Forstmeister Baer-Platz

FORSTMEISTER BAERplatz

Forstmeister Baer ist der erste von vier Bürgern dieser Stadt, denen die Ehrenbürgerwürde 1910 verliehen wurde. Auch war der Königliche Forstmeister Baer seit 1909 „Stadtältester“.

Mehr Informationen zum
Forstmeister Gustav Adolf Baer und zu den städtischen Ehrungen finden Sie unter

Ehre, wem Ehre gebührt
und Privates unter
Gustav Adolf Baer

1901. Der Forstmeister Baerplatz kurz vor seiner Fertigstellung.
Der Platz wird zwischen Talstraße, mit seien wunderbaren Villen an der Südseite, der Wiesenstraße im Osten, der nördlich gelegenen Brandstraße sowie dem Pferdeteich gleichzeitig als Ruhepol wie auch als Verbindung dieser Bereiche gedacht.
                                                  oben rechts: Steinbruch am Pfaffenberg
oben links: Brand 14 (1897)    mittig: Damm  darüber rechts: Brand 1 (1896)      Brand 2 (1891)
Pferdeteich                                           Forstmeister Baerplatz        Wiesenstraße
Der zukünftige Forstmeister Baerplatz aus der Gegenperspektive, vermutlich um 1900.
[Ausschnitt einer Ansichtkskarte: Monika Bauer, Facebook 02.01.2023]

Unter dem Pseudonym „Irrwurz“ wird am 28. Sept. 1906 in hiesiger Zeitung
der Forstmeiser Baerplatz in nachfolgenden Zeilen geschildert:

Wo das Salztal mündet
Ins Uffetal
     Rauscht aus dem Teiche.
         Ein Wasserfall.
Talwärts dahinter
             auf freiem Raum
Pflanzt ich inmitten
                 Einen Lindenbaum.
Acht Linden wuchsen 
               Im Kreise alsbald,
Zu bilden das Achteck
              als Grundgestalt.
Mit Straßen umsäumt ich
     hier den Ort
Nach Osten und Westen,
                         Nach Süden und Nord.
          Zwischen Achteck und Viereck
                 Steigt an der Plan.
An dreien Seiten
            Hier legt ich an
Auf Rasenteppich
                            Blutbuchen, geschnitten
Von kundiger Hand
          zu Pyramiden.
Als Borde: Sträucher,
               Dann Blätterwald,
Dann Koniferen
          Hoch gestalt`t.
Geteilt in Arme
                           Geschwätzig durchziehn
Des Wassers Fluten
              Das saftige Grün.
Komm`, ich zeige den Greis dir,
              Der früh und spät
Mit rührigen Händen
            Hier waltet stät!

ZfdH 09.07.1901
Der Forstmeister Baerplatz in seiner Vollendung; hier als „Forstmeister-Baer-Platz“.
[ca. 1905/10, AK: Slg. Ralph Boehm]
1911 ist Forstmeister-Baer-Platz vor lauter Grün kaum noch wahrnehmbar.

Auf der Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins hält Oskar Hoffmann am 31. Mai 1960 fest: „Die Erdaufschüttungen am Altenheim in der Talstraße bezwecken die Auffüllung der Senke und die Vergrößerung des Forstmeister-Baer-Platzes in Richtung Post-Rathaus.“ [Manuskript, StABS]

Prof. Dr. Gerhard Hinz hält 1972 die von der damaligen Stadtarchivarin Eckhardt zusammengetragenen Hinweise zur gartenhistorischen Forschung in Bad Sachsa fest [StABS XV.a.53]:

1975 [AK: Slg. R. Boehm]
privat angefertigte schematische Darstellung [ca. 2020: R. Boehm]
So könnte man den Forstmeister Baer-Platz mit wenig Mitteln wieder aufleben lassen.

Der Ehrenbürger Bad Sachsas hätte die Pflege dieses Platzes
auch heute verdient!