1) erst in Zorge
2) Ab 1885 dann in Bad Sachsa Haus 260
in der Lindenstraße
3) Ab 1893 dann Lindenstraße 4
4) Ab 1927 dann Hindenburgstraße 4
1) Zorge
Schule u. Kammsches Grundstück zu Zorge.
[1882, Situationsplan: Kopie im StABS, erhalten von A. Hotopp]
a) Schulhaus (oben links)
b) Stall (oben rechts)
c) kl. Schweinestall (mittig)
d) Abort für den Lehrer (mittig)
e) Desgl. für die Schüler (mittig)
f) Desgl. für die Schülerinnen (mittig)
g) Wohnhaus des Gastwirts Kamm

„Etwa im Jahre 1873 richtete Andreas Kamm in einem vermutlich 1871 erbautem Gebäude in Zorge eine Gastwirtschaft ein. Schon nach wenigen Jahren bot er seinen Besitz als Platz für eine in Planung befindliche neue Schule an. Als aber die für deren Bau zuständige Kommission 1878 den Kammschen Gasthof als einzig möglichen Bauplatz bezeichnete zog der Wirt sein Angebot zurück. Da aber der Gemeinde nunmehr keine Wahl blieb wurde eine Expropriation [Enteignung des Grundeigentümers] ins Auge gefasst. Nachdem die schulischen Verhältnisse 1880 immer schlechter wurden, sollten, falls eine Enteignung nicht rechtmäßig sei, Andreas Kamm und sein Nachbar Carl Hahne ihre Grundstücke zum Verkauf anbieten. Nach vielen Jahren zäher Verhandlungen waren, nachdem die Verkaufssumme von A. Kamm auf 24 000 M erhöht wurde, im Jahr 1884 alle Hindernisse beseitigt.
Ein (Fachwerk) Haus zieht um!
Pünktlich zum 1. April 1885 hatte der Kaufmann H. Camin aus Bad Sachsa, welcher den Auftrag zum Abbruch gegen 1.525 M erhalten hatte, den Gasthof abgerissen. Die hierbei anfallenden, vollkommen intakten Balken des Fachwerks wurden zur Wiederverwendung nach Bad Sachsa transportiert. Dies war der >>Umzug<< der Gebäudesubstanz und die gedankliche Geburtsstunde des heutigen Hotel Lindenhofs in der Hindenburgstraße 4 (damals noch Lindenstraße) in Bad Sachsa.“
Zeichnung zu einem Wohnhause für die Herren Gebrüder Camin
[1887, Bauzeichnung: Kopie im StABS, erhalten von A. Hotopp]

Weiter kann man dem STADTSPIEGEL im März 2022 entnehmen:
„Noch im Mai 1885 erhielten die Gebrüder Camin lt. Schreiben vom 1. Mai 1885 eine Genehmigung zur Errichtung eines Pensions- und Gasthauses und man begann mit dem Bau, welcher im Mai 1886 fertiggestellt wurde. In einem Schreiben der Verwaltung vom 15. Mai ist in Kurzform zu lesen: Der Bau ist fertiggestellt und entspricht den Bestimmungen. Sachsa, 13. Mai 1886.
2) Ab 1885 dann in Bad Sachsa Haus 260 in der Lindenstraße

[ca. 1890, CDV: Slg. Kirstin Spieß-Lauenstein + Dieter Lauenstein.
Mit KI koloriert + aufgehübscht]

18. Mai 1890 „als Hôtel verbunden mit Restaurant“
[Zeitung für den Harz 15.05.1890]

3) Ab 1893 dann Lindenstraße 4
1893 kauft Gustav Korgé das Gebäude für 44.000 Reichsmark
(Zeitung für den Harz, 16. Mai 1893).

[1895, AK: Slg. R. Boehm]
In einer Niederschrift von 1893 ist dann auszugsweise zu lesen:
„Königliches Amtsgericht Abteilung 1 zu Ellrich, Gerichtstag Sachsa, am 16. Mai 1893
Es erschien persönlich bekannt der Hotelbesitzer Gustav Korgé von hier und erklärt:
Ich bekenne, daß ich dem Kaufmann Heinrich Camin und dem Rentier August Camin zu Sachsa die Summe von 32.000 Mark, jedem zur Hälfte als Kaufgeldrückstand schulde. Den diesen Gläubigern gegenüber von mir übernommenen Marktleistungen gemäß bewillige und beantrage ich auf von mir bis heute aufgelassen im Grundbuch von Sachsa Band 10, Blatt 177 Art. 472 eingetragenen Grundstück diesen Kaufgeldrückstand als Hypothek einzutragen. Gustav Korgé
Königliches Amtsgericht Abteilung 1 Troplowitz“.

