Arthur Paul Walter LIEBICH
– Liebich, Arthur
Dipl.-Ingenieur (1934+1935+1952), Roonstraße 7 (1932)/Goethestraße 5 (1934)/Schulstraße 4 (1947)/Schillerstraße 12 (1952), *28. 3. 1906: eröffnet am 1. 2. 1932 einen Vertrieb von Reklameneuheiten und Radioneuheiten („Liebich-Verlag“) in der Roonstraße 7 (Anlagekapital 500 RM)1; NSDAP-Mitglied seit 1. 5. 19332; seit August 1935 verheiratet mit Christa Liebich, geb. Springer, Wohnhaft Augsburg. Alpenstraße 113
– Liebich Walter
Kaufmann (1931), Roonstraße 7 (1931+1933): eröffnet am 15. 7. 1931 zusammen mit Otto Katzmann einen Kunstverlag in der Roonstraße 71; im Januar 1932 als Mitinhaber der Firma Liebich u. Katzmann Verlag genannt (Katzmann hat gegen Walter Liebich, Roonstraße 7, Klage angestrengt)2; im Januar 1932 als Wohlfahrtsempfänger genannt3; im Januar 1933 als Bürgersteuerpflichtiger genannt4
1 StABS Gewerberolle 1893-1935, S. 31, Nr. 191
2 StABS III/13/4, Heft 5, Bl. 173c
3 StABS III/20/1, Heft 2, Liste vom 10. Januar 1932
4 StABS III/20/1, Heft 2
1 StABS Gewerberolle 1893-1935, S. 33, Nr. 211
2 HStAH. Nds. 171 Hild., Nr. 233
3 BSN vom 10. August 1935
Arthur und Walter Liebich werden ein-und-die-selbe Person sein:
Arthur Paul Walter Liebich
[vgl. im Folgenden]
Über ihn ist kaum etwas zu finden.
Ein wichtiger Hinweis erscheint mir zu sein der folgende Wikipedia-Eintrag zu Klaus Liebich, dem, davon gehe ich aus, Sohn unseres „Arthur Paul Walter Liebich“:
Klaus Liebich wurde am 26. Juni 1929 als Sohn des Buchhalters Arthur Paul Walter Liebich in Leipzig geboren. Er lebt heute in Liebertwolkwitz bei Leipzig
[Stand 1988].
Ab 1. April 1947 besuchte Liebich in Leipzig bei J. Widmann die Akademie für grafische Künste und Buchgewerbe, die spätere Hochschule für Grafik und Buchkunst. Er beendete dort sein Studium 1949. Am 1. Februar 1952 begann er seine Tätigkeit in der Hochschule, zunächst als technischer Assistent. 1957 legte er seine Diplomprüfung ab und wurde Assistent für das Grundstudium, ab 1960 dann Oberassistent. Von 1963 bis 1992 war er Dozent in der Fachrichtung Fotografie an der Hochschule.
Bestandsgeschichte und –bearbeitung
In den 1960er Jahren hatte Liebich mit dem Stadtarchiv Leipzig in Kontakt gestanden und Anliegen zur zeitgenössischen fotografischen Dokumentation Leipzigs realisiert. Daraus resultieren Fotoserien von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Stadtgestaltung und der Stadtplanung. In den 1980er Jahren widmete er sich der Dokumentation über das Dorf Dölitzsch, einem Ortsteil von Narsdorf im Kreis Geithain, in dem er eine Sommerwohnung besaß und mit dessen Entwicklung er daher sehr vertraut war. Weitere Rittergüter und Herrenhäuser im Landkreis Leipzig fanden sein fotografisches Interesse.
Der Bestand war als Einstieg in größere Übernahmen angedacht, zu denen es in der Folgezeit leider nicht mehr gekommen ist.
Überlieferungsschwerpunkte
Der Bestand besteht ausschließlich aus 282 schwarz/weiß-Fotografien im Format 20 x 30 und größer.
Hinweise zur Benutzung
Bei der Zitierung ist anzugeben: StA-L 21804 Nachlass Klaus Liebich, Nr. (fettgedruckte Zahl). L. Herfurth, M. Wermes 1988, 2016