Kuckanstal

Das Kuckans-Tal verläuft von der Quelle am Ravensberg größtenteils in südlicher Richtung, um schließlich östlich am Stadtrand auszulaufen.
[Landkarte „STEINA UND UMGEBUNG“, Ausschnitt bearbeitet von R. Boehm]

Circa 2000

Erläuterungen:

rote 1: „Kantorwiese„
[in alten Zeiten genannt: Guckhanswiese]
rote 2: „Pflaumenloch„
(Wirtschafsweg)

„Einsame Tanne„
„Ostra Eiche„
„Kuckstein„
„Kanzel„

Siehe auch: Bärenhöhle.
Siehe auch: Brunnenhaus / Pumpstation
Siehe auch: Gedenkstein Oberst v. Laer „Weidmannsheil“..
Siehe auch: Harzklub-Tafeln.
Siehe auch: Hexenbrücke.
Siehe auch: KURZ-Parkplatz..
Siehe auch: Nesselkopf [auch Nessel-Tal-Kopf]
Siehe auch: Reinhardtsbrunnen.
Siehe auch: Teufelsstieg.
Siehe auch: Tierpark.
Siehe auch: Vulkanweg Kuckanstal..
Siehe auch: Waldarbeiterstein im Kuckanstal..

„Ins Kuckansthal gelangt man, indem man die links am Schmelzteich hinführende Fahrstraße verfolgt und sich immer links hält. Bald nimmt uns prächtiger Wald auf, dessen Eingangspforte zwei mächtige Felsen zur Rechten und Linken bilden. Der Weg führt immer am Bache entlang im Grunde des ziemlich schmalen Thales.
Bald leitet links ein steiler Pfad zur Höhe, wo
ein kleiner Naturholztempel, Unser Liebling genannt, einen wundervollen Blick auf die Felsen gegenüber und auf den Katzenstein gewährt. Der Weg im Grunde steigt allmählich, bis das Thal sich plötzlich zu einem Kessel erweitert, den eine entzückende Waldwiese,

Holzschild am Eingang zum Kuckanstal
[1960er. Foto: Quelle unbekannt]

die Kantor- oder Kuckanswiese, bildet. Wo die Berge wieder enger zusammen-treten, führt ein, mit Unterstützung der Hauptkasse des Harzklubs neu angelegter, bequemer Fußweg am Buchenberg empor zum Plan, dicht am Ravensberg“.
(
Unsere Feststadt Sachsa am Harz, in: Der Harz, Donnerstag, 20. August 1896]



„Felspartie im Kuckanstal“ 1905 [AK: Slg. R. Boehm]
Später wird am Fuße der Felsen die Theater-Bühne errichtet werden.

„Eines der schönsten und geheimnisvollsten Täler des Harzes überhaupt, westlich von Bad Sachsa gelegen. Durch das Kuckanstal erreicht man die Ostra-Eiche und die Kantorwiese, welche in alten Zeiten (1692) als Guckhanswiese genannt worden ist; die heutige Bezeichnung Kuckanstal könnte hierin ihren Ursprung haben (vermutet Löhnis, S. 179).
„…Der Festplatz [der Schützen] liegt im Ostertal. (Ostaratal erinnert an die Göttin Ostara; das Kuckanstal aber erinnert mit seinem Namen an das einzige Rittermärchen unseres Heimatortes, hiernach soll es einen Ritter Kuckan gegeben haben, der mit seinem Troß die steilen Wände des Kuckanstals hinabgestürzt sei und unter den Felsen begraben liege.)“
schreibt Richard Saage [Ortsgeschichtliche Bilder aus Bad Sachsa, S. 10]

1894: Bad Sachsa, Parthie bei Unser Liebling. [CDV: Slg. Gunter Angermüller]
1894: Bad Sachsa, Parthie im Kuckansthal. [CDV: Slg. Gunter Angermüller]
1902. Felsparthie im Kuckausthal [AK an den Ministerialassessor v. Grolmann Darmstadt]

Seit Dezember 2025 scheint es not-wendig geworden zu sein, diese Schranke zu setzen, da zuviele Menschen mit ihren Autos verbo-tenerweise in das Kuckanstal fuhren (insbesondere um frisches Wasser aus der Reinhardtsquelle zu holen); das dieses besonders schöne Tal nebenbei Wasserschutzgebiet ist, wurde regelmäßig ignoriert.

[Foto: „Viola Ahlf“ auf Facebook am 12.12.2025]


KUCKANSTAL / OSTERTAL / WESTERTAL

Meine These:
Das Kuckanstal ist der älteste Teil von Sachsa (weit bevor sich die Ritter von Klettenberg und Hohenstein über dieses Gebiet stritten); von Berghöhen geschützt und mit Wald, Wiese und Wasser versorgt war es bestens als Versteck geeignet
und konnte notfalls gut verteidigt werden.
[vgl. die Namensdeutung für „Sachsa“ als „Versteck am Wasser“!]
Auch steht „am oberen Westrand der Kantorwiese im Kuckanstal“ eine
„Ostra-Eiche“; „Ostara war nach dem christlichen Theologen und Historiker Beda (637-735) eine germanische Frühlingsgöttin.“
[Bad Sachsaer Nachrichten 23.11.1971]

„…Der Festplatz [der Schützen] liegt im Ostertal. [Ostaratal erinnert an die Göttin Ostara; das Kuckanstal aber erinnert mit seinem Namen an das einzige Rittermärchen unseres Heimatortes, hiernach soll es einen Ritter Kuckan gegeben haben, der mit seinem Troß die steilen Wände des Kuckanstals hinabgestürzt sei und unter den Felsen begraben liege.]“ schreibt Richard Saage [Ortsgeschichtliche Bilder aus Bad Sachsa, S. 10].