Eulingswiese 2

Dreger`s Privathotel u. Pension Eulingswiese,
erbaut 1909 oder kurz davor.

[1909, AK, Slg. R. Boehm 1590]

August Dreger erbaute „Dreger`s Pension Eulingswiese im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts (Wann genau??? und durch welchen Baumeister??? Vermutlich war es R. Kälz). Mehr ist bisher leider nicht bekannt.

Das „erstklassige Pensionshaus“ hat auch internationale Kundschaft; in diesem Fall aus dem Holländischen Enschede.

[Anm.: „Ew. Hochwohlgeboren schreibt man als Anrede an Vorgesetzte, fremdere Personen, im Geschäftsverkehr, und braucht man damit nicht so ängstlich zu sein, da es Gebrauch geworden ist in letzter Zeit auch solche Personen damit anzureden, denen solche Anrede, streng genommen, nicht zukommt. Wollte freilich Jemand seinen Schuster oder Schneider so anreden, würde er sich lächerlich machen.“][A. Kistner: Schicklichkeitsregeln für das bürgerliche Leben. Briefschreiben. Guben 1886. Auf: Zeno.org/Kulturgeschichte, 26.08.2026]

Dreger`s Pension Eulingswiese [Meyers Reisebücher: Harz. 1910-1911]
  • 1910: „Wurde 1910 von meinem Großvater und meinem Großonkel Braess gekauft und an Herrmann Kronberg übereignet. Damit meine Großtante Meta Kronberg geb. Preu eine entsprechende Mitgift hatte“. Anneliese Kronberg hat sich noch lange um das Haus gekümmert. Sie war meine Patentante“
    [Heinz-Michael Meißner auf Facebook 25.03.2025]
Kronbergs Erholungsheim Eulingswiese mit erstem größeren Erweiterungsbau [zur Linken]
[1911 oder kurz danach. AK: Slg R. Boehm 156]
Dem Puristen wird der ursprüngliche Baukörper sicherlich besser gefallen und diesen Anbau als überflüssigen Appendix sehen – aber der Fortschritt + der Erfolg…
Fritz Kronberg setzt mehr auf den gesundheitlichen Aspekt mit medizinischer Unterstützung durch den Sanitätsrat Dr. Koch-Bergemann und Dr. med. Matthiae sowie „Liegekuren, bester gesundheitlicher und reichlicher Verpflegung“ – Hätte Thomas Mann nicht in Davos Freunde besucht sondern in Bad Sachsa, er hätte den Roman „Der Zauberberg“ hier verortet!
  • 1911: Dreger`s Privathotel wird von Fritz Kronberg aus Neustadt käuflich erworben [BSN 31.1.1911]
  • 1911: Eulingswiese 2: Pensionshaus und Privathotel, Meta Kronberg [hds. G. König]. „Opa Hermann Runge hat Kronbergs Eulingswiese zur Hochzeit finanziert, da die TBC seine Mutter dahinraffte. Deshalb hatte er auch Rungerode in Sylzhayn erworben und so meine Oma Elisabeth geb. von Preu kennengelernt
    [Heinz-Michael Meißner auf Facebook 14.10.2018]
o.D., wohl um 1912. „Kronberg=Sanatorium Eulingswiese.“ [Foto: Slg. R. Boehm]