1899 ist in einer Anzeige zu entnehmen (Falk/Rüstenberg, 1899, S. 6 und Werbung S. 7), dass die zwischenzeitlich verwitwete Frau Korgé das Hotel betreibt.

€in kurzes Gastspiel gibt Samuel Müller, der zum 1. April 1901 in Lindenstraße 4 ein Gast- und Schankbetrieb anmeldet [StABS, Gewerberolle],

welcher aber bereits zum 19. Juni 1902 durch Emil Luck abgelöst wird
[hds. Günter König; aber vgl. Poststempel 1903 der AK direkt drüber]

„Aus dem Jahr 1904 existiert (auszugsweise und sinngemäß) dann folgende Urkunde:
Abtretungs-Urkunde
„Im Grundbuch des königlichen Amtsgericht Ellrich für den Gemeindebezirk Sachsa Band 10 Blatt 472 stehen zu Lasten des Hotelbesitzers Emil Karl Luck aus Bremen jetzt in Sachsa, für [die Witwe] des Kaufmann[s] Heinrich Camin[, Ida geb. Linsel] und den Rentier August Camin, beide in Sachsa ein Kaufgeld-Rückstand von 28.000 Mark auf genauer Urkunde vom 16. Mai 1893 eingetragen.
[Ida] Camin [geb. Linsel] und der Rentier August Camin treten die Forderung an die Sparkasse des Amtes Herzberg ab und bestätigen den Gegenwert vollständig erhalten zu haben [und der Hotelbesitzer Emil Luck bestätigt:] Ich erkenne die Sparkasse des vormaligen Amtes Herzberg zu Herzberg am Harz wegen des schuldigen Kapitals von 28.000 Mark als jetzige rechtmäßige Gläuberin an.“
Für die Einheimischen wie auch gleich die Sommerfrischler bot der Photograph Oscar Ohm seine Dienste an; er hatte sein Atelier in Nordhausen aber eben auch in
„BAD SACHSA // KUR HOTEL„.
Aber wohl nur kurze Zeit – denn im Nachbarhause direkt nebenan arbeitete der
Photograph Löhnis bereits sehr erfolgreich.


[ca. 1910, CDV: Slg. R. Boehm]
Über die abgebildete Dame ist leider nichts weiter bekannt.
Mehr Information zum
Photographen Löhnis siehe bei

Zur rechten Seite wurde ein Saalanbau 1902 (evtl. bereits 1901) errichtet; der auf dieser Ansichtskarte gerade fertiggestellt war.

Emil Luck lässt das 2. Stockwerk ausbauen, der Saalanbau erhält einen Schmuckzaun und ganz links ist auf einem Rundbogen zu lesen: „Eingang zum Garten-Restaurant“.
1908 erwirbt Bruno Schick aus Leipzig das Gebäude für 82.000 RM (BSN 23.01.1908).
Zur Finanzierung ist dem Stadtspiegel (s.o.) zu entnehmen (auszugsweise):
„Ellrich, den 13. Oktober 1911
Vor dem unterzeichneten königlichen Notar Justizrat Max Peter zu Ellrich erschienen heute persönlich bekannt:
1) der Hotelbesitzer Bruno Schick in Bad Sachsa, 2) der Sparkassenkontrolleur Richard Echtermeyer in Nordhausen als Vertreter der Spar- und Darlehnskasse des Kreises Grafschaft Hohenstein in Nordhausen.
Erster erklärte:
Auf meinem im Grundbuch von Band 10 Lindenstrasse No. 4 HOTEL LINDENHOF ist in Abteilung III unter No. 1a eine in ein Darlehn umgewandelte Kaufgeldforderung von 28.000 Mk. verzinslich mit 4 /2 von Hundert jährlich, für die Sparkasse des vormaligen Amts Herzberg am Harz hypothekarisch eingetragen.

