Schimmelbrücke

Über die Schimmelbrücke:

Den Namen dieser Brücke verdankt sie nicht einem Käse, nicht einem Pferd.

Das „Deutsche Wörterbuch“ (1854) von
Jacob und Wilhelm Grimm
gibt eine kurze Erklärung:

„Schim: … b) mnd. schim, kleine brücke, steg.„

Ausführlicher heißt es bei Schiller-Lübben 4, S. 93. (Bremen 1978)“:
„eine kleine Brücke, worüber man nur gehen, höchstens reiten kann. Denn gemeiniglich besteht sie nur aus einem Brette.„

Und genau so ist es gemeint;

am Rande der Stadt, die geschlossene Bebauung (Haus an Haus) ging im
19. Jahrhundert in nordwestlicher Richtung in der Schulstraße bis zu den
Nummern 2 und 3, führte ein solcher Steg, eine kleine Brücke, darüber man die „Gemeine“ erreichen konnte (eine Wiese, die für die Gemeinheit, gemeint „alle“, offen zugänglich war), um seine Wäsche bleichen zu lassen, Vieh zu füttern etc..

Die „Gemeine“ war begrenzt vom Brand auf der einen Seite
[von der heutigen Bismarckstraße mit 2 Mühlen],
und dem Pfaffenberg auf der anderen Seite
[Schützenstraße mit den Hirtenhäusern]
sowie dem Schützenhaus
(dem heutigen Vitalhotel).

1892. „Lageplan“ mit dem Ansinnen, an der Ecke der heutigen Poststraße/Ecke Bismarckstraße [„Strasse nach Kuckansthal“] eine Bäckerei zu errichten. Dem Ansinnen wurde seitens der Stadt Sachsa nicht entsprochen!
Hier die lediglich als „Brücke“ bezeichnete „Schimmelbrücke“ über dem „Uffebach“. [Verkauf von Bauplätzen, StABS I.r.5]

Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich um die Schimmelbrücke herum einiges getan.

Um 1910. Schimmelbrücke mit Poststraße [AK: Slg. R. Boehm]
o.J., Schimmelbrücke mit Poststraße [AK: Slg. R. Boehm]
1930er. Hindenburgstraße, Schimmelbrücke und Stromverteiler [AK: Slg. R. Boehm]
o.J. Schimmelbrücke mit Hindenburgstraße [Foto: Slg. König/Lucas Becker]

Ende der 1970er. Bushaltestelle und Litfaßsäule ergänzen das Angebot des
„Kur-Cafes“ mit „Konditorei“ und „Eiscafé Venezia“ rund um die Schimmelbrücke.

Um 1975. Das Original-Foto hing im Sachsa-Haus in Castelnau de Médoc
[daher die Rotweinflecken!]. Vermutlich gerade aus diesem Grund wurde später die Schimmelbrücke mit dem Zusatz „Place de Castelnau“ beschildert [siehe unten!].
[Das Foto wurde von Bernd Krautz gerettet]

Verkehrsinsel auf die Schimmelbrücke

„… Auf der Schimmelbrücke soll demnächst eine VERKEHRSINSEL geschaffen werden. Sie soll die schadhafte Stelle vor weiterer Belastung schützen, die sich ausgerechnet in der Mitte der Brücke befindet. Man stellt sich bepflanzte Betonelemente mit entsprechender Beschilderung und Fahrbahnmarkierung vor. 

Kraftfahrer sollten dann in diesem Bereich besonders vorsichtig und langsam fahren. LKW und Busse werden über die Bismarckstraße in die Hindenburgstraße und ins Kurviertel geleitet. Empfohlen wurde vom Bauausschuß, in diesem Bereich sowie an der Kirche und am Uffeplatz die Absperrgitter wegzunehmen.“
[HK 10.09.1987]

Juli 1988. Betonringe auf der Schimmelbrücke [Foto: Grete Boehm]
1997. Der Schaden der Brücke war offensichtlich dorch ärger. Deshalb wurde nun die gefährdete Mitte mit größeren hölzernen Blumenbeten „verschönt“
[Foto: Karl-Otto Wienecke]

Der Kur- und Verkehrsverein Bad Sachsa e.V. hat um 2005 circa 10 Schilder entwickelt für geschichtlich relevante Stellen in Bad Sachsa;
so auch für die „Ehemalige Schimmel-Brücke“.
[Foto: Horst Möller]

Im Rahmen der sogenannten „Stadtsanierung“ wurde mit u.a. Europäischen Fördermitteln auch die Schimmelbrücke den Erfordernissen der Statik und Schönheit angepasst.
[Foto: Bernd Krautz]

2008. Wanderausgangspunkt Schimmelbrücke [3 Fotos: Horst Möller]



25.08.2008
Kultur rund um die Uhr
[Michael Mohr zwischen Ralph und Grete Boehm. Foto: Anja Danneberg]

25.02.2009
14.11.2015. „Wir gedenken der Opfer des Anschlags in Paris“
Deutsch Französische Gesellschaft.
DFG Bad Sachsa e.V.
[2 Fotos: Saskia Liebing Facebook]
Oben:
ca. 2009 [Foto: Dr. Klaus George]

Rechts:
01.10.2009 [Foto: Anja Danneberg]

Weihnachtsbeleuchtung auf der Schimmelbrücke:

2016: [René Schröder]
[Carsten Zühlke]
[BGM Axel Hartmann]
2018:
2x H.-J. Liebau
mittig: Ralf Engel
05.02.2021.
Volle Gassi-Beutel bitte in öffentlichen Mülleimer. Angeregt durch die
„Ideen-Auffangstation“.
[Bürgermeister Daniel Quade Facebook]

Seit dem 08.07.2017
erfreut uns diese Hexe.

Fotos zur Einweihung und weitere Erinnerungsfotos finden Sie hier zur

HEXE + Hexenbank




Seit dem 16.04.2019
erfreut uns von der
Schimmelbrücke bis zum Ravensberg der

15° Entspannungspfad