MAMMUT-Bäume + mehr
Ein Arboretum
(der anderen Art)
Bad Sachsa
seine Bäume

Im Stadtpark, im Vitalpark [seit 1888 Kurpark], in der ganzen Stadt verteilt und um sie herum verfügt unsere Stadt über eine phantastische Vielfalt mit Seltenheiten, die es in anderen Städten wohl so nicht noch mal gibt.
Manche Stadt ist stolz auf DEN EINEN MAMMUTBAUM;
mehr als dreißig dieser hierzulande ansonsten seltenen Baumart sind bei uns allein im innerstädtischen Bereich zu finden
und vieles gilt es zu entdecken!
Bitte schicken Sie uns Ihre Fotos von seltenen und schönen Bäumen, von anderen Gehölzen und Pflanzen in Bad Sachsa an
r-gboehm@arcor.de
…und was hat nun der Indianerhäuptling
„Seh-Quo-Yah“
mit Bad Sachsaer zu tun ???
Nun: „Ihren wissenschaftlichen Namen „Sequoiadendron giganteum“ verdanken die immergrünen Nadelbäume dem Indianerhäuptling
„Seh-Quo-Yah“.
Ihm zu Ehren wurde die Bezeichnung 1847 offiziell
in der Wissenschaft eingeführt.“
[Giganten der Bäume:
Atemberaubende Fotos von 3200 Jahre alten, riesigen Mammutbäumen – Unsere Natur (unsere-natur.net)]

[Depositum Dr. Berger, StABS XXVIII.10.i]
Der vielleicht höchste Mammutbaum Bad Sachsas steht im Stadtpark.

am Grund “ der Durchschnitt “ 36 5/10 „“
in 100 Fuß Höhe “ “ “ 17 5/10 „
über … Meeresspiegel 6400 Fuß Giant Forest (Riesen Forst)
Alter des Baumes über 6000 Jahre.
Name des Braumes General Sherman
Zu diesem Baum heißt es bei WIKIPEDIA:
„Der General Sherman Tree ist der voluminöseste lebende Baum der Erde. Er ist ein Berg oder Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) und steht im Giant Forest des Sequoia-Nationalparks im US-Bundesstaat Kalifornien. Sein Alter wird auf etwa 1900 bis 2500 Jahre geschätzt.
1931 wurden verschiedene Riesenmammutbäume genauer vermessen und dabei wurde festgestellt, dass der General Sherman Tree das größte Volumen aller erfassten Bäume besitzt. Da das Stammvolumen dieser Baumart das aller anderen bei weitem übertrifft, geht man davon aus, dass dieser größte bekannte Riesenmammutbaum gleichzeitig der weltweit größte Baum überhaupt ist.

Von Amerika nach Bad Sachsa zum Pfaffenberg 33
[04.03.2022, Foto: Ralph Boehm]

[Ca. 1970, Foto: Struttmann, Bad Sachsa,
Erhalten aus Besitz Ingrid Nicoloff,
Slg. R. Boehm]
Dr. Hugo Berger schreibt über sich:
„… In einer mehrmonatigen Studienreise 15 000 km kreuz und quer durch Kanada hatte ich wertvolle Unterlagen für mein Buch „Kanada heute“ gesammelt, dessen dritte Auflage im Econ-Verlag zur Zeit vorbereitet wird. Auf der Rückseite über die Vereinigten Staaten besuchte ich in der Sierra Nevada landeinwärts von Tulare in 1 700 m Höhe einen Nationalpark von echten Mammutbäumen
[Sequoia gigantea oder Sequoiadendron giganteum.]
Unter dem ältesten Giganten,
dem General Sherman-tree
[an der Basis 11 Meter in drei Meter Höhe acht Meter Durchmesser, zwischen 80 bis 90 Meter noch, ca. 4 000 Jahre alt] lagen reife, steinharte Zapfen. Ich brachte sie mit nach Bad Sachsa, um Anbauversuche zu machen. Nach Fehlschlägen im Anfang gelang es, ca. 100 Jungbäume zu ziehen. In 100 oder 200 Jahren sollen Mammutbäume wie in Badenweiler Zeugen für das günstige Klima am Südharz sein und dem Stadtbild Sachsas eine besondere Note verleihen.
[Die Auffassungen anderer folgt am Ende der Seite]