Mit anderen Worten: Die Familien Braes, von Preu, Runge und Kronenberg

Pastor Preu aus Rotheshütte hatte mit seiner Gattin 11 Kinder; die drei jüngsten Schwestern davon wurden durch Hochzeit mit Bad Sachsa verbandelt.
 1) Julius Braess senior aus Nordhausen heiratete eine dieser Schwestern Preu. 
2) Eine weitere Schwester, Elisabeth Preu, heiratete den Berliner Seifenfabrikanten Herrmann Runge, dessen Mutter die TBC hingerafft hatte und der deshalb schon  Rungerode in Sülzhayn erworben hatte – einem Ort, der für TBS-Heilstätten  bekannt war [Sülzhayn hatte und hat ganz ähnliche klimatische Verhältnisse wie ansonsten nur Bad Sachsa!].
3) Und die beiden Männer Herrmann Runge und Julius Braeß senior finanzierten gemeinsam den Kauf von Dreger`s Privathotel anläßlich der Hochzeit der dritten der drei jüngsten Schwestern, Meta Preu, mit Fritz Kronberg in 1911,
„damit auch ihr Mann was hatte“. 
Somit war die Basis gelegt für die medizinische Ausrichtung auf Lungenkankheiten im nunmehrigen „Kronbergs Sanatorium“ und für weiteren Nachwuchs in Bad Sachsa [vgl. u.a. Julius Braess junior, der im Schützenverein über 50 Jahre für die Finanzen zuständig war sowie Dr. Erika Kronberg].
[BSN 31. Januar 1911 sowie Heinz-Michael Meißner, Enkel des Herrmann Runge, 2021 im persönlichen Gespräch]
Anmerkung: Das Anwesen der Familie Runge  in Rungerode / Sülzhayn hat 1900 der Sachsaer Baumeister Otto Kaiser
erbaut, der a.a.O. gebührend ins Bild gesetzt wird!


1912 und 1913 weilte er regelmäßig bei Fam. Kronberg.
Mehr Informationen zu diesem illustren Gast finden Sie bei

Hermann Löns

Hermann Löns-Bank
Hermann Löns-Denkmal


[1919, Foto: Heinz-Michael Meißner]

Familie Kronberg 1919
(1919, Foto: Heinz Michael Meißner)

Im Gegenzug für das großzügige Hochzeitsgeschenk der Herren Runge und Braess hatte die Familie Kronberg aber nicht nur das Sanatorium zu betreiben sondern war auch für die Kindererziehung aller drei Familien zuständig, wovon dieses schöne Foto zeugt.

Die spätere Dr. Erika Kronberg
[2. Reihe von unten, links] mit weiteren Kinderm der Familien Kronberg, Runge und Braess.

31.03.1919 BSN
Fritz Kronberg und Meta geb. Preu zur Konfirmation
der Kinder Irmgard u. Otto

  • 1921-1925 ca.: Eulingswiese 2: Kronbergs Sanatorium, Fritz Kronberg [Plan 30 lohnende Ausflüge]
  • 1922: Kronbergs Sanatorium EULINGSWIESE, Staatlich konzessionierte Heilanstalt für Leichtkranke Bad Sachsa (Südharz), Leitender Arzt: Dr. Med. Matthiae [Briefkopf StABS I.m.117]

17.08.1924: An Fräulein Ingrid Bihr in Lundbyberg in Schweden.
„Meine liebe Inge, hab Dank für Deinen letzten Eilbrief. Was hast Du für Sachen gemacht mit dem Gelde? Du böser Schlingel Du. Ich müßte ganz böse mit Dir sein. Ich habe davon Mutti einen entzückenden Strauß und Pralinen gekauft. Sie fand es rührend und dankt Dir vielmals dafür, sie hat sich riesig gefreut darüber. Herzlichst Deine Hedin.“
Apropo Ingrid „Inge“ Bihr: Der Italiener Paul Feminismis kam 1694 nach Köln, mit dabei das Rezept für ein GERUCHSWASSER, später bekannt als Eau de Cologne „4711“, 1792 verschenkte er das Geheimrezept Ferdinand Muhlen, der es dann produzierte. Der Name „4711“ kam von der Hausnummer, in dem das Geruchswasser hergestellt wurde, ein einfacher Weg, die Käufer dazu zu bringen, die Fabrik zu finden. 1905 kam „4711“ nach Schweden. Es wurde dann in einer Fabrik in Sundbyberg gefertigt, die auch Waschpulver und Cremes herstellten. Über lange Zeit hatte die Fabrik ihren Vorrat an teuren, importierten Essenzen in einer kleinen Steinhöhle in Sundbyberg gesichert verschlossen. Darüber auf dem Berg war das Spielhaus der kleinen Ingrid Bihr; es wird erzählt, dass es dort immer gut roch und deshalb häufig Mädchenbesuche zu verzeichnen waren.“ [www.antus.nu/4711.hmtl. Abgerufen 01.01.2024].
[Aus selber Korrespondenz auch vorhanden AKs vom 15.10.1924 + 27.03.1927]

