Schulstraße
Über einzelne Adressen:
Haus 111 in der Schulstraße [vor 1853: Haus 93]..
Stadtpark
Über die Schulstraße:
Ab hier Text und Bild zur Straße an sich.
Auf der Stadtverordneten-Sitzung im Oktober 1907 wurden folgende Kosten bewilligt:
„5. …b) für die Verbreiterung der Schul= und Kirchstraße und die dabei nötigen Erd- und Maurerarbeiten durch teilweise Abtragung vom Kirchplatz;
c) für Neudeckung der Schul= und Marktstraße und der Verbindungsstraße von der Marktstraße nach der Tettenbornerstraße (BSN 12.10.1907)
Bereits 1933 [!] bis zum Kriegsende 1945
wurde die Schulstrasse in „Adolf Hitler-Strasse“ umbenannt.
Die Entwicklung der
Schulstraße 1 bis 4 und Umgebung I
[1905ff, StABS I.r.9 Verkauf städt. Grundstücke etc., Anlage eines Teiches]

Zur Abrundung seines Besitzes plante Louis Deibel 1905 die Anlage eines Teiches und den Bau des Palmenhauses (irgendwohin müssen ja schließlich die kälteempfindlichen Pflanzen im Winter hin – und der eigene Gärtner hatte auch noch keine Wohnung!). Dazu kaufte er die Mühle samt Schuppen (ganz links oberhalb des blauen Bereichs), ließ diese Gebäude abreißen und stattdessen die heutige Schulstraße 2 erbauen. Der „Abfluß der Mühle“ wurde noch einige Zeit gebraucht (Strom-bzw. Wärmegewinnung durch das wiederverwendete Mühlrad am Palmenhaus) zwischen den Grundstücken des Tischlers Helmvoigt und des Oekonomen Wiedemann.
Der Abriß der damaligen Mühlgebäude kam der Stadt auch zupaß, da man nun endlich durch die Beseitigung dieser Engstelle dem sich stark ausweitenden Automobilverkehr eine genügend breite Straße bauen konnte. In der gestrigen Stadtverordneten-Sitzung wurden, so hieß es am 12.Oktober 1907 in den Bad Sachsaer Nachrichten, wurden… für die Verbreiterung und Neudeckung (sic!) der Schulstraße die Kosten bewilligt.
Schulstraße 1 bis 4 und Umgebung II
(1906, StABS XII,n,16, Skizze zu einem Schuppen für den Tischlermstr. Herrn Heinrich Helmvoigt)

Der Tischlermeister Helmvoigt wollte den Raum über der Uffe nutzen und ließ 1906 dafür die obige Zeichnung zum Bau eines Schuppens anfertigen. Ob dieser „Schuppen“ von Helmvoigt gebaut worden ist oder aber von Wiedemann, läßt sich z.Zt. noch nicht beantworten. In der Folge gab der Tischler diese Arbeitstätte, wohl wegen Platzmangels, auf und das Haus sollte einem Neubau Schulstr. 3 weichen (wann?) Heute gehört dieses Gelände über der Uffe zur Schulstraße 4. Bis zu den Abrißarbeiten in 2020 befand sich unter der Decke des Schuppens, genau über dem ehemaligen Mühlabfluß, noch eine Transmission. Ob diese dem Tischler oder dem Oekonomen gedient hat? Zur Schulstraße hin ist der ehemalige Uffegraben bis zu letzt nicht überbaut worden; lediglich eine Mauer verhindert den Blick auf den Raum zwischen den Häusern Schulstr. 3 und 4.
Schulstraße 1 bis 7
im 20. Jahrhundert
(1903, AK: Slg. G. Angermüller)




Verschwunden sind Schulstraße 1 (1906/1907).
Neu sind Palmenhaus und Park der Familie Deibel;
aufgestockt sind Schulstraße Nrn. 4 (später Neumeyer) + 6.
[1925, AK: Slg. R. Boehm 247]

Nunmehr sind aufgestockt die Häuser in der Schulstraße mit den Nrn. 4 (später Klingebiel) + 5 + 7 (später St. Nicolai-Apotheke).
Bei der Nr. 6 (später „Traube“) wurden seitlich des Giebels Dachgauben verbaut.
[1939, AK: Slg. R. Boehm 251]

[18.08.2008, Foto: R. Boehm]
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Schulstraße 8 bis 14
im 20. Jahrhundert
[um 1905, AK: Slg. R. Boehm 3593]




Die Schulstraße im Winter 1969 auf 1970, mit einfacher Weihnachtsbeleuchtung.
[06.01.1970, 2 Fotos: Slg. R. Boehm)]


