Otto Kaiser-Weg 1

oben: Otto Kaiser-Weg 1 + 2 + 3 + 4
rechts: Otto Kaiser-Weg 1
[AK: Slg. R. Boehm]
  • 1903/1904: Neubau der Villa [Zeichnung nicht vorhanden im Bauamt/StABS]
  • 1905: Max von Tenspolde, Dipl.-Ingenieur, Bad Sachsa, Harz, wird Mitglied im
    „Verein deutscher Eisenhüttenleute“ [„STAHL UND EISEN“ Nr. 4, S. 256, 1905]
  • 1906: Pfaffenberg 15: Bau einer Veranda
  • 1911: Pfaffenberg 15: Neubau eines Zaunes.
    1911: Anlage einer Speisekammer und Unterkellerung der Küche
  • 1919: Pfaffenberg 15: Erlaubnis zum Bau eines Stallhäuschen für
    Frau von Tenspolde
  • 1925: Pfaffenberg 15: Anbau eines Zimmers auf dem Veranda-Anbau für
    Frl. Elly von Tenspolde
  • 1935/1936: Glaseberg 15: von Tenspolde, Erholungsheim. 202

Anno 1904
Wechselne Pfade / alles ist Gnade
Schatten und Licht / fürchte dich nicht

Spruch über der Eingangstür [25.05.2022, Foto: R. Boehm]

Mit dieser Villa beginnt der Otto Kaiser-Weg mit Namen und zu Ehren des Baumeisters (1870-1934), dem wir ursprünglich gleich vier prächtige Bauten in Reih und Glied aus seiner Hand auf dem Glaseberg verdanken. Auch wenn sich bei diesen Anwesen der Charme vielleicht erst auf den zweiten Blick erschließen mag, die Prachtseiten befinden sich auf der nicht einzusehenden Gartenseite mit Fernsicht zum Kyffhäuser, müssen wir auch hier die typischen Baumerkmale wie Turm und Wintergarten nicht missen.

01.01.1904: Diese Zeichnung, angefertigt von Otto Kaiser für den „Neubau“ der zukünftigen Villa im Otto Kaiser-Weg 4, belegt, dass die „Villa“ für Frl. von Tenspolde [zumindest gedacht] bereits zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt war; auch beschreibt sie die umliegende Situation.



Mehr Informationen dieser Art
finden Sie in folgendem Ordner

Bauakte

1914 [AK: Slg. R. Boehm]

Käufer der 1903/1904 vollendeten Villa war Forstmeister von Tenspolde; bis heute ist sie im Besitz der aus dem Westfälischen stammenden und dort 1777 in den Adelsstand erhobenen Familie. Bereits 1905 wird hier der Dipl.-Ing. Max von Tenspolde erwähnt, der als Mitglied des „Vereins deutscher Eisenhüttenleute“ Erwähnung findet.

In den Folgejahren wird auch dieses Haus als Erholungs­heim für umweltgeplagte Großstädter genutzt, die hier an der heilklimatischen Luft in Bad Sachsa Kraft für ihre zukünftigen Aufgaben sammeln konnten.

Demnächst können Sie hier nachlesen, welche Gäste sich in den 1920er Jahren in diesem Haus wohlgefühlt haben und sich eigetragen haben in das

Gästebuch

  • 1935/1936: Glaseberg 15: von Tenspolde, Erholungsheim. 202 [Fernsprechbuch]
  • 1937: Otto-Kaiser-Weg 1: Erholungsheim Schwester v. Tenspolde
    [DER HARZ, 03/1937]
  • 1938: Otto-Kaiser-Weg 1: Erholungsheim v. Tenspolde, Frl. v. Tenspolde, 7 Betten [Prospekt 1938]

„Erholungsheim Schwester v. Tenspolde“ am Otto-Kaiser-Weg 1
[März 1937: DER HARZ]

  • 1978: Otto Kaiserweg 1: Friedrich von Tenspolde läßt eine Gasheizung einbauen
  • 2015/2016: Otto Kaiserweg 1: Hannfried von Tenspolde [vor Jahren bereits verstorben]; hier wohnt heute Witta von Tenspolde
  • 2020: Witta von Tenspolde feiert ihren 100. Geburtstag.
o.D. [AK: Slg. R. Boehm]
13.05.2011 mit Witta von Tenspolde im Garten sitzend im Gespräch über das Borntal
12.01.2015: Einladung zum 95. Geburtstag von Witta von Tenspolde
[Klappkarte: Slg. R. Boehm]

13.03.2022 [Foto: R. Boehm]