1926. Otto und Helene Kronberg an Familie Ernst Wolf in Eisleben
05.10.1926 [Correspondenz WOLF mit EULINGSWIESE 1: Slg. R. Boehm]
  • 1935/1936: Eulingswiese 2: Kronbergs Sanatorium EULINGSWIESE. 211
    [Fernsprechbuch 1935/1936]
1933. Kronbergs Sanatorium „Eulingswiese“. staatl. konzessionierte Anstalt für Leichtkranke ohne Ansteckungsgefahr [Buch: DER KREIS OSTERODE AM HARZ]. Foto ist durch Chat





1934 ca., Emma PREU geb. Eilers (19.08.1843 in Sülzhayn, bis 05.02.1935 in Bad Sachsa)
[sagt H.-J. Liebau]
Meine Uroma [sagt Heinz Meißner]

(13. März 1934, Anzeige in BSN)

Fritz Kronberg hinterläßt eine große Familie und das Sanatorium.
[BSN 13.03.1934]

Heute, Montag, den 12. März 1934, verschied nach langem Leiden an den Folgen seiner schweren Kriegs-verletzung mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, der Sanatoriumsbesitzer
Fritz Kronberg im 56. Lebensjahr.
In tiefer Trauer:
Frau Meta Kronberg. geb. Preu
Hermann Kronberg [Berlin]
Irmgard Kronberg
Otto Kronberg
Elfriede Kronberg
Erika Kronberg
Annemarie Kronberg
Gertrud Zschaler (Postelwitz)
Bad Sachsa, Eulingswiese, den 12.3.34

„1935 vielleicht, in vorderer Reihe Mitglieder + Verwandte der Besitzer-Familie Kronberg, in hinteren Reihen Angestellte des Sanatoriums“ [Hans-Jürgen Liebau auf Facebook 14.10.2018]

 Eine Kur bestand/besteht grundsätzlich aus zwei Teilen

Manchmal sogar aus 3 Teilen !

Zur Kur in Kronbergs Sanatorium in den 1930er Jahren
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KURWESEN: AOK + andere


Das mit der Frischen Luft, zwar notwendig für eine gute Kur,
ist nicht jederfraus Sache!
….schickt mir doch bitte eine Wolldecke….

Bad Sachsa, d. 11.2.36. Liebe Hamburger, mein Paket werdet Ihr gestern wohl erhalten haben. Ich möchte Euch nun bitten mir noch eine Wolldecke zu schicken. Es braucht keine neue zu sein, sondern eine von den schweren genügt vollkommen. Wir haben heute am Haus schon -10° Kälte, dann ist es draußen noch etwas kälter. Jetzt merkt man den Winter aber! Mit herzl. Gruß Eure Trudel.

  • 1944: Simone Augasson [unleserlich] ist beschäftigt auf Eulingswiese 2, Sanatorium Kronberg [Liste der französischen Zivilarbeiter in Bad Sachsa, StABS 128-02]
  • 1945: Eulingswiese 2: Zeichnungen von Werner von Braun waren hier deponiert, bevor er in die USA gefahren ist…
    [Heinz-Michael Meißner auf Facebook 24.04.2021]
Dornberger [links mit Hut] mit von Braun [Mitte] nach ihrer Festnahme durch die US Army in Österreich im Mai [Mai 1945, T5C. LOUIS WEINTRAUB, Wikpedia]

