Das Salztal

„Salztal: Unterhalb des Warteberges. Salzschmugglerweg nach Steina, erwähnt 1692“ [Löhnis, S. 182]

Es existiert eine Überlieferung, dass die Salztalwiesen im Volksmund als
„salzige Wiesen“ bezeichnet wurden, da auf ihnen landwirtschaftlich wenig „ging“. Richtig ist auf jeden Fall, dass in den alten Archivalien Bad Sachsas bereits 1692 ein Salz-Schmugglerweg von Sachsa nach Steina eben an dieser Stelle erwähnt ist. Man versuchte also unterhalb der Grenzstelle [am Warteturm auf dem Warteberg] die damalige Grenzbefestigung, den Knick, in eben diesem späteren „Salztal“ zu umgehen, was offensichtlich möglich war.
Der Graben, welcher zum Knick als Grenzbefestigung gehörte, ist noch heute, ebenso wie einige Grenzsteine, zu erkennen. Es führt ein Wanderweg vom Warteberg (vom Parkplatz auf der Kuppe wenige Meter in Richtung Sachsa zum ehemaligen Hotel Warteberg) an diesem Graben entlang hinunter in das Salztal.

„Eine Besonderheit im Südharz bildet das obere Salztal in Bad Sachsa. In seinen unteren Schichten ist der Boden so salzhaltig, daß das im dortigen Gebiet auf-kommende Wasser für Trinkzwecke nicht verwendbar ist. Es enthält einen ungewöhnlich hohen Prozentsatz Kochsalz.“ [Hallbauer I, S. 416f]

 „Auch das Salz wurde besteuert. Ein Pfund Salz kostete ebenso viel Steuer wie ein Pfund Fleisch. Daher der Salzschmuggel nach Steina (Hannover) durch das „Salztal“. Kriegssteuern wurden auf andere Steuern repartiert und erhoben, Staatsanleihen von 20 Millionen, 10 Millionen und 5 Millionen Franken wurden aus-
geschrieben. “ [Löhnis, S. 127f]