Drosselweg 3: Haus Sonnenschein
- Drosselweg 3 (ab 12.07.1973), bis dahin: Waldsaumweg 2

[09.08.1913, sw-AK: Slg. R. Boehm 2567. Mit KI bearbeitet]

Erholungsheim „Sonnenschein“
für Freunde naturgemäßer Lebensweise.
Mehr Informationen finden Sie hier zu diesem Haus und
ausführlich zur
- 1929: „WALDSAMWEG 2“: Zeichnung zum Neubau eines Stalles für Herrn Martin Voigt durch Maurermeister Wieseler [Trebra]. Enthalten sein sollen u.a. Kuhstall, Hühnerstall, Futterkammer, Dungstätte [StABS]

- 1930: Waldsaumweg 2: Martin Voigt ist Inh./Besitzer des Kinderheim „Sonnenschein“ [EW 1930]
- 1940er: „Berliner Bombenkinderheim“ [AK]. [siehe Weitere Kinderheime]
Das frühere Grundstück Waldsaumweg 2 [Haus Sonnenschein] hat jetzt die Grundstücksbezeichnung Drosselweg 3 erhalten
[12.07.1973, Stadt Bad Sachsa, Bauamt]
Der Grund dafür wird in einer Grundstücksteilung gelegen haben [Neubau eines Mehrfamilienhauses auf einem Teil des Grundstückes [Flur 1 Flurstück 26/5] welches neu bezeichnet wird mit Waldsaumweg 2a.
Der mit Bauschein Nr. E 704/72 vom 20.04.1972 genehmigte Neubau eines Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück Flur 1 Flurstück 26/5 wird nachstehende Grundstücksbezeichnung erhalten:
Waldsaumweg 2a
Landhaus Sonnenschein
Erholungsheim für Freunde naturgemäßer Lebensweise


Diese Ansichtskarte ging an Frau Prof. Lombard / Just-Jungborn /
Post-Stapelbuerg / bei Ilsenburg.
Der Jungborn wurde 1896 von Adolf Just gegründet und galt um 1900 als Muster und Lernort der Lebensreformbewegung. Menschen aus aller Welt – darunter Gelehrte, Künstler und Schauspieler – kamen in den Harz, um das Just’sche Konzept
„Kehrt zur Natur zurück“
kennenzulernen und zu praktizieren.
Im Mittelpunkt stand eine naturgemäße Lebensweise in Einklang mit den Elementen Licht, Luft, Wasser und Erde. Bewegung, Wandern, vegetarische Ernährung, einfache Holzunterkünfte und Kleidung aus Naturstoffen vermittelten eine damals revolutionäre Idee: Gesundheit durch Naturerfahrung, Bewusstheit und Einfachheit. Der Jungborn war damit einer der ersten Orte, an dem sich Körper-, Natur- und Umweltbewusstsein zu einem ganzheitlichen Lebensmodell verbanden.
Für das Landhaus Sonnenschein ist die Freunde an naturgemäßer Lebensweise augenscheinlich Programm!
Mehr Informationen finden Sie
beim Förderverein Jungborn Harz e.V. und unter
Dafür sprechen auch die nun folgenden Belege:

[AK: Slg. R. Boehm]

Es tut uns leid, daß es Ihnen noch nicht gut geht u. wünschen Ihne weiter gute Besserung.
Mit freundl. Gruß Maria Voigt u. Mutter

ERHOLUNGSHEIM SONNENSCHEIN
Besitzer: M. Voigt
BAD SACHSA (Südharz) – Telefon 387
06.07.1932
P.S. Z. Zt. bin ich in diesem Heim, in dem ich schon sehr oft war, und das ich jedem empfehlen kann, der mal gut vegetarisch leben und dabei eine schöne Gegend genießen will.
Auf der Anschriftseite:
Sehr geehrter Herr Körner!
Durch meinen verstorbenen Bruder habe ich in früheren Jahren wiederholt von Ihrem starken Interesse an religiösen Fragen gehört.