Wie viele Einrichtungen im vermeintlich sicheren Bad Sachsa geriet das Heim ins Visier der Nationalsozialisten und wurde im Februar 1945 kurzzeitig Sitz der Dienststelle von Oberst Walter Dornberger, dem führenden Kopf bei der Entwicklung und Produktion der V2-Waffe, die im nahen Kohnstein bei Nordhausen unter unmenschlichen Bedingungen von KZ-Häftlingen gebaut wurde („Etwa 60.000 Häftlinge wurden von August 1943 bis März 1945 in die Mittelbau-Lager verschleppt. Die Gesamtzahl der Toten läßt sich nicht genau ermitteln. Etwa 12.000 Tote wurden offiziell in den SS-Akten vermerkt. Hinzu kommen eine unbekannte Zahl nicht registrierter in den Mittelbau-Lagern verstorbener und ermordeter Häftlinge, über 5.000 Sterbende, die Anfang 1944 und im März 1945 in Vernichtungstransporten nach Lublin und Bergen-Belsen geschickt wurden und eine unbekannte Zahl von Häftlingen, welche die Todesmärsche nach der Räumung der Mittelbau-Lager im April 1945 nicht überlebten. Ebenfalls nicht erfasst sind etwa 1300 Tote, die amerikanische Soldaten im April 1945 bei der Befreiung der Boelcke-Kaserne auffanden. Es kann also selbst bei vorsichtiger Schätzung davon ausgegangen werden, daß mindestens 20.000 Häftlinge die Deportation in das KZ Mittelbau-Dora nicht überlebt haben“.   
(30.07.2020: https://www.buchenwald.de/347/)

Die Kinderheilanstalt Dresden und das Berghotel Eulingswiese (Eulingswiese 2)
Was hat der Feuersturm auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 mit Bad Sachsa zu tun?

Blick vom Turm der Kreuzkirche auf die durch die Luftangriffe zerstörte Innenstadt Dresdens in Richtung des Pirnaischen Platzes
[1945, Bundesarchiv, Bild 183-Z0309-310 / G. Beyer / CC-BY-SA 3.0, Wikipedia]

Unmittelbar vor den Luftangriffen der Royal Air Force und der United States Army Air Forces vom 13.02.1945 wurde die Kinderheilanstalt Dresden evakuiert – Die Klinik wurde komplett Opfer der Angriffe.

Aus dem Bericht einer Praktikantin, die 1945 in Kronbergs Sanatorium arbeitete:
„Oma Kronberg führte das Haus mit ihrer Tochter Elfriede; Otto Kronberg war als Soldat an der Ostfront, Doktor Erika Kronberg als Ärztin in Dresden.
Am 8. Mai 1945 stand Dr. Erika Kronberg mit Dr. Wilhelm abends um 8 Uhr vor der Tür.
40 Säuglinge, 19 elternlose Kinder, Ärzte mit ihren Familien und den Schwestern kamen in diesem Hause unter…“
In der Brandnacht hatten das Rote Kreuz und Soldaten auf LKW die Kinderheilanstalt Dresden evakuiert und über Kesselsdorf nach Bad Sachsa gefunden in der Hoffnung, hier eine vorläufige Bleibe zu finden.

  • 1945: Eulingswiese 2: „16.5.1945: Brief von Dr. Wilhelm
    (Sanatorium Kronberg/Säuglings- und Kinderkrankenhaus der Stiftung Kinderheilanstalt Dresden):
    Auf Anordnung des amerikanischen Gouverneurs f. d. Landkreis Hohenstein Colonel Camerun in Nordhausen und des Obermedizinalrates Dr. Hesse als Gesundheitsdezernent f. d. Landkreis Grafschaft Hohenstein soll das aus Dresden evakuierte Säuglings- und Kinderkrankenhaus KINDERHEILANSTALT in das Bremer-Kinderheim verlegt werden.“ –
    also ins Borntal [StABS 471/11: Landeskinderkrankenhaus Borntal]

Mehr Informationen zum
Kinderheim finden Sie unter

Borntal

September 1946 [AK: Slg. R. Boehm]

