Kindergenesungsheim Bergfrieden

Haus Bergfrieden

Steinaer Straße 24
Die dunkle Zeit, insbesondere zur Zeit der Familie Fehrmann, wird immer wieder auf Facebook thematisiert (z.B. 2023-04/05 ff)

„nach aussen gaben sich Fehrmanns als Ehrenleute – genau wie der Besitzer Doktor Wilhelm -, das Jugendamt Berlin schaute ab und an mal rein und wir hatten unter Strafandrohung den Mund zu halten und zu sagen, dass alles toll ist.“
(Bernfried Noch, ca. 28. April 2023)

Ende der 1960er.
Steinaer Str. 24
Genesungsheim Bergfrieden
Facharzt für Kinderkrankheiten
Dr.med. Fritz Wilhelm, Leiter
[AK: Thomas Wegener Facebook 28.04.2021]

„KINDERGENESUNGSHEIM BERGFRIEDEN.
Dr. Wilhelm, Facharzt für Kinderkrankheiten, 3423 Bad Sachsa/Südharz,
Steinaer Strasse 24, Telefon 460″
[1964, AK: Slg. R. Boehm]

Die AOK des Landkreises Goslar [Sitz in Salzgitter] kauft das Anwesen des Fabrikanten Gustav Lohoff und begeht die Einweihung des Genesungsheimes Bergfrieden zum 15.01.1952 im Beisein des Verwaltungsdirektors Dittrich und dem für den Ausbau verantwortlichen Architekten Alfred Behnsen [BSN 17.2.1952].
Als Besitzer des Hauses Bergfrieden wird der Kinderarzt Dr. Fritz Wilhelm genannt [20.01.1955; StABS 471/01].



Genesungsheim „Bergfrieden“ eingeweiht.

„Genesungsstätte für erholungsbedürftige werktätige Personen“

[BSN 17.01.1952]

Wer wann für was auf diesem Gelände Verantwortung hat, ist nicht ganz einfach zu unterscheiden. Auf Facebook hat es Horst Verloren am 04.08.2023 so zusammengefaßt:
„Das Heim der Familie Fehrmann hieß : Bergheimat – dort lebten hauptsächlich Kinder aus gescheiterten Familien – diese Kinder gingen in Bad Sachsa auch zur Schule. Oberhalb der Bergheimat war der Bergfrieden (bestehend aus Sperlingslust und Falkenhorst) dort wechselten alle 6 Wochen die Kinder , die dort zur Kur waren. Das komplette Areal gehörte Dr. Wilhelm (Kinderarzt im Landkreis Osterode)“

In den 1960er Jahren führen der Inhaber Dr. med. Fritz Wilhelm, Facharzt für Kinderkrankheiten, das Haus gemeinsam mit seiner Gattin Liselotte Wilhelm, die für die Heimleitung verantwortlich zeichnet.

In den 1980er Jahren wird als Inhaberin Elke Schindler genannt; gleichzeitig heißt es, dass Frau Wilhelm nach dem Tod ihres Mannes in 1990 das Heim weiterführt bis 1992.
Zu dem Gelände gehören die Häuser „Spatzennest“ und „Sperlingslust“ (ab 1980 „Haus Peterle“).

Oben: 1988 [AK: Slg. R. Boehm HWW]

Links: HK 19.06.1990 [Traueranzeige]


In den 1980er Jahren wird als Inhaberin Elke Schindler genannt; gleichzeitig heißt es, dass Frau Wilhelm nach dem Tod ihres Mannes in 1990 das Heim weiterführt bis 1992.
Zu dem Gelände gehören die Häuser „Spatzennest“ und „Sperlingslust“ (ab 1980 „Haus Peterle“).
Nach vielen Jahren des Leerstandes brennt das Haus 2018 komplett nieder.

Prof. Dr. Alexander Nützenadel:
Verzeichnis der Kinderkurheime in der Bundesrepublik 1945-1989
(Berlin, 15. Mai 2025):
Genesungsheim „Bergfrieden“; Kindergenesungsheim Bergfrieden (1972)
Früheste Erwähnung: 1964
Träger: Dr. med. Fritz Wilhelm, Kinderfacharzt
Trägertyp: Privat
Vertragspartner: alle Kassen
Zielgruppe: Knaben und Mädchen von 5-18 Jahren
Bettenanzahl: 160-180; 100 (1972)
Leitungspersonal: Wilhelm, Dr. med. Fritz
Weitere Informationen: Mitglied Verband privater Kinderheime
Quellen: Folberth 1964, S. 158; Handbuch 1972, S. 425; Kurpläne LWL 1960/61-1967

„EIN PARADIES FÜR KINDER“

[1960er, Prospekt,
Slg. R. Boehm]

[1963,
AK: Slg. R. Boehm]

25.5.1968. Pension PETERLE
[AK: Slg. R. Boehm 6265]
„… Ich habe das Zimmer vom 1.-12.6 fest vorgemerkt und hoffe, daß Sie sich bei uns recht wohl fühlen.
Freundlichen Gruß. Frau L. Wilhelm“


Kindergenesungsheim
BERGFRIEDEN

[1969,
AK: Slg. R. Boehm]


Kindergenesungsheim
BERGFRIEDEN

[1969,
AK: Slg. R. Boehm]

Kinderkurheim Bergfrieden
mit
Villa Kunterbund
und Sperlingslust
[AK: Slg. R. Boehm]

Oben: September 2018
Rechts: Oktober 2025
[Quellen unbekannt]

2010: „Wir waren beide 1984 und 1986 im Alter von 10 und 12 Jahren dort zur Kur von der AOK Schleswig Holstein aus.
Haben also eine Reise in die Vergangenheit unternommen:
Das einzigste was wir noch wussten war das wenn wir den Berg runtergingen und die Straße überquerten lag das Schwimmbad vor uns.
Wir haben es nach einigem suchen gefunden das Schwimmbad existiert ja noch, die Straße wird im Ortsplan mit K 15 benannt und geht über in die Steinaer Str. in der karte wird die Stelle Warteberg genannt. Der Haupteingang des Heimes erfolgt über einen Feldweg Namens Knickbergweg:
Am eingang ist ein Schild mit dem Namen Haus Peterle damals hieß es Sperlingslust gleich rechts auf dem Grundstück war ein Haus in dem Dr. Willhelm wohnte.
Es ist alles einsam, verlassen und verfallen … Was ist passiert wann schloss die einrichtung und warum?…“