Ochsenplan

  • 1) Bad Sachsa Kernstadt: Ochsenplan: Nördlich der Bahnlinie/östlich der Bahnhofstraße
  • 2) Bad Sachsa Tettenborn-Kolonie: Nördlich der Bahnlinie/Südöstlich des „Fürlandsberg“

Laut Wikipedia gibt es zwei Deutungen für einen solchen Plan:
Der Anger oder Dorfplatz (slawischer Ursprung): Im mittel- und ostdeutschen Raum geht die Bezeichnung häufig auf das slawische Wort plan zurück. Es beschreibt einen Anger – also einen zentralen, gemeinschaftlich genutzten Dorfplatz oder eine Dorfwiese, die oft als Weide für das Vieh diente.
Eine ebene, flache Fläche (lateinischer Ursprung): In vielen Regionen leitet sich der Name vom lateinischen Wort planum (bzw. dem alt- und mittelhochdeutschen plân) ab, was schlicht „Ebene“ oder „flaches Land“ bedeutet. Es kennzeichnete in einer ansonsten hügeligen oder unwegsamen Landschaft ein auffallend flaches, freies und meist baumloses Stück Feld oder Wiese.

Neben den beiden folgenden Bezeichnungen zum „Ochsenplan“ gab es im Bad Sachsa der Jahrhundertwende von 1800 auf 1900 den „Groschenplan“ [der heutigen „Poststraße“]

Gerade die erste Deutung bei Wikipedia trift für den „Groschenplan“ in Gänze zu!

1) Der Ochsenplan in der Kernstadt Bad Sachsa

1897 (rotes Oval): „Ochsenplan“ [Brauerei der Familie Kellner]
2026 [rotes Rechteck: „Ochsenplan“ [TerraWeb Geoportal LK Göttingen]

In der Stadtverordneten=Sitzung wird dem Antrag der Gebr. Kellner um käufliche Ueberlassung des sog. Ochsenplanes behufs Anlage einer Bierbrauerei zugestimmt, zum Kaufpreis von 750 Mk. pro Morgen. [ZfdH 30.10.1897]

Schuttabladeplatz. Das Abladen von Schutt auf dem Schuttabladeplatz am Ochsenplan ist mit dem heutigen Tage bei Strafe verboten.

Bad Sachsa,
den 18. Sept. 1929
Polizeiverwaltung.

Als neuer Schuttabladeplatz wird der frühere Dreger`sche Steinbruch am Glaseberg freigegeben. Zufahrtsstraße der Privatweg, welcher von Hinter den Gärten zum Schuttabladeplatz führt.

2) Der Ochsenplan bei Tettenborn-Kolonie

Der Flurname „Ochsenplan“ wird bei GEOPORTAL angezeigt nördlich der Bahnlinie Northeim – Nordhausen zwischen „In der Birke“ und den „Kammern“

[TerraWeb Landkreis Göttingen; 23.09.2026]
In der Preussischen Landesaufnahme von 1870/1878 wird derselbe Bereich als
„Tettenborner Schafwäsche“ bezeichnet.
[TerraWeb Landkreis Göttingen; 23.09.2026]