Schützenstraße 5
- 1917: Schuhmachermeister Hugo Gundlach erwirbt das Haus.
- 1930er: Die Bewohner sind Schuhmachermeister Hugo Gundlach mit Schuhgeschäft + Werkstatt sowie Martin Gundlach (Fotogeschäft) und Schneidermeister Robert Lemmer [Herbert Lemmer mdl. Juni 2022]
- 1933: Maßschneiderei Robert Lemmer, Schuhmachermeister Hugo Gundlach, Foto-Gundlach [„DER KREIS OSTERODE AM HARZ“, Buch, 1933]
- 1945 wird zusätzlich genannt Hildegard Albrecht geb. Stuller.
- 1947 u.a. Foto-Kopieranstalt Stanslowski
- 1948/1949: Kurt Biastoch eröffnet [wohl hier] nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft einen Tabakladen in einer Ladengemeinschaft mit einem Fotogeschäft, bevor er erst in die Marktstraße 5, später Marktstrasse 2 umzieht. [Echo am Sonntag, 15.12.1993].
Herbert Lemmer mdl. im November 2023 über die 1950er Jahre:
In der zweiten Etage haben wir gewohnt und mein Vater hatte dort seine Schneiderwerkstatt [hinter dem Giebelfenster]. Im Erdgeschoß waren Schuhmacherei und Schuhladen meines Opas Hugo Gundlach und der Fotoladen meines Onkels Martin Gundlach [im Krieg gefallen] hinter dem kleinen Schaufenster. In den 60er Jahren wurde dann aus dem Erdgeschoß das SCHÜTZENECK“.


[Postkarte vs+rs: Slg. R. Boehm]
Postkarte mit Firmenstempel von
„Hugo Gundlach, Schuhmachermeister, Bad Sachsa, Südharz“. postalisch gelaufen am 12. April 1916 an „Herrn Otto Krenz / Lederlager / Neuruppin“.
„…Bitte senden Sie mir per Nachnahme zur Probe & … falls es sich bewährt … größere Abnahme. Hochachtungsvoll / Hugo Gundlach / Bad Sachsa Süd/Harz 12.4.16“.


Bei Gundlach Feuer in der Scheune
Links: BSN 02.09.1924

1950er.
„Unsere Schneiderwerkstatt mit Blick aufs Schützenhaus“.
Einige der abgebildeten Werkzeuge befinden sich im Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa.

Um 1900 hatten
10 Schuhmachermeister (sic! plus Gesellen) und deren Familien ihr Ein- und Auskommen; bei rund 1.500 bis 2000 Einwohnern hätte einer, eventuell zwei ausgereicht um den innerstädtischen Bedarf zu befriedigen.
Daraus folgt, daß
1) die Sachsaer die besten Schuhe weit und breit fertigten und
2) diese in ganz Nordthüringen bis Nordhausen zum Verkauf kamen!
[Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa]
Hermann Tenor [* 11.04.1907 zu Bad Sachsa, Kreis Hohenhstein]
hat das Schuhmacher=Handwerk während 3 Jahre und zwar vom
01.04.1921 bis zum 01.04.1924 bei dem Schuhmachermeister Hugo
Gundlach zu Bad Sachsa erlernt und vor dem unterzeichneten Prüfungsausschusse die Gesellen-Prüfung praktisch gut/theoretisch genügend bestanden…. Handwerkskammer zu Erfurt bzw. Nordhausen, den 30. April 1924.
o.I., „Großmutter geb. Gundlach [Schützenstraße 5 mit Herrn Stuller, Berlin].
Vor Hotel Frindt und dem Bus, abfahrbereit zum Bahnhof.
Christianes Mutter
[links im Foto]
heiratete Herrn Albrecht (lange Sportgeschäft in Kolonnaden) [Foto: Slg. Christian Schmidt 2025]


1930er Jahre:
Im OG Schneider-meister LEMMER.
Im EG Schuhgeschäft GUNDLACH.
An der Hausecke Christianes Mutter + deren Schwester.
Rechts im Foto eine Litfasssäule
[Hans-Jürgen Liebau und Christiane Schmidt geb Albrecht, ihre Großmutter war eine geborene GUNDLACH (vgl. auch „Sport-Albrecht“ in den Kolonnanden), auf Facebook]. An der Hausecke stehen zwei Kinder: Christiane Albrecht (ihre Großmutter war eine geborene Gundlach; später verheiratete Schmidt) und deren Schwester.

