Sportvereine: VfB Bad Sachsa



FUSION zum 01.07.2017:
VfB Bad Sachsa + Sportverein Südharz Walkenried e.V. = VfB Südharz
Sportverein Südharz Walkenried e.V.: 1969 bis 2017
Lokales Bad Sachsa Zwei Teams wollen gemeinsam den Fußball vor Ort stärken
HarzKurier 09.05.2017, 14:40 Uhr • Von Thorsten Berthold

Die Spielstätten beider Vereine, wie die in Walkenried, bleiben auch nach dem Zusammenschluss erhalten. © Berthold
Walkenried. Der SV Südharz und VfB Bad Sachsa schließen sich im Sommer zum neuen VfB Südharz zusammen.
Die Fusion zwischen Bad Sachsa und Walkenried wird im Sommer erfolgen – allerdings nicht auf Gemeindeebene, sondern bei den Fußballern. Aus dem SV Südharz und dem VfB Bad Sachsa wird zum Start der Saison 2017/2018 der VfB Südharz werden. Die Beweggründe bei den Verantwortlichen auf beiden Seiten sind relativ schnell erklärt: Man möchte, dass der Fußball in der Region nicht von der Landkarte verschwindet und für folgende Generationen zukunftsfähige Strukturen schaffen.
Anders als bei dem gescheiterten Zusammenschluss der Kommunen vor mehreren Jahren sind die Fußballer sich sicher, dass der Weg nur gemeinsam weitergehen kann. Uwe Schäfer, aktueller Vorsitzender des VfB Bad Sachsa, und Olaf Jödicke, Trainer der Herrenmannschaft des SV Südharz, betonen unisono im Gespräch mit unserer Zeitung, dass bei Verantwortlichen und Mitgliedern beider Vereine eine Meinung vorherrsche: „Wir sehen keinen einzigen Nachteil in dem Zusammenschluss, sondern nur Vorteile“.
Große Hilfe vom NFV erhalten
Dabei erfolge im Sommer keine Fusion im eigentlichen Sinn, sondern eine Übernahme. „Es gab mehrere Optionen, wie die Verschmelzung erfolgen kann. Nach verschiedenen Gesprächen, insbesondere mit dem NFV-Kreisspielausschussvorsitzenden Klaus Henkel, der uns von Anfang an mit viel Hilfe zur Seite steht, stand fest, dass die Übernahme der Weg ist, der zu uns am besten passt“, erläutert Uwe Schäfer. In der Umsetzung wird dies bedeuten, das Bad Sachsa von Walkenried übernommen wird. Ein wichtiger Vorteil, so Olaf Jödicke, bestünde darin, dass man im Vereinsregister bestehen bleibe, hier wieder Geld sparen könne.
Bei den notwendigen außerordentlichen Versammlungen, die bereits abgehalten wurden (wir berichteten), habe man die Mitglieder auch darüber informiert. „Auch bei den Treffen haben wir keine einzigen zweifelnden Worte an der Fusion gehört“, beschreibt Uwe Schäfer die Stimmung bei den Terminen. Dabei habe man gerade bei den älteren Mitgliedern einen gewissen Widerstand erwartet, aber das Gegenteil sei der Fall gewesen. „Gerade die älteren Mitglieder haben betont, dass der Schritt der richtige ist, er aber am besten schon zwei Jahre zuvor hätte erfolgen sollen“, so Olaf Jödicke.
