Schulstraße 4
- 1700: Haus Nr. 94
- <1853: Haus Nr. 94 in der Schulstraße, Wiedemann
- >=1853: Haus 113 in der Schulstraße, Oeconom Wiedemann
- um 1890: Schulstraße 4, Oeconom Hermann Wiedemann

„Handzeichnung von einem Theile der…eingetragenen Liegenschaften der ungetrennten Hofräume, welches von der Stadtgemeinde an den Landwirth Hermann Wiedemann aufgelassen werden sollen… zum Zwecke des Antrags auf Berichtigung des Grundbuches… Nordhausen den 10ten März 1897“ (StABS I,r,5).
„Wilhelm Wiedemann, Bürger, Brauherr und Ackermann, wohnhaft im Flecken (das ist die sehr alte Bezeichnung für die spätere Marktstraße in Sachsa) über dem Rathause, ein Wittber unter 60 Jahre, hat sich den 15ten Martii mit Anna Catharina, sel. Steinhofs gebohr. Zeitzen, als Wittbe unter 45 Jahre allhier copulieren lassen. Anno 1767.
Mit der Grundstücks-Bezeichnung kann entweder das frühere Brauerei-Grundstück for dem früheren Rathause, dem jetzigen Ratskeller, oder das Grundstück Marktstr. 15 (später „Pitts Bierstuben“) gemeint sein. In beiden Grundstücken wurden früher gewerbliche Brauereien betrieben, die wahrscheinlich von der Stadt verpachtet wurden und die vor Wilhelm bereits von seinem Vater Adam (Wiedemann) pachtweise betrieben sein dürften. Deshalb erschien Adams Name nicht in der Liste der Grundstückseigentümer. Mit dem hier erworbenen Vermögen wird er dann um 1725 die Schenke in Clettenberg erworben haben, wo auch die weiteren 7 Kinder geboren wurden.
Nach Aufgabe der städtischen Pachtung übersiedelte sein Sohn Wilhelm in das Grundstück Schulstraße 3-4. Hier betrieben seine Nachfahren nur noch Landwirtschaft. Durch Einheirat der Familie Neumeyer ging das Grundstück später auf diesen Namen über.“ (Auszug aus „Familiengeschichte: Friedrich Wilhelm Wiedemann“, ohne Verfasser – wohl von Otto Löhnis – StABS IV,a,8 S. 17ff)
- 1900: Schulstraße 4: Oeconom Hermann Wiedemann
Ab jetzt ist die Adresse bis heute die Schulstraße 4
50 Jahre Firma Neumeyer – Seit drei Generationen im Familienbesitz
[BSN, 05.10.1961]


Irgendwie ist hier doch jeder mit jedem verwandt [pardon! …jede mit jeder verwandt]; dazu hier noch eine Abschrift aus unserem Stadtarchiv [StABS IV.a.8.] betreffend der „Familiengeschichte: Friedrich Wilhelm Wiedemann“:
„Wilhelm Wiedemann, Bürger, Brauherr und Ackermann, wohnhaft im Flecken (das ist die ältere Bezeichnung für die spätere Marktstrasße) über dem Rathause, ein Wittber unter 60 Jahre, hat sich den 15ten Martii mit Anna Catharina, sel. Steinhofs gebohr. Zeitzen, als Wittbe unter 45 Jahren allhier colpulieren lassen. Anno 1767. Mit der Grundstücks-Bezeichnung kann entweder das frühere Brauerei-Grundstück vor dem früheren Rathause, dem jetzigen Ratskeller, oder das Grundstück Marktstr. 15 (jetzt „Pitts Bierstuben“) gemeint sein. In beiden Grundstücken wurden früher gewerbliche Brauereien betrieben, die wahrscheinlich von der Stadt verpachtet wurden und die vor Wilhelm bereits von seinem Vater Adam (Wiedemann) pachtweise betrieben sein dürften. Deshalb erschien Adams Name nicht in der Liste der Grundstückseigentümer (Anm.: 1710, 1730, 1733).
Mit dem hier erworbenen Vermögen wird er dann um 1725 die Schenke in Clettenberg erworben haben, wo auch die weiteren 7 Kinder geboren wurden.
Nach Aufgabe der städtischen Pachtung übersiedelte sein Sohn Wilhelm in das Grundstück Schulstraße 3 – 4. Hier betrieben seine Nachfahren nur noch Landwirtschaft. Durch Einheirat der Familie Neumeyer ging das Grundstück später auf diesen Namen über.“



