„Heil Hitler!“
Das Fritz Sauckel-Haus und die Nationalsozialisten
1933

Gauleiter u. Staatsminister Sauckel-Weimar. [BSN 25.02.1933]

Die Eröffnung der Partei=Schulungsstätte, des Fritz Sauckel=Hauses, findet am Sonntag abend statt. Eine schlichte Einweihungsfeier soll die Bedeutung der Schulungsstätte würdigen
Reichsstatthalter Sauckel in Nordhausen.
Nordhausen: Die NSDAP, Kreis Nordhausen=Südharz veranstaltete am Mittwoch eine große Kundgebung, der insofern Bedeutung zukam, als Gauleiter und Reichsstatthalter Sauckel klärend und abschließend zu den Nordhäuser Ereignissen, die in letzter Zeit die Oeffentlich-keit bewegten, Stellung nahm.
„Seid wahre Kämpfer Adolf Hitlers“
„Ehre die Arbeit und achte den Arbeiter, so ehrst du dein Volk“
[01.12.1934, Bad Sachsaer Nachrichten. Noch gab es diese Zeitung]

„Bad Sachsa, d. 16.7.35
Meine l. Mutter u. Traudel!
Seit Mittw. voriger Woche bin ich hier zur Schulung. Es gefällt mir sehr gut und wir fühlen uns alle sehr wohl hier. Erna am Sonntag ohne Kinder hier. Sonnabend geht es wieder heim…“





Schulung der Gemeindebeamten.
Ein Lehrgang in Bad Sachsa.
Die geplante Schulung der Gemeindevorsteher und Schöffen des Kreises Grafschaft Hohenstein im Kreisschulungsheim der NSDAP. in Bad Sachsa wird gemeinsam vom Deutschen Gemeindetag und von der Kreisleitung Nordhausen=Südharz durchgeführt. Auf zwei zehntägigen Schulungslehrgängen, die am 6. März un 20. März beginnen, werden folgende Redner sprechen: Dr. Mischk=Aschersleben über allgemeine Verwaltungsfragen, Bürgermeister Richardt=Halle über die Deutsche Gemeindeordnung, Kreisrechnungsdirektor Scheerer=Wernigerode über kassen= und Rechnungswesen der Gemeinden, Dr. Woid=Aschersleben über die Zuständigkeit und Lastenbeteiligung der Gemeinden auf dem Gebiete des Volksschulwesens sowie über Wohlfahrtswesen, Sachbearbeiter Zacharias=Halle über die wichtigsten Einnamen der Gemeinden, Kreisbaumeister Blau= Nordhausen über Arbeitsbeschaffung.
Die weltanschauliche Schulung übernehmen führende Parteigenossen unserer engeren Heimat.

[BSN, 02.03.1936]

Der Besuch des Oberpräsidenten.
Oberpräsident Obergruppenführer von Ulrich trat am Donnerstag in Begleitung des Regierungspräsidenten Staatsminister Dr. Weber unter Führung von Landrat von Wolffersdorf eine zweitägige Besichtigungsreise durch den Kreis Grafschaft Hohenstein an, die in Ilfeld begann und zunächt nach Bad Sachsa führte. Hier trafen die Gäste kurz nach 1 Uhr mittags ein und wurden von Bürgermeister Dr. Siegmund, Kreisabschnittsleiter Kamphenkel und Kreisschulungsleiter Schößler, der als kommissarischer Ortsgruppenleiter eingesetzt ist, empfangen. Nach einem gemeinschaftlichem Mittagessen im Hotel Schützenhaus erfolgte ein Besuch im Rathaus, wo sich die Ratsherren und die Führer und Führerinnen der NS.=Gliederungen zur Begrüßung eingefunden hatten. Bürgermeister Dr. Siegmund gab den Besuchern hier in seinem Vortrage ein anschauliches Bild über die Entwicklung und wirtschaftlichen Belange unseres Kurortes. Der Oberpräsident dankte mit herzlichen Worten und brachte in einer Ansprache seine Anteilnahme am Wohlergehen und an der Fortentwicklung unserer Stadt zum Ausdruck.
Einige Wünsche der Anwesenden, Schaffung eines HJ.=Heimes und eines Kindergartens für die NSV., Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen für die Sanitätskolonne und Aufhebung der Einbahnstraßen, fanden bereitwilligst Gehör.