Ich habe mir deshalb erlaubt, die Zusendung einer Probenummer der „Christengemeinschaft“ zu veranlassen, weil die auf der Anthroposophie beruhende Christengemeinschaft die Brücke schlägt über die unheilvolle Kluft zwischen Wissen und Glauben. Vielleicht finden Sie darin Befriedigung. Mit hochachtungsvollem Gruß. Ihr ergebener Walter Hering sen. aus Leipzig.
[Anmerkung aus Wikipedia: Die Christengemeinschaft, Bewegung für religiöse Erneuerung, ist eine christliche Kirche, die sich als der Anthroposophie nahestehende, aber selbständige Kultusgemeinschaft versteht. Sie wurde nach Anregungen Rudolf Steiners, der den Kultus entwarf, am 16. September 1922 in Dornach [Schweiz] von einer Gruppe von 45 Theologen, Pfarrern und Studieren-den überwiegend evangelischer Herkunft unter der Leitung von Friedrich Rittelmeyer gegründet.]
Rückseitig eines Stadtplanes [um 1932 verausgabt] wirbt das
„Veget. Erholungsheim Sonnenschein“ ebenso wie die Stadt Bad Sachsa für ihr „Luft= und Sonnenbad (städtisch) mitten im Hochwald, 2 Minuten vom Kurpark“ entfernt am Schweinsrücken gelegen:





„SONNENSCHEIN“ (Ganzjährig geöffnet!) Vegetarisches Diät-Erholungsheim
Herrl. Südlage am Bergwald, abseits vom Verkehr. Luftbad. Liegewiese, Selbsterzeuger von Demeter Obst und Gemüse. Diätkurse. Zentralheizung. Autounterkunft. Bad. Hausprospekt. M. Voigt, Waldsaumweg 2, Wiedaer Str., Ruf 387″. … Seit 1912 bis 1937: also 25 Jahre [In „Der Harz“, Herft 3, März 1937]


Vermutlich Ende der 1940er wird das Erholungsheim belegt von der HANNOVERSCHE PAPIERFABRIKEN ALFELD – GRONAU


„1947, Familie Voigt, oben Stube 5“
[2 Fotos: Slg. R. Boehm]
Wurde das Haus Sonnenschein kurzfristig als Kinderheim genutzt??
Nachfolgerin wird die Post um 1950: Posterholungsheim



Oben: Posterholungsheim 1950er Jahre [sw-AK: Slg. R. Boehm. Mit KI bearbeitet)
Unten: Drosselweg 3, um 1970 [Foto: „Trecker Melli“ auf Facebook 23.09.2020]

Das frühere Grundstück Waldsaumweg 2 [Haus Sonnenschein] hat jetzt die Grundstücksbezeichnung Drosselweg 3 erhalten
[12.07.1973, Stadt Bad Sachsa, Bauamt]
Der Grund dafür wird in einer Grundstücksteilung gelegen haben [Neubau eines Mehrfamilienhauses auf einem Teil des Grundstückes [Flur 1 Flurstück 26/5] welches neu bezeichnet wird mit Waldsaumweg 2a.
Der mit Bauschein Nr. E 704/72 vom 20.04.1972 genehmigte Neubau eines Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück Flur 1 Flurstück 26/5 wird nachstehende Grundstücksbezeichnung erhalten:
Waldsaumweg 2a

2008 wurde im Internet angeboten die Dachgeschoßwohnung, 103qm 5 Zimmer
[Quelle unbekannt]
NACHTRAG:
Diese Stempelplatte (?) wurde bei EBAY am 18.02.2022 gehandelt.
Wer kann uns Informationen
hierzu geben ???

KURHAUS
Restaurant-Café-Terrassen
PARKHOTEL
Ruhige Lage am Schmelzteich-Vollpension-Auswahl nach Karte
Unter gleicher Leitung: „Haus Sonnenschein“
Oelkers Betriebe-Bad Sachas-Telefon 616