Auf einer Ansichtskarte, mit den selben drei Aufnahmen [Slg. R. Boehm A 190],
zum Jahreswechsel 1907/1908 sendet Otto Luck „die besten Wünsche“ an seine
Getränke-Lieferanten, die „Herrn Gebr. Kellner, hier, Marktstraße“.
Weiter aus dem Stadtspiegel:
„In der Urkunde vom 7. Oktober 1911 hat die Gläubigerin die Löschung des Teilbetrages von 100 Mk. bewilligt und den Rest der Forderung von 27.900 Mk. nebst den Zinsen seit 7. Oktober 1911 an den Kreis Grafschaft Hohenstein (Spar- und Darlehnskasse des Kreises Grafschaft Hohenstein in Nordhausen) abgetreten. Ich nehme von dieser Abtretung Kenntnis und verpflichte mich gegenüber meinem neuen Gläubiger als deren persönlicher Schuldner dieses Darlehen seit 5. Oktober 1911 mit vier von Hundert jährlich in halbjährlichen Teilzahlungen am 1. April und 1. Oktober zu verzinsen und in der Weise allmählich zu tilgen, dass vom 1. April 1912 ab zugleich mit den Halbjahreszinsen je 70 Mk. halbjährlich an den Gläubiger abgezahlt werden. Der Kontrolleur Echtermeyer erklärte:
Für den neuen Gläubiger nehme ich vorstehende Erklärungen des Schuldners an. Das Protokoll ist vorgelesen, von den Beteiligten genehmigt und von ihnen eigenhändig, wie folgt, unterschrieben worden:
Bruno Schick Richard Echtermeyer.“
Familie Schick betreibt den Lindenhof vom 1. April 1908 bis zum 21.07.1921



4) Ab 1927 dann Hindenburgstraße 4

Schick`s direkter Nachfolger wird J. Van Veelen. [StABS: Gewerberolle]
Als die Bilder laufen lernten
Theater, Vereine, Gesellschaftsabende: Im Hotel Lindenhof war was los:


rechts: BSN 14.08.1926

und natürlich Kino:

„…die in 1919 gegründete Bad Sachsaer Lichtspiele GmbH“ zeigte ab 1920 Filme im Hotel Schützenhaus.“ „Ab dem Jahre 1924 wurde dann der Saal des Hotel Lindenhof für Filmvorführungen benutzt“ (Stadtspiegel März 2022, S. 9) für Stummfilme (bis 1927; Wikipedia); auf der obigen Ansichtskarte ist auf dem Schild rechts zwischen den beiden Fenstern zu lesen: „Lichtspiele„.
[Eine andere Quelle (BSN vom 11.04.1987) besagt, dass dieses Kino von 1912 bis 1979 bestand hatte.]
Mehr Informationen zum
Thema Kino finden Sie unter
Als die Bilder laufen lernten


Im März 1926 übernimmt Wilhelm Blumenthal (bisher zuständig für das Hotel zum Löwen in Wieda;
BSN 13.3.1926) das Hotel Lindenhof als Betreiber, welches allerdings am 6. September 1930 versteigert wird (Stadtspiegel März 2022, S. 9):
„Ellrich, den 15. Oktober 1930
Vor dem unterzeichneten Notar Justizrat Max Peter zu Ellrich erschienen heute persönlich bekannt:
1). der Bierverleger Karl Becker in Bad Sachsa,
2). der Gastwirt Adolf Fischer in Körner bei Mühlhausen und erklärten den nachstehenden Kaufvertrag zu Protokoll. Im Grundbuch von Bad Sachsa Band 10 Blatt 177 Artikel 472 ist für den Hotelbesitzer Jakob van Veelen in Bremerhaven, früher in Bad Sachsa eingetragen. Über dieses Grundstück ist die Zwangsversteigerung (Aktenzeichen K 2/30) eingeleitet. Durch Beschluß vom 6. September 1930 ist das Eigentum dieses Grundstücks dem Bierverleger Karl Becker in Bad Sachsa zugeschlagen worden.
Der Bierverleger Karl Becker verkauft dieses Grundstück, in welchem eine Hotelwirtschaft betreiben wird, nebst dem in der anliegenden Inventarliste verzeichneten Wirtschaftsinventar an den Gastwirt Adolf Fischer in Körner zum Preise von 40.000 RM, gleich 40.000 GM. Der Preis einer Goldmark ist auf 1/2790 Kilogramm Feingold bestimmt. Von dem Kaufpreis entfallen 15.000 RM auf das bewegliche Zubehör und 25.000 M auf die Grundstücke…