„Die Landesversicherungsanstalt Hannover (Angestelltenversicherung) hat Ihnen ein Heilverfahren in der Heilstätte Sanatorium Eulingswiese, Bad Sachsa, Harz bewilligt.“

  • 1950: Eulingswiese 2: Kronbergs Sanatorium Eulingswiese,
    HAUS FÜR ERKRANKUNGEN DER ATMUNGSORGANE (Briefkopf: Slg. R. Boehm]
oben: 1956

links: 1950
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„Kronberg Sanatorium, 14. März bis 13. Juni 1953“
[11 Fotos: Slg. R. Boehm]

Sanatorium Kronberg, von Norden
Sanatorium Kronberg, von Süden
Speisesaal
Musikzimmer
Fam. Kronberg, Vogt, Frl. Kronberg
Geschenk auspacken
Wohnzimmer
Guderian, Buddensieg
Kaspers, Vogt
Frl. Meyer, W. Veld
1953, LIEGEHALLE, Graf Kasimir v. Pipifax, Kautschar, David, Rüssel

Fast vergessen – ehedem weltberühmt:
Die Opernsängerin und ihr Gatte

Margarete Arndt-Ober und Arthur Arndt
begeistern nach wie vor

  • 1958: Kronbergs Sanatorium Eulingswiese, Zi. m. Fließw., Bad im Hause. Sanatorium f. innere Krankheiten, besonders der Atmungsorgane [keine offene TBC]. Leitender Arzt: Dr. med. Bock, Facharzt f. innere Medizin und Lungenkrankheiten 43 Zimmer, 75 Betten [Prospekt 1958]
  • 1960: Das Sanatorium wurde despektierlich von den Jugendlichen „Pfeifferheim“ genannt [Hans Ulrich von Hoesslin auf Facebook 24.04.2021], wie auch „Hustenburg“ [Peter Beyermann auf Facebook 24.04.2021].

Kronbergs Sanatorium Eulingswiese
Bad Sachsa/Südharz, 400 m ü.d.M.
Lieber Freund Hermann!
Ab heute bin ich für 8 Wochen in dem umstehenden Sanatorium. Seit langer Zeit herrscht erstmalig wieder sonniges Wetter. Die rein würzige Bergluft, die herrlichen Anlagen der Rosen und viele ander Blumen, mit ihren Düften, wirken hervorragend auf alle Organe. Bei klarem Wetter kann man mit einem guten Fernglas die Heimat erkennen. Sonst geht es mir gut. Das Essen, Zimmer mit allem Komfort ist klassisch…

  • 1966: Anbau an das Sanatorium Kronberg [BSN 16.09.1966, Nachruf Josef Gremm]
Circa 1970 [AK: Slg. R. Boehm]
1971 [2 AKs: Slg. R. Boehm 6272 + 6273]
  • 1975: „Dr. med. Klaus Bock, 3423 Bad Sachsa, Kronbergs Sanatorium Eulingswiese“ [Brief Kurverwaltung an Ärzte, 07.03.1975]
  • 1977: „Dr. med. Klaus Bock, Pfaffenwiese 37 [Brief Kurverwaltung an Ärzte, 04.11.1977]
1978 [AK: Slg. R. Boehm 6224]

Lieber Günter, lb. Kinder! Gestern kurz nach 6 Uhr bin ich hier gut gelandet.
Auf der Harzhochstr. schneite es u. lag zwischen den Tannen noch Schnee. hier in Sachsa war nichts davon zu merken. Heute war Sonnenschein u. man konnte schön spazieren gehen, woraus aber nicht

soviel wurde, da die Untersuchungen anliefen. Bin gleich an den Zuckertisch gekommen. Meine vorjährigen Akten lagen ja vor. Zimmer wie im Prospekt. Anschluß zum Laufen habe ich auch. Herzl. Grüße Euch allen…“

