Weitere Kinderheime
Töchterheim MARIA ERIKA
- 1909/1910: Bau eines Wohnhauses durch Otto Kaiser

Maria Schulze, Inhaberin des Töchterheims Maria Erika, wird am 08.04.1916 davon in Kenntnis gesetzt, dass zum Betriebe des Töchterheims die Genehmigung der königlichen Regierung – Abteilung für Kirchen- und Schulwesen erforderlich ist. Aufnahmen dürfen vorher nicht erfolgen. Das Töchterheim ist nicht nur Erholungsheim, sondern auch eine wissenschaftliche Fortbildungsschule.
Zum 1.8. 1916 wird Fräulein Maria Schulze die Erlaubnis zur Leitung eines Töchterheims für hauswirtschaftliche und wissenschaftliche Fortbildung erteilt. In 1919 werden 5 Lehrerinnen (darunter Susanne Schmidt-Eschke ……….) und 3 unbeamtliche Personen beschäftigt für 39 Mädchen (18 über 18 Jahren, 18 unter 18 Jahren), die in Sprachen, Kochen, Haushaltungslehre, Gesundheitslehre, Kochtheorie, Waschen und Plätten, Handarbeit, Literatur, Kunstgeschichte, Deutsch, Zeichnen, Malen und Chorgesang unterrichtet werden. In 1920 sind es 52 Mädchen (26 über 18, 26 unter 18 Jahren). [StABS 1.26.2 + 1.29.4]
Anstalt MARIA ERIKA: Berichtsjahr 1919
- Name der Anstalt: Maria Erika
- Sitz der Anstalt: Bad Sachsa
- Inhaber der Anstalt: Maria Schulze
- Leiter der Anstalt
(falls vom Inhaber verschieden):
Maria Schulze - An der Anstalt unterrichteten im Berichtsjahr

hauptamtlich I:
Vor- und Zuname
Dauer der Beschäftigung
Eintritt Austritt
- S. Schmidt-Eschke
- Elli Weede
- Marg. Koriger
- Bertha Schneers
- Frieda Eck
Febr.
1. April 1919……………. 1. Juli 1919
1. Juli 1919…………. 15. Sept. 1919
1. Januar 1919……….. 1. April 1919
1 .Oktober 1919……. 16. Dez. 1919
.—.
nebentamtlich I:
- Rektor Eck
- Oberlehrer Maxim Glass
- Helene Banke
1914……………… 1. November 1919
6. Gesamtzahl der Schüler, die in dem Berichtsjahre die Schule besucht haben.
(Jeder Schüler ist nur einmal zu zählen). 39
männlich
weiblich 39
zusammen 39
unter 18 Jahren
….“……18……“…..
….“……18……“…..
über 18 Jahre
….“.. ..18…..“…..
….“.. ..18…..“…..
7. Sind mit der Anstalt Zweiganstalten verbunden und wo ist deren Sitz? —
Anstalt MARIA ERIKA: Berichtsjahr 1920
- Name der Anstalt: Maria Erika
- Sitz der Anstalt: Bad Sachsa,
Waldsaumweg 15. - Inhaber der Anstalt: Maria Schulze
- Leiter der Anstalt
(falls vom Inhaber verschieden):
Maria Schulze. - An der Anstalt unterrichteten im Berichtsjahre:

hauptamtlich I:
Vor- und Zuname
Dauer der Beschäftigung
Eintritt Austritt
- Schmidt-Eschke
- Herz Johanna
- Bancke, Helene
2. jeden Vormittag.
nebentamtlich I:
- Wolf, Cecilie
- Döring
- Glass
April 20………………… Nov. 20
Nov 20…………………….. 1 Okt
1. Jan………………………………..
- Schmidt-Eschke
- Herz Johanna
- Bancke, Helene
6. Gesamtzahl der Schüler, die in dem Berichtsjahre die Schule besucht haben.
(Jeder Schüler ist nur einmal zu zählen). 52.
männlich
weiblich 39
zusammen 39
unter 18 Jahren
….“…. 18…..26…..
….“…. 18…..26…..
über 18 Jahre
….“…. 18…26…..
….“…. 18…26…..
7. Sind mit der Anstalt Zweiganstalten verbunden und wo ist deren Sitz? —
BSN 26.08.1919
Eine überreich mit Klaviervorträgen bedachte Musikfolge ließ Frl. Helene Banke am Sonntag Nachmittag in Schröders Hotel vor auserwählter Zuhöhrerschaft von ihren Schülerinnen aus den hiesigen Töchterheimen darbieten.- Frl. Schmidt spielte mit viel Innigkeit Raffs „Fileuse“; sehr geschmackvolltrug Frl. Marta Hendrich das „Intermezzo“, Werk 117,1 von Brahms vor; Frl. Grüter

gestaltete Griegs „Zug der Zwerge“ recht anschaulich; im Zusammensspiel mit Frl. Banke bewährte sich Frl. Hoppe als treffliche Mozartspielerin; glänzende Fingerfertigkeit bekundete Frl. Blanke in der Konzertetüde Des=Dur“ von Liszt. Als Talent mit hervorragenden musikalischen Fähigkeiten erwies sich Frl. Otto, welche in Stücken von Baeker, Mozart und Grieg tieftes Verständnis offenbarte und eine wunderbolle Schattierungskunst entfaltete. Auch die übrigen Schülerinnen zeigten schöne Früchte eifrigen Musizierens. – Frl. Banke ist ernstlich bemüht, ihre Schülerinnen in die Probleme der modernen Spielbewegungslehre einzuführen und legt infolgedessen das Hauptgewicht auf eine Durchgeistigung der Technik zugunsten des musikalischen Ausdrucks. Daher auch überall eine verständige ERfassung des Inhalts der bebotenen Stücke, gepaart mit gefühlvollem, sorgfältig studiertem Vortrag. Der Gesamteindruck dieses Schüler=Musikvortrags war ein durchaus günstiger. Thörmer, Branderode
Aus dem Kollegium sind uns mehrfach untergekommen, deshalb siehe dort bei:
Helene Banke [auch „Bancke“]