Adolf Fischer verzichtet auf den rechtsliegenden Saal und erbaut ein modernes Lichtspieltheater (Stadtspiegel 10/2002)
…Der Käufer hat sich von dem Zustand der Gebäulichkeiten und des Inventars unterrichtet. Er übernimmt beides in dem gegenwärtigen augenscheinlichen Zustande und befreit den Verkäufer von der Verpflichtung für Fehler und Mängel der verkauften unbeweglichen und beweglichen Gegenstände Gewähr zu leisten. Über die Vollständigkeit der als Anlage überreichten Inventarverzeichnisses sind die beteiligten sich einig.“
(Stadtspiegel März 2022)
„Nachdem der Hotelier Adolf Fischer in den Jahren 1938/39 in 10 Zimmern eine Zentralheizung und warm/kaltes fließendes Wasser einbauen ließ gingen Erneuerungen und Modernisierungen des Hotels in den Folgejahren weiter.“
(Stadtspiegel, April 2022, S. 8)
1932
BSN 08.03.1932: Heute im Lindenhof – übermorgen im Hotel Ratskeller
Die Reichspräsidentenwahl
Unsere Antwort an den Kampfblock Schwarz=Weiß=Rot

1933
Im Reich wird mit der Gleichschaltung begonnen, sie dient der einheitlichen Ausrichtung von politischen Parteien und Institutionen. Es geht weiter mit der Zerschlagung von Gewerkschaften und Auflösung politischer Parteien außer der NSDAP. [39] Schon wieder gibt es eine Reichstagswahl.
Nachdem am 01. März der Thüringische Staatsminister Fritz Sauckel im Lindenhof vor 400 Teilnehmern eine Rede gehalten hat,
erreicht die NSDAP am 05. März 54,2 % der Stimmen. [42] Bei den Gemeinde-wahlen am 12. März erreichen die Nationalsozialisten 56,3 % der Stimmen. Heinrich Keiser wird Kreisleiter und hat somit noch mehr Macht in der Stadt. Ratsherren, die nicht der NSDAP angehören, werden nach und nach aus dem Rat herausgedrängt. [42] Am 15. März wird der Arbeitersportverein VfL aufgelöst. [42] Ab 01. April mietet die NSDAP das Gebäude des heutigen Stadtbauamtes an und nutzt es als Büro für Parteizwecke, es heißt jetzt „Adolf-Hitler-Haus“. [42] In Bad Sachsa wird die seit 1931 geplante Kläranlage ab Mai gebaut, ab August wird die Zufahrt zum Ravensberg ausgebaut. Beides geschieht im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. [42] Im Sommer wird der „Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen “ aufgelöst und das Inventar von Kreisleiter Keiser beschlagnahmt. [42] Das SPD-Mitglied Willi Müller wird am 26. September aus dem Postdienst entlassen, am 22. Juli 1944 verhaftet und ins KZ Buchenwald gebracht. Da er bei seinem derzeitigen Arbeitgeber, der Dynamit-Nobel AG unentbehrlich ist, nach 6 Wochen wieder entlassen. Nach dem Krieg wird er von den Amerikanern als Bürgermeister eingesetzt und später Stadtdirektor. [42]
(vgl. Horst Möller „Bad Sachsa – Geschichte einer Kurstadt)

1933, vermutlich steht dieses obige Foto im Zusammenhang mit dem folgenden Artikel in den Bad Sachsaer Nachrichten [24.10.1933]:
„Als Auftakt zur Wahl wird die NSDAP. Ortsgruppe Bad Sachsa die hiesige Einwohnerschaft zu einer Versammlung, Mittwoch, den 25. Oktober im Hotel Lindenhof einladen, in der
Pg. Graf von Schwerin über:
GEGENWART UND ZUKUNFT IM DRITTEN REICH spricht. Erscheint in Massen!“

