Marktstraße 64
Ab 1907 bestand der Plan in der Stadt ein Krankenhaus zu errichten [Beginn der Akte im StABS 1.38.10 Krankenhausbau]. 1909 wollte man dies zusammen mit dem Vaterländischen Frauen-Verein durchführen in der Schulstraße 9:
„Wir beabsichtigen nunmehr eine Diakonissenstation mit einigen Kranken-zimmern einzurichten. Zu diesem Grunde gedenken wir ein kleines Haus mit Schwesternwohung und einigen Krankenzimmern zu erbauen. Die Mittel zu diesem Bau wollen wir aus dem Verkauf des alten Schulgebäudes in der Schulstraße [9], in dem sich die bisherigen unzureichenden Krankenzimmer befanden und das zu keinem Zweck mehr zu verwerten ist, unter Hinzunahme des angesammelten Diakonissenfonds aufzubringen.
Den Verkauf des alten Schulgebäudes haben wir bereits öffentlich ausgeschrieben und werden wir zur gegebenen Zeit die Genehmigung zum Verkauf desselben besonders erbitten.“ Kurz darauf, in 1914, wird auf den Verkauf des Gebäudes an den Buchhändler Kälz zu einem Preise von 12.000 M hingewiesen. Es werden 2 Gemeindeschwestern in Mietwohnungen eingestellt. Nach dem Kriege wird die Wohnung der 2. Gemeindeschwester als Krankenzimmer eingerichtet.
Ab spätestens 1919 wurde die Diakonissenstation, welche mit einer Kranken-schwester besetzt war, in den angemieteten Räumen in dem Hause Marktstraße 64 untergebracht. Daselbst ist auch ein Zimmer angemietet, welches als Krankenzimmer eingerichtet ist.
1919 besucht die hiesige Gesundheitskommission im Beisein des Kreisarztes dieses Krankenzimmer, letzterer bezeichnet es als ungeignet.
Leider schließt hier die Akte StABS 1.38.10