Außer bei Stadtgärtner Müller bestand in der Stadtverwaltung für meinen Plan zunächst wenig Interesse. Der Rat und ein Teil der Bürgerschaft waren fasziniert von dem utopischen Plane der Bebauung des Pfaffenberges West – bis zur unerwarteten Pleite. (siehe: Pfaffenberg – Bädertouristik). Erst Stadtdirektor Schaub erkannte 1974, daß mit dem Anbau der Mammutbäume auf lange Sicht etwas zum Nutzen des Kurortes geschehen könnte, das nichts kostete.
Bisher mußte ich wie ein Hausierer, der etwas zu verschenken hat, von einem Gartenbesitzer zum anderen ziehen. Die Abnehmer erhielten die Pflanzen gratis und eine ausführliche Anweisung für Pflanzung und Pflege dazu.
Mehrere Sachsaer Gartenbesitzer waren am Anbau sehr interessiert und haben meinen Plan tatkräftig unterstützt.
So stehen jetzt 50 Mammutbäumchen in Sachsaer Gärten und im Kurpark. Einige sind schon 3 bis 4 Meter hoch und versprechen, Prachtexemplare zu werden. Die Auspflanzung an den endgültigen Standort gelingt allerdings nur, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind und das Setzen der 30 cm hohen Bäumchen mit der meterlangen Pfahlwurzel, die sich am Boden des Topfes tingelt, in eine Tiefe Grube mit allergrößter Sorgfalt vorgenommen wird. Ältere, größere Bäumchen wachsen sehr schwer an. Ein Verpflanzen vom ersten an einen anderen Standort führt mit größter Wahrscheinlichkeit zum Absterben oder zur späteren Verkrüppelung.
Dr. Berger“
[Leserbrief, Harz-Kurier, 19.3.1975 – vgl. auch Brief Dr. Hugo Berger an den Kurausschuß Bad Sachsa, z.Hd. Herrn Wienecke;
Depositum Dr. Berger, StABS XXVIII.10.i]
„Der Verfasser dieser Zeilen hielt es für richtig, diese Vorgeschichte kurz schriftlich niederzulegen und dem Stadtarchiv zu übergeben, da nach hundert Jahren niemand mehr wissen wird, wie die Mammutbäume nach Bad Sachsa gelangt sind, ebensowenig, wie man heute weiß, wer die Maulbeerbäume nach Bad Sachsa gebracht hat, von denen einer der letzten und fruchtbarsten (vielleicht war es überhaupt der letzte) vor zwei Jahren der Axt zum Opfer gefallen ist.
(Dr. Hugo Berger)“
Den hieraus erwachsenen Auftrag erfüllen wir gern!
By the way: wo stand der letzte Maulbeerbaum in Bad Sachsa?
Gibt es hier noch einen?
Die Mammutbäume (Sequoioideae) sind eine Unterfamilie der Pflanzenfamilie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Diese Unterfamilie umfasst rezent nur drei monotypische Gattungen, das heißt, sie bestehen je aus einer lebenden Art. Fossil sind allerdings zahlreiche weitere Arten überliefert.
Weitere Mammutbäume
in Bad Sachsa
[alle Fotos mit ausschließlich Aufnahmedatum:
Ralph Boehm]
1. Foto
3. Frühjahr
4. Herbst
5. Stamm
2. Name + Adresse + Lage
3. Sommer
5. Winter
6. Nadel
Am Kurpark [Vitalpark/seit 1888 Kurpark]

„Herr Stadtgärtner Müller hatte bereits vor Jahren einige meiner Mammutbäumchen im Kurpark ausgepflanzt, die sehr gut wuchsen; und einer ist aus der Zweigspitze eines anderen gezogen“.