Graf von Schwerin spricht im Hotel Lindenhof, auf Einladung der NSDAP [links)].
…Fräulein Potthoff plädiert für die Notwendigkeit, beim Einkauf nur deutsche Waren zu berücksichtigen und die Vorzüge deutscher Wertarbeit…. Den Abschluß der Reichshandwerkerwoche bildete ein Deutscher Abend am Sonnabend im Saale des LINDENHOF, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Ortsgruppenführer der NSDAP.
König begrüßte in einer Ansprache die Versammlung und gab einen Rückblick über den Sinn der vergangenen Woche, in der unser Vaterland im Zeichen des deutschen Handwerks gestanden hat. Volkslieder und Volkstänze, sowie ein wohlgelungenes Theaterstück trugen zur Unterhaltung bei. Die Kurkapelle Spicher erfreute mit flotten Musikstücken und deutschem Tanz. Der Verlauf des Abends war recht harmonisch und die Teilnehmer blieben noch lange. beisammen [rechts].
Verleihung der Ehrenbürgerschaft an „unseren Volkskanzler Adolf Hitler“ in Wieda [unten].
Für die vorstehenden Informationen zu diesem Hause bedanke ich mich hiermit ausdrücklich bei Götz und Caritas Ludewig als Herausgeber und Textschreiber im „STADTSPIEGEL BAD SACHSA“ (siehe hierzu insbesondere Hindenburgstraße 8!) mit den Ausgaben März und April 2022 sowie dem ehemaligen Eigentümer Manfred Brenzel:
„Ein Hotel im Wandel der Zeit:
Fachwerk des HOTEL LINDENHOF teilweise 150 Jahre alt.“
Meine Anmerkungen sind in [Klammern] gesetzt.
Im „Verzeichnis antisemitischer Erholungsorte, Hotels und Pensionen 1914 + 1931“ sind in der Abteilung
„Hotels und Pensionen, die sich als christlich bezeichnen“ für Bad Sachsa aufgeführt:
- Fremdenheim Frl. von Braunschweig, „Christliches Heim“
- Erholungsheim Bergsegen, christliches Haus
- Hotel und Pension LINDENHOF
- Kurcafé und Konditorei Haase
sind in der Abteilung
„Hotels und Pensionen, die antisemitischen Charakter haben “ für Bad Sachsa aufgeführt:
- Haus Arnim
- Villa Buchenhöhe
- Frieda von Lüpke u. Anna Hermann vers. Prosp. mit der Bemerkg.: „Israeliten werden nicht aufgenommen“.
[Frank Bajohr „Unser Hotel ist judenfrei“, Bäderantisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert, Fischer Taschenbuch, 2003]
Aber zurück zur chronologischen Abfolge:


Lindenhof-Lichtspielen
[Foto: Tom Schreiber, Facebook 07.10.2018, von mir nachträglich mit KI bearbeitet]
„Ausschankpreis und Kriegszuschläge für Biere
für Warme Getränke
für Spirituosen Südweine usw.“
Büro der A.E.G. im Hotel Lindenhof
Aus dem folgenden Ausschnitt eines Briefwechsels zwischen Bürgermeister und dem Landrat des Kreises Grafschaft Hohenstein, Nordhausen, aus dem Januar 1945 über Unterstützungsleistungen interessiert hier insbesondere die Erwähnung der A.E.G..:

Neben der Dynamit AG [im Hotel Schützenhaus, im Fritz Sauckel-Haus, Haus Bergsegen wie auch im Hotel Lindenhof] war in den 1940er Jahren offensichtlich auch die A.E.G. in Bad Sachsa vertreten; beide Betriebe waren für die Rüstungsindustrie von zentraler Bedeutung.
Juli 1945 – Es ist vorbei!


[Foto: Slg. R. Boehm]
Die Nachkriegszeit:


Umbau der Lindenhof-Lichtspiele beendet: „vollkommen neu im ganz modernen Stil“:

Besitzerin war seit 1953 bereits die Tochter von Adolf Fischer: Lisa Posse.
1954 verfügt das Hotel über 40 Betten, fl. kalt und warm Wasser und Etagenbäder (die waren zu diesem Zeitpunkt schon gehobener Standard) und als äußere Erneuerung erhielt die Hotelfront eine Holzverkleidung.


Letzter Blick auf das Hotel, noch mit dem für Bad Sachsa so typischen Wintergarten!
Letzer Blick aus dem Wintergarten heraus. [Ende der 1950er, AK: Slg. R. Boehm]
Kurz darauf setzt die Fa. Behnsen das Fundament und den neuen Wintergarten:


Kirsten Spieß-Lauenstein auf Facebook 2021: Links außen Walter Paul Fa. Creutzberg. In vorderer Reihe wohl ein Herr Nickel, und in der Mitte steht der Ober Herr Kuhr, der zum Inventar des Lindenhofs gehörte
Peter Beyermann auf Facebook 2021: Mittig mit Krawatte + Frau wohl Alfred Behnsen (Baumeister+Architekt (Herderstr. links neben Pfarrer]
Der neue Wintergarten:

[Ilona Griebel geb. Posse – die Eltern waren die oben erwähnten Eigentümer]







100 Jahre Hotel Lindenhof [BSN 11.04.1987]



Das Kurkonzert im Hotel Lindenhof in der Zeit vom 13.09. auf den 31.10.1993:






ganz oben + links: 2008
Fotos: Homepage Hotel Lindenhof]




Alles Gute zum 30jährigen von Gabi + Jobst Hoffschläger in der Gastronomie
[Juli 2019, Facebook]:



während der Corona-Zeit: 28.05.2020 [3 Fotos: R. Boehm]:




„Tradition verbindet. Lasse Schlüter zu Gast bei uns im Hotel Lindenhof
[Hotel Lindenhof am 21.07.2021 auf Facebook]