1911, [Foto erhalten über Margitta Wedler]
Rudolf Schäfer, Malermeister [Uffestraße 11] stellt zum 01. Januar 1928 folgende Rechnung an Herrn A. Neumeyer, Hier:


Heinrich Esser
Uhren-, Gold- und Silberwaren, Optische Artikel


Uhren-, Gold- und Silberwaren, Optische Artikel
in der Adolf-Hitler-Str. 4 um 1940…
…und in der Schulstr. 4 in 1946
[links: o.J., Thermometer: Slg. R. Boehm]
[oben: 1946, Brief: Slg. R. Boehm]

Süßwaren – Spirituosen
Hotelbedarf – Groß- und Einzelhandel“
[23.03.1962, Postkarte, Slg. R. Boehm]
„Manfred Neumeyer /Fachgeschäft für
feine Konfitüren, Kaffee, Spirituosen, Wein“ [1970, Rechung: Slg. R. Boehm]

Für „Damen= und Herren=Moden“ steht
Wilhelm Klingebiel

rechts: 29.01.1983
ganz rechts: 03.10.1987




davon rechts Döbrichs Weinstube


mit Werbung für Schuberts Hofladen in Wiedigshof
links: 2007, Leerstand
[beide Fotos: Horst Möller]


Er bleibt nur wenige Monate.
Sven Hellenrand, bisher Poststraße 1, zieht im November 2025 um mit seinem Pizza-Ecke in die Schulstraße 4.

rechts:
Neue Öffnungszeiten 23.08.2023

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Die Rückseite zur Uffestraße
oder
das Ende der alten Scheune

Folgt man der Eingangstür zu der Scheune…



…gelangt man auf den Hinterhof und trifft auf die Rückansicht der Uffestraße 4
Aus meiner Sicht war diese Scheune denkmalschutzwürdig; hier 2 Gedanken:
Der Aufbau des Dachstules ist nicht alltäglich.
Eine Transmission war an der Decke noch erhalten, welche ehedem durch den Mühlgraben, der hier langgeführt war, angetrieben werden konnte.
Zur Erinnerung vorab zwei alte Zeichnungen:
































oben:
unten: 04.12.2020. Der Mühlgraben ging genau durch diese Baulücke zwischen den Hausnummern Schulstraße 4 (ganz links) und 3.














Noch eine Notiz zum Schluß:
Irgendwie ist hier doch jeder mit jedem verwandt [pardon! …jede mit jeder verwandt]; dazu hier noch eine Abschrift aus unserem Stadtarchiv [StABS IV.a.8.] betreffend der „Familiengeschichte: Friedrich Wilhelm Wiedemann“:
„Wilhelm Wiedemann, Bürger, Brauherr und Ackermann, wohnhaft im Flecken (das ist die ältere Bezeichnung für die spätere Marktstrasße) über dem Rathause, ein Wittber unter 60 Jahre, hat sich den 15ten Martii mit Anna Catharina, sel. Steinhofs gebohr. Zeitzen, als Wittbe unter 45 Jahren allhier colpulieren lassen. Anno 1767. Mit der Grundstücks-Bezeichnung kann entweder das frühere Brauerei-Grundstück vor dem früheren Rathause, dem jetzigen Ratskeller, oder das Grundstück Marktstr. 15 (jetzt „Pitts Bierstuben“) gemeint sein. In beiden Grundstücken wurden früher gewerbliche Brauereien betrieben, die wahrscheinlich von der Stadt verpachtet wurden und die vor Wilhelm bereits von seinem Vater Adam (Wiedemann) pachtweise betrieben sein dürften. Deshalb erschien Adams Name nicht in der Liste der Grundstückseigentümer (Anm.: 1710, 1730, 1733).
Mit dem hier erworbenen Vermögen wird er dann um 1725 die Schenke in Clettenberg erworben haben, wo auch die weiteren 7 Kinder geboren wurden.
Nach Aufgabe der städtischen Pachtung übersiedelte sein Sohn Wilhelm in das Grundstück Schulstraße 3 – 4. Hier betrieben seine Nachfahren nur noch Landwirtschaft. Durch Einheirat der Familie Neumeyer ging das Grundstück später auf diesen Namen über.“