Erste Gespräche im Jahr 2015
Damit lagen die Mitglieder gar nicht so falsch: Im Jahr 2015 kamen tatsächlich die ersten Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss auf, damals noch unter den Spielern der Alten Herren-Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt bereits zusammen spielten. Im Sommer vergangenen Jahres wurden die Gespräche ernsthaft.
Am 1. Juli, mit dem Beginn der neuen Spielserie, wird der Zusammenschluss dann vollzogen. Auch wenn der Verein dann VfB Südharz heißen wird – ein Name gegen den es, wie Schäfer und Jödicke ebenfalls betonen, keine Widerstände gab – werden die Mannschaften noch mit den alten Namen auf den Trikots auflaufen. Auch hier denken die Verantwortlichen praktisch: „Wir können es uns nicht leisten, für alle Teams auf einmal neue Trikots zu kaufen, diese werden nach und nach ersetzt.“ Bei allein 130 Jugendlichen, die aktuell in den verschiedenen Klassen antreten, ist dies nachvollziehbar.
Gerade für die Jugend, so betonen Olaf Jödicke und Uwe Schäfer, erfolge auch der Zusammenschluss, wobei man als Gradmesser die sehr erfolgreiche C-Jugend sehe. „Wir möchten, dass dieses Team in ein paar Jahren in eine gute Mannschaft übernommen werden kann – und nicht auseinandergerissen wird, weil sich die Jugendlichen entscheiden müssen, ob sie für Sachsa oder Südharz spielen wollen“, so Schäfer. „Es geht niemanden von uns um das hier und jetzt, es geht einzig und allein darum, den Verein für die Zukunft, für die kommenden 10 Jahre und darüber hinaus gut aufzustellen“, so der aktuelle Vorsitzende des VfB Bad Sachsa.
Fusion wird bereits gelebt
Bereits jetzt wird der Zusammenschluss auch mit Leben erfüllt. Beide Herrenmannschaften trainieren beispielsweise seit Monaten zusammen. Die Leitung obliegt dabei Jödicke, der auch Trainer der 1. Mannschaft des neuen VfB Südharz sein wird. Darauf haben sich die Verantwortlichen bereits verständigt.
Auch sämtliche Spielstätten beider Vereine bleiben erhalten und werden genutzt. „Wir schließen nichts, wir wollen alles weiter nutzen“, betont Uwe Schäfer.
Er und Jödicke weisen auch darauf hin, dass die Fusion im Sommer nicht alles sein muss. Egal ob Zorge, Steina oder Neuhof – jede Fußballabteilung sei willkommen, sich dem VfB anzuschließen. „Wir wollen stark bleiben, damit der Fußball im Südharz nicht von der Landkarte verschwindet“, so Schäfer und Jödicke unison.

