Das Stadtwappen
Das Stadtwappen zeigt, so lange es in Gebrauch und bekannt ist, im geteilten linken Schild einen Baum [oder auch zwei Bäume],
um die Bedeutung des stadteigenen Waldes sinnbildlich festzuhalten.
Siehe auch: Weitere Gehölze gedenken besonderen Anlässen
„Um das Jahr 1432 wird unser Ort als Flecken bezeichnet;
im Jahre des Bauernkrieges 1525 erreichte er, wahrscheinlich mit Hilfe einer reichlichen „Handsalbe“ (Anleihe) an die ständig geldbedürftigen Grafen von Honstein die Verleihung der Stadtrechte
[Das Ratshandelsbuch beginnt jedoch erst 20 Jahre später].
Mit der Rangerhöhung war die Berechtigung zur Wappen- und Siegelführung verbunden.

Das älteste bekannte Stadtsiegel mit Jahrzahl von 1525 zeigt:
„Ein gespaltener Schild, darin vorne eine halbe Tanne, auf grünem Boden am Spalte und hinten wieder geteilt. Oben ein schwarzer gehender Hirsch in Silber und unten drei Reihen von Rot u. Silber geschachtet, ersterer das Wappen der Herrschaft Clettenberg u. letzterer der Grafen von Hohnstein.“
Kein Bild vorhanden, S. 53
1566
„Die Stadt Bad Sachsa besaß schon recht früh ein Wappen. Der vermutlich erste Entwurf wurde nach alten Siegeln aus dem Jahre 1566 angefertigt. Anno 1677 zeigt:“… wie dann auch 1596:

„Ein gespaltener Schild, darin vorne eine halbe Tanne auf grünem Boden am Spalte und hinten wieder geteilt. Oben ein schwarzer gehender Hirsch in Silber und unten drei Reihen von Rot u. Silber geschachtet, ersterer das Wappen der Herrschaft Klettenberg u. letzterer der Grafen von Hohnstein. Auf dem Schilde ruht ein Helm mit Hirschgeweih, die Helmzier des Hohnsteinischen Wappens kommt aber nur auf einem mit 1525 bezeichneten Stempel vor.“.
M.E. aber auch mit schrägstehendem Laubbaum auf dem Boden!

Das
„INSIEGEL DER STADT SACHSA ANNO I627“ kommt m.E. mit einem Busch und halbem Laufbaum daher.
Hiervon ist der Stempel angeblich vorhanden.
Stempel auf portopflichtiger Dienstsache von circa 1860
[Slg. R. Boehm]
Kein Bild vorhanden
„Anno 1677 zeigt das Stadtwappen eine Änderung. Es heißt dazu: Anstelle der Tanne inmitten des Wappens auf der linken Seite treten zwei übereinanderstehende Büsche, links unten eine schräggelegte Tanne.“
[BSN 13.08.1931, darin: Zeitschrift des Harzvereines vom Jahre 1877]
Bild 4
„.DER.STAT.SACHSA.IN.SIEGEL.
ANNO.I677.“
„Danach erhält das Wappen ein viergeteilten Schild. Im oberen Felde stehen links ein Hirsch, rechts zwei übereinander gezeichnete Büsche, im unteren Felde finden sich links viermal Schach, rechts eine schräggelegte Tanne. Leider ist es bisher nicht gelungen, dieses Siegel wieder aufzufinden.“
Kein Bild vorhanden

„Ein wiedergefundenes Insiegel der Stadt vom Jahr 1677…, das über 100 Jahre lang zur Bestätigung von Urkunden gedient hatte“.
[BSN 12.12.1931]
Das Insiegel von 1677 wird wiedergefunden auf dem Grundstück der Riepelschen Erben in der Kirchstraße 12 von dem 12jährigen Kurt, Sohn des Maurers Gottfried Riepel vom Uffeplatz.“
[BSN 12.12.1931]