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12.07.2022
Ralf Engel
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WOHL SCHEIN-AKAZIE
19.05.2023
Ralf Engel
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Bismarckstraße

U1: Urweltmammutbaum
Metasequoia glyptostroboides
Am Rande der Schmelzteichwiese auf dem Wege vom Schmelzteich in Richtung Westertal
Links: 01.01.2021
Foto Frühjahr
Foto Sommer



Brandstraße

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Brandstraße 34
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Drosselweg

R1: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Drosselweg 1 [Pfaffenberg]

Erbhaistraße

Erlenweg

R2: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Erlenweg 2/Kastanienweg 1 [Pfaffenberg]


R3: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Erlenweg 2 [Pfaffenberg]
Links: 13.03.2022

R4: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Erlenweg 2 [Pfaffenberg]
Links: 13.03.2022
Hindenburgstraße
„Der Mammutbaum wurde in den 1960er Jahren von meinem Vater geflanzt [Kaufmann und Dekorateur Fritz Bayer, 1916-1973],
war selber dabei“, sagt Detlef Bayer in 2025.

R5: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Hindenburgstraße 11
links: 30.08.2025


Rechts der Mitte: Poststr. 7



Das linke Foto zeigt den Bestand unmittelbar vor dem Entfernen der den Mammutbaum bedrängenden Gehölze
[13.07.2024]

Kastanienweg

R2: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Erlenweg 2/Kastanienweg 1 [Pfaffenberg]


R6+R7: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Kastanienweg 9

Katzental

R?: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Katzental
BSN 7./8.08.1971
Steht
dieser
Baum
noch?
„Etwas im Harzbereich Einmaliges wird in einem besonderen Beet gehütet: Schößlinge des kalifornischen Mammutbaums (Sequoia gigantea). Dr. Berger [Anm.: fälschlich als „Dr. Becker“], hier im Ruhestande lebend und als besonders fachkundig bekannt, brachte den Samen von einer Reise mit. Der Vaterbaum steht im Nationalpark zwischen San Franzisco und Los Angeles, wird General Sherman genannt und gilt mit einer Höhe von 83 m, einem Durchmesser von 11 m und einem Umfang von 31 m in den USA als Naturdenkmal…

…Ein „schon“ neun-jähriger Ururenkel dieses Riesen steht, von Stadtrevierförster Wiehr wie sein Augapfel behütet, bereits im freien Walde, und zwar ganz nahe dem Heimkehrerdenkstein im Katzentale. Nach 4000 Jahren – so alt schätzt man den Urahnen – wird es lohnend sein, ihn einmal zu besuchen!“
Magdeburger Straße

R8: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Magdeburger Straße 3
2 Fotos: 22.03.2022
Stadtgärtner Jürgen Raber hat diesen Mammutbaum in seinem eigenen Garten gepflantzt.
Darüberhinaus hat er diverse Bäume für die Stadt gepflanzt – natürlich gehörten dazu auch diverse Mammutbäume
[u.a. im Stadtpark]




…und das ist daraus geworden!
Mosebergstraße

U2: Urweltmammutbaum
Metasequoia glyptostroboides
Mosebergstraße 33
Links: 18.11.2021
[Foto: H.M. Meißner]
Pfaffenberg


R9+R10: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 6




13.03.2022
R11: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 33


Frau Ingrid Nicoloff, Tochter des Dr. Hugo Berger im eigenen Garten mit einem „Kind des General Sherman“ und einem „Enkelkind“.
04.03.2022 [5 Fotos]






R11+R12: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 33
Mittig: R11
Vorn rechts kümmert R12
13.03.2022


R13+R14: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 35
Stehend unter dem „Sohn des General Sherman“ in Sichtweite
04.03.2022

R15: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 37
04.03.2022

Jeweils ein Mammutbaum. 13.03.2022

R16: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 42 [?]
22.03.2022


R17 [?]: Riesenmammutbaum [?]
Sequoiadendron giganteum
Pfaffenberg 43 [?]
22.03.2022
„… von Ernst Schmidt, Pfaffenberg 43. Die Sequoia von Schmidt trägt 1974 an der Spitze die ersten Zapfen. Weitere gut entwickelte stehen im Kurpark…“
Poststraße

R18: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Poststraße 7

Unten: 21.03.2026
[Foto: Ralf Engel Facebook]




Richard Breslau-Straße
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Richard Breslau-Straße 8
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Schulstraße [Stadtpark]

Dieser Baum ist kein Mammutbaum!
Die Nutka-Scheinzypresse
(auch bekannt als
Xanthocyparis nootkatensis oder Cupressus nootkatensis)
ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae), der an der nordamerikanischen Pazifikküste heimisch ist. Sie zeichnet sich durch charakteristisch herabhängende Zweige, schuppenförmige Nadeln und eine faserige Rinde aus.




