm. Ralph Boehm: siehe „Haus Seeblick“ in der Bismarckstraße], das Heim in Bad Sachsa schon nach einigen Jahren der ständig wachsenden Nachfrage nach Kurplätzen und den erhöhten Anforderungen an die Betreuung der Gäste nicht mehr entsprechen konnte, plante das Diakonische Werk eine Heimerweiterung. Da die zunächst geplante Bebauung des Grundstücks in der Bismarckstraße, auf dem das „Haus Seeblick“ stand, scheiterte, beschloss der Vorstand des Diakonischen Werks das von der Stadt Bad Sachsa angebotene Grundstück am Bornweg zu erwerben, um dort das Seniorenzentrum zu errichten. Erich Bammel erkannte die Gelegenheit, die zusätzlich zur Verfügung stehenden Zonenrand-förderungsmittel einzuwerben, so dass beim Bau des Erholungszentrums keine finanziellen Engpässe entstanden.
Das am 16. September 1975 eingeweihte Seniorenzentrum bot vor allem Gästen aus dem nord- und westdeutschen Raum die Möglichkeit einige Wochen der Ruhe und Entspannung. Neben den 96 jeweils für kürzere Zeitabschnitte bereitgestellten Heimplätzen, entstanden 35 Seniorenwohnungen, eine Begegnungsstätte für Ältere, die den Mittelpunkt des Zentrums bildete, ein Tagungsraum sowie eine umfangreiche Bäderabteilung, die auch den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Bad
Sachsa zur Verfügung stand. Die Leitung des Zentrums übernahm Annemarie Lüttich, die bis dahin das nun zum Verkauf angebotene „Haus Seeblick“ geführte
hatte. Auf Lüttich folgte 1980 die Altenpflegerin Elisabeth Noelke. Da im Laufe der Jahrzehnte die Nachfrage nach Gruppenerholungen abnahm, wurde 2003 aus dem
Seniorenzentrum das dem Verband Christlicher Hotels angeschlossene „Gästehaus am Bornweg“.
Während der Feierlichkeiten zur Einweihung des Seniorenzentrums war Erich Bammel in dankbarer Würdigung seiner besonderen Verdienste für die Diakonie von Pastor Hermann-Eberhard Göbel, Präsident des Diakonischen Werks der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, die Uhlhorn-Plakette verliehen worden. Die Errichtung des Zentrums in Bad Sachsa war das letzte seiner zahlreichen Unternehmungen und Aktivitäten, die er mit hohem Einsatz in leitender Funktion und gelebter Nächstenliebe anregen und verwirklichen konnte.
[vgl. in: Diakonie Wolfsburg: Forschungsbericht, Pastor Erich Bammel (1913-1985) und die Gründung des DIAKONISCHEN WERKES WOLFSBURG e.V.. /
bitte dort die einzelnen Zitate nachvollziehen]
Zum Wirken der Diakonie Wolfsburg siehe u.a. auch unter
Bismarckstr. 26 Haus Seeblick
HIndenburgstr. 7
Talstr. 7
1985
10 Jahre Seniorenzentrum Bad Sachsa!
„Kleines Jubiläum“ fand große Beachtung
Das Seniorenzentrum Bad Sachsa – Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk Wolfsburg – bietet älteren erholungssuchenden Menschen 96 Betten in 66 Einzelzimmern und 15 Doppelzimmern an. Ferner stehen 35 Seniorenwohnungen zur Verfügung. [Harz Kurier, 01.091985, darunter 03.09.1985]
Pastor Arnulf Baumann, Direktor des Diakonischen Werkes Wolfsburg, konnte eine große Zahl an Ehrengästen begrüßen: Vertreter von Rat und Verwaltung, Vereinen und Institutionen, Kirchen und Diakonie sowie Mitarbeiter des Hauses. Ein ganz besonderer Gruß glat den Landtagsabgeordneten Heinz Radloff und Frank Seeringer [stellvertretender Landrat], Bürgermeister Wienecke, Stadtdirektor Meyer und Kurdirektor Fuchs.
Hauptaufgaben:
(1) „Wiederherstellung bzw. Stabilisierung der Gesundeheit“… „Auch alte Menschen haben ein Bedürfnis nach einem Tapetenwechsel, nach Erholung in einer entspannten Umgebung.“
(2) Dauerwohnmöglichkeit und
(3) Begegnungsstätte

Gerhard Brockschmidt, Wirtschaftsdirektor des Diakonischen Werkes Wolfsburg gab einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Einrichtung:
1963 wurde das „Haus Seeblick“ am Schmelz-teich übernommen [siehe bei der Bismarck-straße]. „Unter der Leitung von Annemarie Lüttich … gelang es, ein ansprechendes Haus aufzubauen… Das Haus war jedoch nicht altengerecht. so gab es zu viele Treppen und Stufen. Trotz vieler Angebote aus anderen Harzorten habe man sich konkret wieder für Bad

Sachsa entschieden, als es darum ging, 1975 einen Neubau zu schaffen.“…“Durch die Pflegemöglichkeit im Hintergrund – im Haus Feierabend – habe man es dann schließlich auch riskiert, Seniorenwohnungen zu schaffen, die einem gehobenen Standard entsprechen und zu der Zeit einzigartig in ihrer Konzeption waren.“
Dank wurde den Mitarbeitern ausgesprochen, „besonders an die jetzige Leiterin,
Elisabeth Nölke, und an die Hauswirtschafts-leiterin, Karin Kopetzsch.“
„Bürgermeister Karl Otto Wienecke…bezeichnete die Gliederung des Baukörpers als gelungen. Das gepflegte Äußere und der Blumenschmuck dieser Anlage verdienten Anerkennung…
… Insbesondere die Aktion ESSEN AUF RÄDERN stelle eine ganz besondere Hilfe für ältere Mitmenschen dar. Als nächster Schritt steht die Einrichtung der SOZIALSTATION bevor, und in diesem Hinblick bescheinigte der Bürgermeister den Sozialschwestern eine hervorragende Arbeit.“
Pastor Bedenbender gratulierte im Namen der Kirchengemeinde.

Die Entwicklung der Sozialstation von 1995 auf 1996
(Harz Kurier 08.06.1995 + 28.03.1996)


„Gästehaus am Bornweg“




Unten: 21.10.2018




„Gästehaus am Bornweg“
(Homepage im Dezember 2017)


















Zwischenzeitlich ist die ErgoPraxis sowie die Sozialstation mit im Hause


Eine Neuausrichtung hat stattgefunden: „HARZ HOTEL und Gästehaus“

Eichen-Stumpf
[21.08.2022,
Foto: R. Boehm]


Blick vom alten Eichenstumpf auf die Eingangssituation und zurück nach Süden Richtung Pfaffenwiese. [12.06.2023, Foto: R. Boehm]




NACHTRAG
Schwester Annemarie Lüttich im Gespräch mit Karlfriedrich Georg:
„Altenerholung in Bad Sachsa“


Der Geschäftsführer K. Loewe wohnt privat in der Steinaer Straße 51.