„INSIEGEL DER STADT SACHSA ANNO I697„
Lacksiegel auf Brief von 1841
[Slg. R. Boehm]
1794: 3 Siegel der Stadt Sachsa
[NLA WO 5 D Slg. Nr. 826]
Kein Bild vorhanden
1838 erhält der Stadtförster ein Koppelschloß mit Stadtwappen mit „halbem Eichbaum“.
[hds. Notiz von Stadtarchivar Günter König]

„APOTHEKE von
TH. SCHMALZ“, der die heutige Stadt-Apotheke von 1886 bis 1902 innehatte. Mit einem sehr „eigenwilligen“ Stadtwappen
[Quelle unbekannt]

1900
„Wappen der
Stadt Bad Sachsa.
Als Stadt schon
im 13. Jahrh. erwähnt.
Königreich Preußen
Provinz Sachsen.“
[AK: Slg. R. Boehm]

„MAGISTRAT DER STADT BAD SACHSA“, von 1905, kommt mit:
links halber Laubbaum, bestehend aus halbem Stamm und zwei busch-ähnlichen Ansätzen. Mit Decke und Helmzier. So auch auf Siegelmarken.
[StABS Ordner „St“]


100
JÄHRIGES
JUBILÄUMS
SCHIESSEN
DER SCHÜTZEN COMPAGNIE
BAD SACHSA 1814-1914
[Medaille von Lauer]
Bild 6
Juli 1929: „…Zur Stadtverordneten-Versammlung… am Mittwoch abend… der Antrag lautete, am neuen Rathaus ein größeres Stadtwappen aus Holz anbringen zu lassen, damit das Gebäude als Rathaus kenntlich ist.
Die Versammlung beschloß einstimmig, die Kosten hierzu zu bewilligen.“
[BSN 18.07.1929, StABS I.e.25,8]
Sept. 1929: „Man hat an der Vorderseite das Stadtwappen angebracht. Es ist die Arbeit eines hervorragenden Holzschnitzers Ernst Gebert“ [BSN 26.09.1929] Klunderbürger Straße 16, Emden
[StABS I.17.4,2 Stadtwappen a.d. Vorderfront S. 264 u. 265.
StABS II.4,8 Heft 1 Wappen, letzte Seite]
Bild 7
1938: „Der gespaltene Schild zeigt in seiner rechten Hälfte in Silber auf grünem Boden einen aus dem Spalt hervorgehenden grünen Eichbaum mit sechs goldenen Eicheln; im linken oberen Viertel einen schreitenden schwarz rotbezungten Hirsch; das linke untere Viertel ist rot-silbern geschachtet.“ [S. 53].
Das jetzige Original-Wappen der Stadt Bad Sachsa. Angefertigt vom Reichsarchiv Magdeburg 1938
[StABS XXIII.b.11
„(Oeffentliche Ratsherren=Sitzung). Am Dienstag abend…teilte Bürgermeister Werges mit, daß unser Stadtwappen im Laufe der Zeit mehrfache Aenderungen erfahren hat. Ein Entwurf nach alten Siegeln aus dem Jahre 1566, ohne den jetzigen heraldischen Schmuck und mit stärkerem Hervortreten des Eichbaumes auf der linken Seite, der den Waldbesitz der Stadt andeutet, wurde angenommen.“
[BSN 13.07.1939]