04.03.2022 [3 Fotos]

Dieser Baum ist kein Mammutbaum!
Die Gelb-Kiefer (Pinus ponderosa) ist eine im westlichen Nordamerika heimische Konifere aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie zählt zu den forstlich bedeutendsten Baumarten Nordamerikas und zeichnet sich durch lange Nadeln, oft zu dritt stehend, sowie eine markant gefurchte, im Alter orange- bis zimtbraune Schuppenborke aus.



04.03.2022 [4 Fotos]


Links: 05.12.2023


U3: Urweltmammutbaum
Metasequoia glyptostroboides
Schulstraße / Bismarckstraße 1
[Ausblick aus dem Sitzungsaal des Rathauses]
Links: 14.09.2025

Hinten: Riesenmammutbaum






Rechts: 25.04.2026 [Foto: Tom Fox]
R19: Riesenmammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Poststraße 7



BSN 29.04.1998
Bürgermeisterin Helene Hofmann und Manfred Stoßberg vom Kur- und Verkehrsverein planzen den von Jürgen Raber [mitte] gespendeten Mammutbaum.
Steht dieser Baum noch ????????????
Steinaer Straße

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Richard Breslau-Straße 8
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Talstraße/Wiesenstraße

U4: Urweltmammutbaum
Metasequoia glyptostroboides
Auf der Grünfläche zwischen Tal- und Wiesenstraße gelegen
[Nähe Talstraße 6/7]
November 2024
Tonburgstraße
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Tonburgstraße 2
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Waldpromenade [Steina]

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Waldstraße
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Waldstraße

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Waldstraße
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Sebi Sebastian 06.02.2019 Facebook,
Wiesenstraße

U5: Urweltmammutbaum
Metasequoia glyptostroboides
Wiesenstraße 5
[Ecke Brandstraße]
24.06.2018

In der Badischen Zeitung schrieb Jens-Uwe Voss am 10.12.2011 folgenden Artikel:
„Späte Grüße aus der Urzeit -Bis 1941 war der Urwelt-Mammutbaum nur durch Fossilienfunde bekannt.
…Heute geht es um ein weiteres „lebendes Fossil“: den Urwelt-Mammutbaum oder das Chinesische Rotholz. …Der Urwelt-Mammutbaum … war der Welt völlig unbekannt – bis 1941. In diesem Jahr geht – unbeirrt vom Krieg, der in Ostasien tobt – der japanische Paläobotaniker Shigero Miki seinen Forschungen nach und untersucht fossile Pflanzenreste in alten Tonmineralien. Einige Fossilien, so stellt er fest, ähneln Blättern und Zapfen des bekannten Mammutbaums (Sequoia). Doch er findet auch charakteristische Unterschiede, so dass er sicher ist, die Überreste einer bis dahin vollkommen unbekannten und seit mindestens fünf Millionen Jahren ausgestorbenen Baumart vor sich zu haben. Er nennt den Baum, wegen der Ähnlichkeit mit Mammutbäumen, Metasequoia.“
Nahe des Rathauses steht ein solches Exemplar des „Metasequoia glyptostroboides“ mit seinen kleinen, mehrfach gefiederten Blättern (keine Nadeln)
(Text vergleiche: Hans-Jürgen Liebau 01.04.2019)
Auch Sie haben Spaß an Mammutbäumen?
Dann werden Sie Mitglied im „Projekt Mammutbaum e.V.“ http://www.projekt-mammutbaum.de/
Dort haben wir diese Fotos und Beschreibungen entliehen (25.01.2022)




