Marktstraße

Siehe auch: Eulingsgasse
Siehe auch: Ratskellergasse
Siehe auch: Reinhardtgasse

Marktstraße 3..

Marktstraße 4..

Marktstraße 10 + 11..

Marktstraße 14..

Marktstraße 15..

Marktstraße 16..

Marktstraße 22..

Marktstraße 27..

Marktstraße 29..

Marktstraße 30..

Marktstraße 31..

Marktstraße 32..

Marktstraße 32 f (Brunnen, Bücherzelle, Tankstelle, WC).

Marktstraße 37.

Marktstraße 41.

Marktstraße 42.

Marktstraße 46.

Marktstraße 49

Marktstraße 52.

Marktstraße 53 f.

Marktstraße 54.

Marktstraße 56.

Marktstraße 57..

Marktstraße 58.

Marktstraße 59..

Marktstraße 60..

Marktstraße 64

Marktstraße 66.

Marktstraße 67.

Marktstraße 68.


Über die Marktstraße:

Ab hier Text und Bild zur Straße an sich.

(ca. 1876, Quelle unbekannt)
oben: 25. Februar 1880. Beschluß (BSN, 05.07.1934).
„In meiner Jugendzeit waren es große Bäume. Im Frühling war es eine Blütenpracht. Im Herbst sammelten wir Jungen die Kastanien und brachten sie zu Förster Dörre“
heißt es in den „Erinnerungen eines alten Sachsaers“ von Kurt Fulst (2000).

unten: Die Marktstrasse um 1890/1895, (CDV, Kerstin + Dieter Lauenstein)

„In früheren Zeiten fand der Markt in Bad Sachsa in der Marktstraße statt“, so schreibt es Karl Fulst 2000 in seinen „Erinnerungen eines alten Sachsaers„, 3 mal im Jahr. Der Zentralpunkt war vor der Stadtapotheke. Die vielen Verkaufsbuden standen auf beiden Seiten der Strasse. Für Kinder war natürlich auch etwas zum Naschen dabei. Wir bekamen von unseren Eltern mal 20 Pfennige, dann waren wir glücklich.
Vor der Apotheke bis zur Ecke Gasse zur Schachtbergstraße, war Stroh ausgebreitet. Für das Bunzlauer Geschirr, ew waren wunderschöne Steintopfwaren, bunt bemalt. Diese waren sehr beliebt.
Fritze Witter war auch dabei mit seinem Wurstladen vor dem Bauch und verkaufte Zieschen. Das waren kleine Würstchen, ungefähr 5-6 cm lang. Die kleinen kosteten 5 Pfennig und die großen 10 Pfennig. Wir Butges waren seine besten Kunden.

Ein anderer Wortlaut:
Naber [Anm: „Nachbar“] Weddige mit seinem Zieschenkasten muß die ganze Woche hasten, geht die ganze Strasse auf und ab, und keiner kauft ihm die Zieschen ab.
Für uns Jungens war es immer ein Vergnügen, die Budenreihe abzulaufen.
Fitze Witter war auch ein Original. Er fuhr mit der Karre durch die Stadt und rief aus:
„Heiße Fritze Witter: sammele altes Eisen, Lumpen und Papier. Wohne Schachtbergstraße 4.“

Auf der Stadtverordneten-Sitzung im Oktober 1907 wurden folgende Kosten bewilligt: „5. … c) für Neudeckung der Schul= und Marktstraße und der Verbindungsstraße von der Marktstraße nach der Tettenbornerstraße“
(BSN, 12.10.1907)

(BSN, 23.08.1919)

Zum Todestag von Horst Wessel wurde die Marktstrasse
durch die Nazis am 23.07.1937 bis zum Kriegsende 1945
in „Stasse der S.A.“ umbenannt.

„Gegenüber [von der Marktstr. 68] der Fleischerladen von Karl Wiedemann, hinten zur Gaße der große Eiskeller. Im Winter wurde auf dem Pferdeteich Eis geschnitten und der Eiskeller vollgeschichtet.
Bauer Richard Schaft hatte sein Grundstück vor Bontche Camin. Eine große Einfahrt von der Marktstraße mit Scheunentor. Der Ratskeller ca. 1891 erbaut, wurde durch einen Brand nach dem zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, wurde abgerißen. Die Faßade hätte stehen bleiben müssen, dahinter hätte was Neues entstehen können.“
(Kurt Fulst, 2000)