Dieses Prospekt von „1939 ff“ nutzte noch das Wappen aus 1905 ff.
Bild 8
Z.B. 1940 ist auf einem Briefkopf das Wappen mit zwei übereinander angeordneten Büschen [vgl. 1931]
[StABS Ordner „X-Z“]
Siegel von 1940 mit Eichbaum. „Der gespaltene Schild zeigt in seiner linken Hälfte auf grünem Boden im weißen Feld einen aus dem Spalt hervorgehenden grünen Eichbaum mit 6 gelben Eicheln, im rechten oberen Viertel einen schreitenden, schwarzen, rotbezungten Hirsch, das Viertel darunter ist rot und weiß geschacht, wobei die beiden untersten Quadrate kaum zur Hälfe sichtbar sind.“
[StABS XV.a.23a + Ordner „X-Z“]
1945 ff „Stadt Bad Sachsa“. Siegel durch Stadtdirektor Müller nach dem Kriege eingeführt.
[StABS Ordner „St“: Abdruck von 1968]
1949: „Der Antrag der Apotheke in der Marktstraße auf Verwendung des Stadtwappens wurde unter der Bedingung angenommen, daß unter dem Wappenzeichen Heilklimatischer Kurort gesetzt wird.“ [BSN 12.11.1949]
1950: Der Rat der Stadt Bad Sachsa beschloß am 14. September 1950, daß das Wappen der Stadt in der vom Reichsarchiv Magdeburg gefertigten Ausführung weiterhin Gültigkeit haben sollte: (siehe 1938).“
„Als nächster Punkt der Tagesordnung war die Aenderung des Stadtwappens vorgesehen. Es wurde beschlossen, das Wappen in seiner bisherigen Gestalt ohne jede heraldische Ausschmückung zu belassen.“
[Osteroder Kreisanzeiger 16.09.1950]
1953: Mit Erlaß vom 02.04.1953 genemigte der Niedersächsische Minister des Innern dieses Wappen und sprach der Stadt Bad Sachsa das Recht zur Führung des Wappenz zu.
[S. 53]
„Wappen und Siegelführung der Stadt Bad Sachsa, Landkreis Osterode“,
Laufzeit 1951-1952
Alte Signatur B 114,53
[NLA HA Nds: 100 Acc. 47/84 Nr. 892]
1954: „…erfuhr zum vergangenen Wochenende eine ungemein wirkungsvolle Ergänzung dadurch, daß an der Vorderfront des Gebäudes (Rathaus) wieder ein Stadtwappen angebracht wurde… …Bildhauer Kramer aus Bündheim/Bad Harzburg, 1,20 Meter breit und 1,50 Meter hoch… Grüne Eiche, Hirsch und rot-weiße Schachbrettfelder… Umgeben von dem sogenannten Mantel und gekrönt von einem Hirschgeweih.“
[OKA 18.05.1954 Nr. 114]

Um 1960/1964
Die Stadt-Apotheke mit einem weiteren „eigenwilligen“ Stadtwappen.

1960er/1970er
Flaschenöffner mit Stadtwappen
[der Eichbaum nun mit 3 Eicheln]
[18.04.2023 Hannelore Schalk auf Facebook]

Nicht immer steht das Stadtwappen im Briefkopf, manchmal ist es auch dieses Logo einer Fichte [vmtl. ent-worfen vom Grafiker Reinhold Priebe.
1968/1969: wie 1945
[StABS XVIII.b.11 + Ordner „St“.


1984 beging die
Stadt-Apotheke ihr 250jähriges Jubiläum; zu diesem Anlaß erschien eine mit dem Stadtwappen geschmückte Festschrift
[Eichbaum mit lediglich 5 Eicheln und ohne den notwendigen Zusatz
Heilklimatischer Kurort
[vgl. hier 1949.
Heft: Slg. R. Boehm]

„Die Toilettenanlage in der Sachsaer Marktstraße erstrahlt in neuem Glanz“.
Mehr Informationen zu
diesem Haus finden Sie hier unter

Wappen an der Aussenwand
des Pädagogium
[mit lediglich 5 Eicheln]

[Homepage der Stadt Bad Sacha, beispielsweise 2008]
Das Wappen in neuzeitlicher Fassung.
Die Eiche mit sechs Eicheln –
diese stehen für die, und deshalb siehe dort bei den

500 JAHRE STADTRECHT
1525 – 2025
BAD SACHSA
Anläßlich des 500jährigen Jubiläums wurde offiziell mit diesem Logo geworben.