21.07.2017:
Oben: Der VfB Südharz hat einen Vorstand
Rechts: VfB Südharz startet durch
27.09.2017 Facebook:


Keine 5 Jahre später:
Abfiff!
Das endgültige Aus des Fußballs in der Kernstadt
Bad Sachsa

2018: Der Sportplatz soll als Baugrundstück genutzt werden [HK 16.06.2022)
Im Jahre 2020 sind das „CLUBHAUS“ wie auch der „VfB Bad Sachsa e.V.“ längst Geschichte. [Foto: Ralph Boehm, 25.12.2020]


Abriss 2023



[3 Fotos: Gert Brunner Facebook 14.05.2023]
Und was haben einige Sachsaer Ratsherren mit dem VfB und dem Jugendzentrum zu tun?
Anlässlich des Abrisses der Gebäude kommentierte Ralph Boehm auf Facebook am 14.05.2023:
„Man stelle sich mal vor, der VfB Bad Sachsa und seine Vertreter im Rat hätten die dortigen damaligen Jugendlichen als zukünftige Fußballer verstanden (ja wen denn sonst!!!) und nicht gierig die Räumlichkeiten des Jugendzentrum bei der Genehmigung als zukünftigen Partyraum angesehen…
So heißt der Verein nun schon 6 Jahre VfB Südharz… und das heutige Jugendzentrum ist dort, wo die damaligen Jugendlichen von Anfang an hin wollten: in der Jugendherbergsstraße. Die damalige staatliche Förderung zum Anbau der Räume des Jugendzentrums, übrigens ein landesweites Modellprojekt, über, ich meine mich zu erinnern: in Höhe von 50.000 Euro, ist verraucht, die Räume werden jetzt abgerissen….“
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sollte man auf einer solchen Seite auch mal polemisch werden? Ich denke: ja!“
Dank an einen Ratsherren:
Die folgenden Zitate stammen von einem Ratsherren mitte der 1970er Jahre, der gleichzeitig Lehrer am damaligen Schulzentrum war und auf die Frage, was mögen Sie an sich, antwortete „Meine Hilfsbereitschaft“,
was war vorgefallen?
1) Schmerels dürfen nicht mehr auf dem Schotterplatz an der Steinstraße spielen.
2) Den Schmerels, sie spielen nun auf dem Platz am Schulzentrum (Jugendherbergsstraße), wird versprochen:
„Wir machen für Euch diesen Rasenplatz neu! Bis der fertig ist, könnt ihr gegenüber des Tennisplatzes, am Eingang des Kuckanstales, spielen – ich besorge Euch Tore dafür!“
Zwar ansteigendes und holpriges Gelände inmitten schönster Natur am Rande der Stadt – aber immerhin…
3) Der tolle neue Sportplatz an der Jugendherbergsstraße wird eingezäunt…
„Ja, das tut mir nun wirklich leid für Euch – aber ihr müsst verstehen: dieser Platz gehört zur Schule, den könnt ihr nicht mehr benutzen – aber ihr habt ja die Möglichkeit oben gegenüber des Tennisplatzes“….
4) Es werden neue Tennisplätze genau dort gebaut, wo wir bisher, zwar mehr schlecht als recht, spielen durften. Die Tore werden talaufwärts wieder aufgebaut, sogar eine „SportStudio-Fußballwand“ wird aufgestellt.
Nur das mit dem Fußballspielen hatte sich erledigt, denn die örtlichen Gegebenheiten ließen es aufgrund von Feuchtigkeit und der Arbeit von vielen Maulwürfen nicht mehr zu.
Danke lieber Ratsherr, dass Du uns so geholfen hast!
Nachsatz: Der Ratsherr und Lehrer spielt schon länger kein Tennis mehr, der oben angeführte Bereich des Tennisplatzes ist einem „Beach-Volleyball“- Feld gewichen, welches äußerst selten genutzt wird..
Ralph Boehm, 14.05.2023
Nachsatz II: Das es auch anders geht, ist am 20.09.2024 auf Facebook zu lesen:
„Soccer-Anlage“ auf dem Schulgelände unserer Oberschule eingeweiht.
Nachdem der örtliche Fußballverein im Kernstadtgebiet das Sportplatzgelände aus internen Gründen nicht mehr halten konnte und dort nun neue Bauplätze für Familien entstehen, sollte eine Lösung für die kickenden Kids im Kernstadtgebiet her.
Ein einziges Gespräch mit dem Schulleiter, Thomas Koch, über diese Idee und ein Weiteres mit unserem Landrat, Marcel Riethig, und aus der Idee wurde ein Projekt, welches jetzt erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Ich danke hier ganz besonders dem Landkreis Göttingen und der Oberschule Bad Sachsa,
welche die „Soccer-Anlage“ außerhalb der Schulzeit für jedermann zur freien Verfügung stellen.
Während der Schulzeit wird die Anlage ganz sicher den Sportunterricht und die großen Pausen bereichern.
Mein besonderer Dank gilt Marcel Riethig, seinem Team für die Unterstützung, Planung & Umsetzung und dem Landkreis/Kreistag für die Mit-Finanzierung
(ca. 2/3 Landkreis & 1/3 Stadt).
Es ist somit ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Göttingen und der Stadt Bad Sachsa und bestätigt auch nochmals die gute Zusammenarbeit mit unserem Landrat.
Fast wie auf den letzten Bildern zu sehen – ein perfektes Zusammenspiel:
Pass, Abschluss und Tor.
Wir wünschen allen Sportbegeisterten ganz viel Spaß auf der modernen Kunstrasen-Anlage.
Gezeichnet von Marcel Riethig + Daniel Quade
Fotos: Oberschule Bad Sachsa


BGM Daniel Quade
Landrat Marcel Riethig
Rektor OS: Th. Koch
sowie die beiden…

…Ratsherren
Sascha Storz und Frank Kellner.