  • ????: Eulingswiese 2: Betrieben durch Fam. Steuck; dessen Sohn Hans Steuck ging hier zur Schule [Bernfried Noch auf Facebook 1.5.2023]

Einige Jahre war Kronberg`s Sanatorium auf Eulingswiese geschlossen… 
Seit Anfang Oktober heißt es: 52 behinderte Frauen und Männer haben hier nun eine Bleibe gefunden [HK 20.11.1984]:

  • 1984: Eulingswiese 2: Kauf durch die Harz-Weser-Werke [HK 16.04.1988].
    Seit Oktober 1984 leben in der Wohnstätte… 52 behinderte Frauen und Männer. Träger: Harz-Weser-Werkstätten [HK 20.11.1984]
1984 [Kurzeitung Weihnachten 1984]
  • 1985: Einweihung durch Geschäftsführer Helwing
    [Einladung HarzKlub 10.5.1985]


oben/rechts: HK 16.04.1988 [4 Seiten]

links: HK 25.04.1988

unten:

HK 27.06.1988
HK 28.08.1988
HK 30.06.1988

  • 1992: Erweiterung: von bisher 70 auf nunmehr 96 Plätze [HK 27.11.1992]
  • 1994: Einweihung der Erweiterung [HK 08./09.10. 1994]
HK 07.10.1994
  • 2002: Die Harz-Weser-Werkstätten investieren 440.000 € in einen Anbau
    [HK 18.09.2002]
2008 [Homepage Harz-Weser]
2015 [Foto: Jürgen Jacob]

Ausführliche Information finden Sie auf der homepage der

Harz-Weser-Werke

25.04.2021: https://www.h-w-w.de/wohnen/wohnstaetten/haus-eulingswiese/

(25.04.2021, Foto Harz-Weser-Werke)

Lage:
Das Haus Eulingswiese liegt am Ortsrand von Bad Sachsa. Es ist umgeben von einem parkähnlichen Gelände. Der Garten ist viele Hundert Quadratmeter groß. Dort gibt es einen Grillplatz, einen Sinnesgarten sowie Sitz- und Ruhemöglichkeiten. Zu Fuß ist man in 15 Minuten in der Innenstadt. Dort gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, ein Spaßbad, Restaurants, Banken und eine Eislaufhalle. Die Bus- und Zugverbindungen sind sehr gut.

Wohnstätte:

In den zwei Häusern der Wohnstätte leben derzeit 96 Bewohner. In den zehn Wohngruppen gibt es viele Einzelzimmer, aber auch noch einige Doppelzimmer. Jede Gruppe hat einen eigenen Wohn- und Essbereich. Im Haus gibt es eine Zentralküche, die das Mittagessen kocht, wenn man das möchte. Es hat aber auch jede Gruppe eine eigene Küche. Außerdem gibt es eine Turnhalle für Bewegungsangebote, den Snoezelenbereich zur Entspannung und einen Saal für größere Veranstaltungen.

Arbeit:

Jeder Bewohner hat die Möglichkeit, entweder in unserer Werkstatt in Osterode oder in unserer Tagesförderstätte zu arbeiten. Die Tagesförderstätte befindet sich auf demselben Gelände wie die Wohnstätte.

Freizeit:

In der Wohnstätte gibt es sehr viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Sie können bei uns zum Beispiel wandern, joggen oder Wintersport betreiben. Wir fahren gemeinsam zum Bowlen, ins Fitness-Center, ins Spaßbad oder gehen in den Sportverein, zur Feuerwehr oder in die Kreisvolkshochschule. Dazu gibt es Tagesausflüge, Wochenendfahrten oder sogar mehrwöchige Urlaubsfahrten. Wenn Sie Ihren Urlaub mit anderen verbringen wollen, unterstützen wir Sie dabei. 

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem „Hausprospekt“  (vorvertraglichen Informationen) und natürlich bei einem persönlichen Gespräch.

Adresse:

Eulingswiese 2, 37441 Bad Sachsa