Hindenburgstraße 8 – Haus Auerhahn

Die „Camin`sche Villa“

  • davor: Auf der Gemeinde 258
  • vor 1900: Haus 258 in der Lindenstraße
  • um 1900: Lindenstraße 8
  • ab 1927: Hindenburgstraße 8
Im Hintergrund ist der Steinbruch zu sehen, aus dem die Bruchsteine für die Fundamente der meisten Häuser der damaligen Zeit entnommen sind.

Der Kaufmann August Camin wird dieses Anwesen um 1885 erbaut haben; jedenfalls bewohnt er es die letzten Jahrzehnte des ausgehenden 19ten Jahrhunderts ebenso wie als „Rentier“ zu Beginn des 20ten Jahrhunderts.

Anschließend führte der Busunternehmer Wilhelm Bock von hier aus seine Geschäfte.

25 JAHRE
SÜDHARZER KRAFTVERKEHR
Wilhelm Bock

1955
Reiseprogramm
[Slg. R. Boehm]

Der „Kraftwagenführer“ eröffnete zusammen mit Richard Faupel 1931 in der Pfaffenwiese 14 eine Personenbeförderung mit Autobus, die sogenannte
„Südharzer Kraft-verkehr Faupel & Bock“

mit einem Anlagekapital in Höhe von 5000 RM. Spätestens seit 1941 führte Bock die Geschäfte aus der Hindenburgstraße 8
[vgl. StABS, Gewerberolle 1893-1935, S. 30 Nr. 183].

Harzrundfahrten im Aussichtswagen

[BSN 08.08.1933]
Sängerfahrt am 06.06.1926 mit dem auf Harzrundfahrten spezialisierten Busunternehmen Bock in Bad Sachsa. [Harz Echo 12.01.2000]

Abfahrt vor dem Schützenhaus

1914 [Photo Jordan, Slg. R. Boehm]
oben: 1926, Kurverwaltung Bad Sachsa
Fahrt nach dem Brocken von Bad Sachsa am 14. Aug. 1926.
links: Fahrschein für eine Auto-Rundfahrt
Bad Sachsa – Bocktal
am 4.6.28
Abfahrt von Kurhotel Schützenhaus
8 Uhr“
Stempel: „Harzklub-Zweigverein
Bad Sachsa
Verkehrs-Verein“
Pfaffenwiese 14 [BSN 01.12.1934]
„Südharzer Kraftverkehr Faupel & Bock, Bad Sachsa“ [1940er Jahre, Foto: Slg. Boehm]

oben:
Ausflug der Sanitätskolonne
1940er

links:
Nach dem Kriege gings im schnieken Panoramabus
auf große Fahrt.
1950er
[2x: Slg. R. Boehm]

„Harzrundfahrten:
Sonderfahrten zum Märchengrund, Katzenstein, Ravensberg usw. mit Personenkraftwagen und Bussen der Unternehmer W. Bock, Hindenburgstraße 8, W. Gropler, Schützenstraße 13, K. Model, Hindenburgstraße 5, und R. Witter, Hindenburgstraße 9…“

[BSN 19./20.04.1958]

[BSN 11./12.04.1959]
18.04.1961: Fahrschein für eine „Omnibusfahrt nach Holland“
[Kopie aus Stadtspiegel Dezember 2024]

KURZEITUNG – STADTSPIEGEL

Weihnachten 1980 erschien die Erstausgabe der „Kurzeitung“, welche in eigener Druckerei hergestellt wurde, durch das Ehepaar Ludewig. Dieses Anzeigenblatt richtete sich in erster Linie an die damals noch vorhandenen Kurgäste, die über Angebote und Termine monatlich unterrichtet wurden.
Die redaktionelle Arbeit lag bis 1988 in der Verantwortung von Karlfriedrich Georg, dessen Kürzel „kfg“ für ambitionierten Journalismus auch in den Bad Sachsaer Nachrichten/Harz Kurier stand. Ebenso bekannt war das Kürzel „hwd“ für seinen Nachfolger Helmut Walter Degenhardt. Seit gut 30 Jahren zeichnet Götz Ludewig selbst verantwortlich auch für den Inhalt.

Bitte was verstehen Sie unter einer „fröhlichen Uffestadt“ ?
Im Juni 2001 wurde die Zeitschrift komplett überarbeitet; nicht zuletzt wurde dem auch durch einen neuen Namen Rechnung getragen.
Allerdings hielt man weiter am Motto fest:
„die fröhliche Uffestadt“ (?!?)

Im März 2025 erschien sein (wohl) letzter „Stadtspiegel“. Götz Ludewig verstarb am 02.05.2025.

„Der Stadtspiegel“ vor 44 Jahren: Die 1. Ausgabe als Kurzeitung
[Stadtspiegel, Nr. 12, 01.12.2024, 45. Jahrgang, Titelseite, S. 1+2]

X(StABS ohne Nummer)

Bitte was verstehen Sie unter einer „fröhlichen Uffestadt“ ?
Im Juni 2001 wurde die Zeitschrift komplett überarbeitet; nicht zuletzt wurde dem, auch durch einen neuen Namen, Rechnung getragen. Allerdings hielt man weiter am Motto fest: „die fröhliche Uffestadt“ (?!?)

Zwischenzeitlich sind wohl mehr als 500 Ausgaben erschienen!

Mit dem Tode von Götz Ludewig wurde diese Zeitschrift eingestellt. Seine Frau Caritas folgte ihm kurz darauf.

Dieses Gemälde ist nach Kauf und Renovierung im Haus verblieben [mdl. Kai Löwe Mai 2026]

Im Zusammenhang mit den „Kindern des 20. Juli 1944 sind hier von besonderem Interesse die Aufzeichnungen des Dr. Ulrich:

Mehr Informationen zu den
„Kindern des 20. Juli 1944“
finden Sie unter:

Wie ist es ihnen in Bad Sachsa ergangen?