Berg- oder Riesenmammutbaum
(Sequoiadendron giganteum)
Offiziell entdeckt wurde diese Art im Jahre 1852 von A.T. Dowd in der Sierra Nevada (USA). 1853 schickten William Lobb und J. Matthew größere Samenmengen nach Europa.
Der Bergmammutbaum ist nicht zuletzt durch die rigorose Abholzung eine stark bedrohte Art.
Es ist vor allem John Muir, dem „Vater der Nationalparks“ zu verdanken, dass am Ende des 19. Jahrhunderts langsam ein Umdenkungsprozess in Gang gesetzt wurde. Die derzeitigen wilden Bestände stehen unter Natur- und Artenschutz.
In Europa findet man ältere Exemplare vor allem in Parkanlagen. Es wurden und werden ebenfalls forstwirtschaftliche Anpflanzungen durchgeführt. Hervorzuheben sind die ca. 140 Bäume im Exotenwald Weinheim, gepflanzt 1872. Der größte Bestand dürfte (soweit bekannt) im Arboretum Burgholz, Wuppertal zu finden sein.
Der Bergmammutbaum benötigt viel Licht und Wasser, um beeindruckende Ausmaße zu erreichen. Geschwächte Bäume können vor allem vom Hallimasch weiter geschädigt werden (besonders gefährdet sind zu eng gesetzte Waldbestände).
Eine Naturverjüngung (Verbreitung durch Samen am Standort) ist nach derzeitigem Wissensstand in Europa auszuschließen, obwohl sehr vereinzelt Fälle auftreten.

Küstenmammutbaum oder Redwood
(Sequoia sempervirens)
Sequoia war die einzige Mammutbaum-Art, die im Tertiär auch in Mitteleuropa wuchs. Am Naturstandort – an der Pazifikküste Kaliforniens – wurde der Baum bereits im 18. Jahrhundert von europäischen Seefahrern entdeckt. Ab 1840 gelangte offiziell das erste Saatgut…
…nach Europa. Wegen der außergewöhnlichen Holzqualität spielt der Redwood immer noch eine wichtige Rolle in der amerikanischen Forstwirtschaft. Um der völligen Ausrottung entgegenzuwirken, wurden Nationalparks und Fördervereine gegründet.
Auf den britischen Inseln, in Norditalien und in Spanien wachsen die ältesten und größten Exemplare Europas. In Neuseeland werden bei 100jährigen Exemplaren bereits 60 Meter Wuchshöhe erreicht. In Deutschland sind aufgrund der relativ geringen Frosthärte nur noch wenige Altbäume erhalten geblieben (Insel Mainau, Exotenwald Weinheim, Gleisweiler).
Leider ist noch nicht allgemein bekannt, dass es bereits frosthärtere Sorten gibt, die sich auch gut für den forstlichen Anbau in gemäßigten Klimazonen eignen. Seit den Selektionsversuchen des Ehepaares Martin in den 50er-Jahren wachsen auch in Deutschland beeindruckende Exemplare heran. Die größten Bestände findet man im Arboretum Burgholz (Wuppertal), Exotenwald Weinheim, Freiburg-Günterstal.
Naturverjüngung tritt in wenigen Einzelfällen auf, grundsätzlich neigt die Art jedoch zur Regeneration über Stockausschlag. Sequoia ist leicht über Stecklinge zu vermehren.

