Ringstraße 52
- Ehedem Bahnhofsweg 15
- Ringstraße 52
In der Ringstraße 52 soll die Geschäftsstelle gewesen sein der
„Christliche Blindenmission im Orient e.V.“

Er verstarb in Isfahan am 23.04.1955.


Pastor Christoffel war bereits früher in Bad Sachsa:
„Nur wenige Jahre später besetzen Russen und Engländer Teile des Iran – und läuten das Ende von Christoffels Arbeit ein: Erst schließt das Heim in Täbris und Johanna Harms verschwindet in russischen Lagern. 1943 verhaften die Engländer Christoffel. Bis 1946 durchläuft er Gefangenen-Camps im Iran, Irak, in Ägypten und Neuengamme bei Hamburg. In Gottesdiensten und seelsorgerlichen Gesprächen
steht er seinen Mithäftlingen bei. Ein Jahr nach Kriegsende wird er entlassen und besitzt nur noch, was er am Körper trägt. „Menschlich gesehen war der absolute Nullpunkt erreicht.“ Christoffel wohnt nun bei seiner Schwester in Bad Sachsa, Niedersachsen. Auf Veranlassung der Briten darf er die Stadt nicht verlassen, dennoch hofft er, wieder im Iran arbeiten zu dürfen.“
[Auszug aus „Die Tat der Liebe ist die Predigt, die jeder versteht.“, Biographie von Ernst Jakob Christoffel, Gründer der Christoffel-Blindenmission. 2026. file:///C:/Users/User/Downloads/christoffel-biografie-2026.pdf]
„Am 5. Juni 1946 darf Christoffel endlich das Gefangenenlager verlassen. Er wohnt bei seiner Schwester in Bad Sachsa und muß sich regelmäßig bei der Polizei melden. Diese FREIHEIT belastet ihn, der nun schnell wieder Hand anlegen möchte, um das zerstörte Missionswerk neu zu bauen…“.
„Am 11 Januar 1951 endlich kann Pastor Christoffel von Bad Sachsa, seinem deutschen Wohnsitz, Abschied nehmen. Im Kreis treuer Missionsfreunde, die sich im Gemeindehaus versammelt haben, hört er manches Wort der Liebe und Anerkennung…“
[Ernst J. Christoffel. Vater der Blinden im Orient. Fritz Schmidt-König. Brunnen-Verlag Giessen und Basel, 4. Auflage 1974. S. 50 + 56