Das Schuhgeschäft gehörte Robert Gundlach; er hatte es von seinem Vater übernommen, dem das Haus gehörte.
[1950er, Foto: Slg. Herbert Lemmer]
Die Werbung am Haus deutet auf den Schneidermeister Robert Lemmer hin, der oben unter dem Dach sein Atelier hatte und dort auch mit seiner Familie wohnte. Sein Sohn wiederum ist Herbert Lemmer, dem wir dieses Foto verdanken;
es zeigt:
Else Lemmer (Mitte), Frau vom Schneider und Mutter von Herbert Lemmer.
Adolf Stuller (links daneben), Schwager von Else und mein Opa,
Alma Stuller (links), geb. Gundlach und meine Oma, Otto Albrecht (rechts, Sportgeschäft Kolonaden] und mein Vater, sagt Christiane verh. Schmidt und ergänzt: „Da meine Großeltern aus Berlin zu Besuch waren, handelt sich es sicher um einen bevorstehenden oder gemachten Ausflug, siehe die Kamera von meinem Vater.“ [Christiane Schmidt, 08.06.2022]

[mdl. + Foto: Slg. Herbert Lemmer]

[Foto: Slg. Herbert Lemmer]

Schuh-Haus Hugo Gundlach

[Buch DER KREIS OSTERODE AM HARZ]
Oben: Foto-Gundlach


50=jähriges Geschäftsjubiläum des Schuhmachermeister Hugo Gundlach.

50=jähriges Geschäftsjubiläum des Schuhmachermeister Hugo Gundlach
„Am 1. Juli sind 50 Jahre vergangen, daß der Schumachermeister Hugo Gundlach von Nordhausen, wo er sich 1889 selbständig gemacht hatte, mit seiner jungen Ehefrau, einer Schwester des hiesigen Schneidermeisters Brodhuhn, nach Bad Sachsa verzog und seinen mit
einem kleinen Schuhwarengeschäft verbundenen Handwerksbetrieb hier weiterführte.
Durch gute Arbeit und gewissenhafte Bedienung seiner Kundschaft hatte er immer reichlich zu tun und das Geschäft hob sich, so daß er trotz seiner zahlreichen Familie – seine Ehefrau schenkte ihm 10 Kinder, von denen heute noch 6 leben – noch Rücklagen machen konnte.
Im Jahre 1917 kaufte er das an der Ecke der Schützenstraße liegende Haus, welches er im Laufe der Jahre aufstockte und vollständig aus= und umbaute.
Insbesondere baute er einen geräumigen Laden, in dem es namentlich in der Badesaision ständig ein= und ausgeht…“
- 1948/1949: „Das Tabakwarengeschäft Kurt Biastoch, Inhaber Dietrich Biastoch, besteht seit 45 (!) Jahren in Bad Sachsa. Angefangen hat alles 1948, als Kurt Biastoch nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft in der Schützenstraße einen Tabakladen in einer Ladengemeinschaft mit einem Fotogeschäft eröffnete“ [Anm.: das wird genau hier gewesen sein].
„Schon nach einem Jahr wurden die Räumlichkeiten zu eng und man zog 1949 um in die Marktstraße 5…“ [sic! Echo am Sonntag 4./5.12.1993]

[Foto: Archiv Struttmann (StABS),
Anja Danneberg]

1960er. GASTSTÄTTE Schützeneck, INH. BERTA RICHTER.
Die rechte Tür wurde gerade zugemauert, es liegt noch Schutt davor.
Davor stehen die Eltern von Frau Jankovic
Karl-Friedrich + Anne-marie König, Oma + Opa von Rouven J. –

Das Foto zu dieser AK wurde in selber Zeit getätigt
[AK: Slg. R. Boehm]

Im Ausschank „Göttinger Biere“. Mehr hier unter „THÜRINGER BIER“.
BSN 11./12.11.1967
„Im Schützeneck ein neuer Mann –
Peter Schwarzer und Ehefrau“ Marianne

Gaststätte Schützeneck von Frau Richter und später deren Tochter Marianne.
Inhaber der „Gaststätte Schützeneck“ waren laut rückseitigem Firmenstempel „Peter Schwarzer u. Frau“ Marianne –

„blutjung beide, aber vom Fach“, die das Lokal 1967 von Frau Richter übernahmen [BSN 11./12.11.1967].
Wohl 1967 [AK: Slg. R. Boehm 3393]

Vatertag 1978.
Im Vereinslokal des
VFB Bad Sachsa
[Foto: R. Boehm]
- Um 1990 gehen Jobst und Gaby Hoffschläger ins Schützeneck;
1996 wechseln sie dann den Lindenhof schräg gegenüber. [HK 03.07.2026]
20. Juli 2002
Schützenumzug.
Im Hintergrund die Gaststätt Schützeneck.
Im Ausschank
Gilde Pilsener
[Foto: R. Boehm]


[Foto: Slg. Bernd Krautz]


Im Ausschank Krombacher Biere.


Ein viel zu kurzes Gastspiel gaben Detlef und Heike Markert auf ihrer „D-RANCH“
[01.05.2009,
Foto: Ralph Boehm]

Noch kürzer versuchte sich die
„Bollywood-Oase“
im August 2012
[17.08.2012,
Foto: Ralph Boehm]

[beide Fotos: R. Boehm]