Urweltmammutbaum oder Chinesisches Rotholz
(Metasequoia glyptostroboides)
Die Entdeckung lebender Metasequoia-Exemplare war eine botanische Sensation, diese Art war bis in die 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts nur als Fossil ein Begriff.
Über mögliches Alter und Größe der Bäume am Originalstandort ist noch nicht viel bekannt.
Solitärbäume in Städten sollen 400 Jahre erreicht haben. Die nach umfangreichen Abholzungen verbliebenen Restpopulationen befinden sich in Ost-Sichuan, West-Hubei sowie Hunan in China. Metasequoia wächst am Naturstandort in feuchten, schattigen Gebirgslagen bis 1350 Meter Höhe.
Um 1950 wurde diese Art auch in Europa gepflanzt. Heute ist der Urweltmammutbaum ein beliebter Großbaum und relativ häufig in Parks und Gärten zu finden. Besonders eindrucksvoll und sehenswert ist die Metasequoia-Allee auf der Insel Mainau.
Der Urweltmammutbaum ist die anspruchsloseste und frosthärteste der 3 Arten. Gute Wässerung und ausreichend Platz sind jedoch empfehlenswert, wenn man schnelles Wachstum bei schöner Erscheinungsform erzielen möchte.
Vor allem im Nordwesten Deutschlands wird Metasequoia auch als Waldbaum eingesetzt. Es ist allerdings zu beobachten, dass der Zuwachs (Stammstärke) nicht mit Berg- und Küstenmammutbaum mithalten kann. Größte Bestände im Arboretum Burgholz (Wuppertal), Stadtwald Duisburg.
Über Naturverjüngung wird selten berichtet, in der Regel kommt es bisher nicht dazu.
Andere schreiben über ihn:
Ein Lebensbild besonderer Art
Im Verein für Heimatgeschichte: Gedenken an Dr. Hugo Berger
… Dr. Hugo Berger hat seinen Lebensabend in Bad Sachsa vollbracht.
„Wenige Zeitzeugen wissen, welche Verdienste sich Dr. Berger bei der leiblichen Versorgung der Bürger des Deutschen Reiches erworben hat. Wenn so etwas gelingt, geschieht es meistens in der Stille. Stille, aber erfolgreiche Arbeit auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Arbeits- und Betriebsgestaltung hat Dr. Berger, auch als Ministerialdirigent des Preußischen Staates geleistet, nach dem letzten Kriege stand er im Dienst des Landes Niedersachsen.
Das Leben Dr. Bergers verlief, zunächst wie das anderer Studenten des Jahrgangs 1894. Zum Offizier im ersten Weltkriege bei der Feldartillerie avanciert, studierte Dr. Berger die Betriebswissenschaften und schloß seine Forschungsarbeit mit einer Dissertation ab, die das Prädikat „summa cum laude“ bekam. Der Tod des Vaters veranlaßte den jungen Gelehrten damals, das väterliche Gut zu übernehmen. Als im 2. Weltkrieg die deutschen Waffen den Kampf nach Ost und West weit über die Grenzen hinaustrugen, wurde Dr. Berger zu einem gigantischen Friedenswerk berufen; als einer der Geschäftsführer bemühte er sich an der Spitze der Millionen-Organisation „Reichsland“ mit großem Erfolg um die Lebensmittelversorgung in Mitteleuropa. Um jungen Leuten nach dem zweiten Weltkrieg Neuland zu erschließen, aber reale Tatsachen zu schildern, bereiste Dr. Berger Kanada und schrieb darüber ein weit beachtetes Sachbuch. Auch andere gut fundierte Schriften über Landwirtschaftsfragen und Betriebsführung kamen von ihm heraus und wurden vorgelegt. Über verlorene, aber unvergessene Heimat schrieb Dr. Berger mit Herzblut.
Die Würdigung Dr. Bergers hat Rektor O. Hoffmann (Bad Sachsa) aufgezeichnet; er war aber leider verhindert, sie selbst zu lesen, was W. Köbrich für ihn übernahm. Rektor Hoffmann hob besonders hervor, daß die Erfolge nur denkbar waren, wenn zum reinen Fachverstand auch „die unabdingbare, menschlich integere Führung kam“, denn Dr. Berger war sowohl im Kaiser-Reich, als auch in der Weimarer Republik, im 3. Reich und im Nachkriegsdeutschland an führender Stelle tätig. Der Verein für Heimatgeschichte hatte die Ehre, an diesem Abend Frau Berger als Gast begrüßen zu können. Herrn Hoffmann sei auch an dieser Stelle der Dank für die mit Liebe verfaßte Würdigung Dr. Bergers ausgesprochen.“
[Harz Kurier, 23.09.1976]
Auf diesen Erfahrungen aufbauend folgt im April 2022 der erste Großversuch durch die Sachsaer Stadtforst mit der Anpflanzung von u.a. wohl 400 Mammutbäumen (sic!)
„Bürger pflanzen Mammutbäume für Bad Sachsas neuen Stadtwald“
„Dank tüchtiger osteuropäischer Pflanzer konnten in diesem Frühjahr bereits
54.000 neue Bäume, darunter 40.000 Nadelbäume gesetzt werden.„
Aber nicht nur das:
Bei der zweiten großen Bürgerpflanzaktion wurden durch knapp 60 Einwohnerinnen und Einwohner unter Anleitung von Stadtförster Ulrich Bosse und dessen Team noch viele weitere Bäume gepflanzt.


Links: HK 08.04.2022
„Eine der verschiedenen Arbeitsgruppen von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bei einer kurzen Pause.„

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben wir die neuen Sprösslinge von Hand mit Wasser aus Gülletransportanhängern und Gießkannen gewässert:
1) anfeuchten, 2) kräftiger einnässen, 3) kräftig nässen.
[06.07.2022, Fotos: R. Boehm]