Mit kräftigem Händedruck nahm der Oberpräsident von den Ratsherren und Fühungen der Gliederungen und Formationen Abschied. Besichtigung des Rathauses und des „Fritz Sauckel=Hauses“, unserer Kreis=Schulungsstätte der NSDAP, erfolgten anschließend.
Auf der Weiterfahrt brachte der Nachmittag noch Besichtigungen industrieller und landwirtschaftlicher Betriebe und endete mit einer großen Luftschutzübung in Bleicherode, an der sich auch eine Fliegerstaffel beteiligte.-
[BSN 18.04.1936]



[Originalfoto: Klaus Pfeiffer, Wieda]

[1937, Foto: Familie Krautz]


Meine lieben Alle!
Die besten Grüße von hier sende ich Euch. Es ist hier gut auszukommen. Morgens 1/4 Std. Gimnastick, Unterricht bis 12 Uhr. Mittag bis 2 Uhr, Ausmarsch bis 5, bis 7 Uhr Unterricht, Abendessen bis 1/2 8, dann bis 9 Uhr Unterricht, dann Ausgang oder beliebiges. Gutes Essen und auch reichlich. Gruß


73. Kameradschaftsabend des 73. Lehrganges, 19.01.1938 bis 29.01.1938
Fritz Sauckel-Haus / Bad Sachsa / 28. Januar 1938
[StABS, ohne Nummer]







Verhalten der Hitlerjugend gegenüber dem NSDFB. u. Verhalten der Hitlerjugend im „Sauckelhaus“ in Bad Sachsa. [1934]

In Kurzfassung / und gut leserlich:


oder ausführlich:

















Acta betreffend das Meldewesen. [1936, StABS 2.11.2 Heft 4]
Der Bürgermeister als OPB bittet den Kurdirektor Major Kleemann um Stellungnahme
Vorgang: Bisher sind vom Sauckelhaus die Kursusteilnehmer nicht gemeldet worden.
Es ist für die Reichsstatistik m.E. notwendig, dass auch diese Kursusteilnehmer gemeldet werden. Anmeldepflicht besteht auch nach der Meldeverordnung.
Auch der Kurdirektor wird diese Auffassung vertreten haben, so dass der Bürgermeister die Verantwortlichen des Sauckelhauses um Angaben bittet, die dieses auch umgehend liefert



Herrichtung eines Luftschutz-Kellers im Fritz Sauckel Haus Bad Sachsa

An die Kreiskassen-Leitung der NSDAP…
…nach Rücksprache mit der Leiterin Frau Vavoarina…
[Anm. R. Boehm: wohl „Wawrina“]


Schulungsstätte der NSDAP Kreis Nordhausen-Südharz.
Bad Sachsa, 30. April [1940].
(Betriebsappell der Dynamit=AG.)
Im festlich geschmückten Saal der Fritz Sauckel=Schulungsstätte fand am Sonnabend ein Betriebsapell der DAG. statt [Anm. R. Boehm: „Dynamit AG].
Die Kapelle Lippold leitete den Appell durch ein Musikstück ein. Der Betriebs-obmann Pg. Sprenger sprach den Vorspruch:

„Wir glauben nicht an ein Paradies, aber wir glauben an einen Staat und an ein Reich, das den fleißigen deutschen Menschen ein Vaterland sein wird“.
Der Betriebsleiter Pg. Direktor Schulze begrüßte den Redner, Kreisleiter Pg. Nentwig, den Kreisobmann der DAF., Pg. Feiber, den Ortsgruppenleiter Pg. v. Petersdorff, Bürgermeister Pg. Werges und die erschienenen Vertreter des O.Gr.=Stabes, sowie die Gefolgschaftsmitglieder, die in stattlicher Anzahl erschienen waren. Dann sprach der Kreisleiter, der u.a. ausführte:
„Ich freue mich, daß ich Sie an dieser Stätte, in der in vergangenen Tagen die Pg. des Kreises ausgerichtet sind, zu Ihnen sprechen kann. Wir nennen Thüringen das grüne Herz Deutschlands. Wir fassen die Probleme intensiver an als in den anderen Gauen. Unser Gau soll das Preußen des Großdeutschen Reiches sein.Wir wollen Ihnen Führer sein und ich bitte die Pg. unter Ihnen, sich in der Ortsgruppe eifrig zu betätigen; denn wir haben jeden nötig. Die Front des Schwertes steht, die Front der Herzen muß auch stehen, und beide Fronten ein Ganzes bilden, dann sind sie ein unüberwindlicher Wall…“…
Mehr Informationen finden Sie
zur DAG auf
Dynamit AG