Der Nixsee und seine Umgebung bei Nüxei

Ausführliche Informationen finden Sie zu den für unsere Karstlandschaft so bedeutenden einmaligen Naturerscheinungen auf der Hompage des
Fördervereins Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg e.V.

https://www.karstwanderweg.de/


Hier ein kleiner Appetithappen von der wunderbaren Homepage des

Der Nussteich 1980: Die Überschwemmung des Nixseebeckens bis zur Fahrbahnkante der B 243 durch Rückstau an der Schwinde bedeutet einen Anstieg des Wasserstandes um etwa 9 Meter! Die Gelbe Sitzbank stand auf dem 1972 angelegten und Anfang der 90er Jahre aus Naturschutzgründen wieder abgetragenen Damm eines unmittelbar nördlich angrenzenden Fischteiches,…

…mit dem der Fitzmühlenbach aufgestaut war. Das Bild zeigt, wie hoch hier das Wasser stand, in dem es auch diesen Damm überflutet hat.



Ab hier folgen einige private Ergänzungen:

Mitt. Arbeitsgem. Karstkde. Harz | 41 (1+2) | 36 – 45 | Goslar 2020Fritz Reinboth

Ein dunkles Kapitel des Naturschutzes im Altkreis Osterode:
das Trogsteingebiet und seine Zerstörung

Für die Höhlenforschung im Westharz nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Wanderung zum Römerstein und die erste Begegnung mit einer naturbelassenen Höhle zu Pfingsten 1948 für mich das auslösende Ereignis. Das geheimnisvolle Rauschen des in der Großen Trogsteinhöhle verschwindenden Bachs und die kühle Höhlenluft weckten ungeahnte Lust, dort einzufahren. Es dauerte freilich noch einige Monate, bis die nötige Ausrüstung bereitstand und die erste höhlenkundlich begründete Befahrung der Höhle seit den Pioniertaten der 1930er Jahre durch Fritz Strötker, August Lieder und Walter Schäfer stattfand, freilich zunächst nur bis zur Sandkammer. Erst später wurde auch die Fortsetzung bis zur Schotterhalle bezwungen, mehrfach als Alleingang des Verfassers, dessen Gefährten in der Sandkammer auf ihn warteten. Die folgende Enge „Böse VII” blieb allerdings bis heute unbezwungen.

Trotz des Warnschusses der Freigabe der Sachsensteinhöhle zum Abbau durch die Firma „Gipswerk Sachsenstein” in Neuhof mit der hier erstmals vorgebrachten Begründung „Erhalt von Arbeitsplätzen” wurde die Gefahr einer immer hemmungsloseren Landschaftszerstörung durch die Gipsindustrie zunächst völlig unterschätzt. Als der Schutz der Sachsensteinhöhle aufgehoben wurde, fielen schon die ersten Sprengschüsse durch die gleiche Firma im Trogsteingebiet an der sog. Steinaer Ecke.

Dr. Friedrich Stolberg, der Erforscher der Sachsensteinhöhle, nahm deren bevorstehende Zerstörung zum Anlass, einen Schutzantrag für das ungleich bedeutendere Trogsteingebiet zu stellen. Er ahnte nicht, dass längst Abbauverträge zwischen den Gipswerken H. & E. Börgardts/Kutzhütte und dem Gipswerk Sachsenstein mit den Gemeinden Tettenborn bzw. Steina unter Dach und Fach waren, ohne dass irgendeine Naturschutzbehörde das zur Kenntnis genommen hätte. So blieb der Ortstermin in der „Grünen Tanne” im Tettenborner Ortsteil Kolonie am 28. Oktober 1953 eine für den damaligen Landkreis Osterode entlarvende Farce.

Der Antrag Stolbergs blieb unbearbeitet, freilich ohne dass er das ahnte. Die Firma Börgardts konnte ohne jede Auflage den Großen Trogstein einfach als Abraumdeponie benutzen, was ohne Probleme hätte unterbunden werden können.

1997 fand Firouz Vladi den unbearbeiteten Antrag in Altakten der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Osterode am Harz. Er hätte wahrscheinlich sogar an die Bezirksregierung weitergeleitet werden müssen1. Wir lassen nun den Wortlaut von Stolbergs Antrag folgen.


Dr.-Ing. Friedrich Stolberg | den 15.12.1952, Goslar, Rosentorstraße 28 a

Zur weiteren Info bitte auf die wunderbaren Seiten des Karstwanderweges schauen unter:
1) Mitt. Arbeitsgem. Karstkde. Harz | 41 (1+2) | 36 – 45 | Goslar 2020 Fritz Reinboth.
Dort u.a. weitere Zitate.
(https://www.karstwanderweg.de/publika/argekaha/1+2_20/36-45/index.htm)

2) „Jahresheft des Verb. dt. Höhlen- u. Karstforsch. | 9 | 73 – 82 | München 1969,
Das Nixseebecken, ein Polje im Gipskarst des westlichen Harzvorlandes 
Von Kuno Priesnitz“. (https://karstwanderweg.de/publika/vdhk/9/73-82/index.htm)


Das Wasser der Fitzmühle ließt in den Nußteich-Nixensee.
Er mündet nicht in den Weißensee
[BSN 19./20.06.1971]

KARSTWANDERWEG

GROSSER TROGSTEIN

[16.09.2012,
Foto: Horst Möller]





Noch 1980 wird versucht, die Pfaffenholz-Schwinde und die Trogsteinhöhle unter Naturschutz zu stellen.
[HK 28.04.1980]

Auf Facebook habe ich [Ralph Boehm] in meinem Namen folgenden Post am 21.01.2024 eingestellt [in der Gruppe“Aktuelles Stadtgeschehen“]:

Die Natur kämpft und kämpft und… Der Nixsee bei Nüxei [Foto Ralph Boehm 7.1.2024].
Anbei eine Karte zum Erhalt des Trogsteines und seiner Umgebung.Von 1952 !!! [vgl. weiter oben]
Mehr dazu auf „Ein dunkles Kapitel des Naturschutzes im Altkreis Osterode“, dokumentiert auf der wunderbaren Seite des KarstWanderWeges (by Detlef Tront)


KARSTWANDERWEG

SPRINGWIESE

[16.09.2012,
Foto: Horst Möller]