Steinaer Straße 49 – Villa Huwe – Villa Marga – Kulenkampff

  • 1886: Steinaer Straße 311:
    Bau der Villa, Bauherr bisher unbekannt.

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Bauakte

  • 1897: Steinaer Straße 21:
    Ostern eröffnet Oberlehrer Huwe
    eine „Höhere Töchterschule“

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Höheren Töchterschule

Ende des 19. Jahrhunderts. Die Steinaer Straße.
Vom Warteberg oben rechts kommend nach mittig links.
Steinaer Straße 49 [oben rechts], Steinaer Straße 45 [mittig]
[CDV-Ausschnitt: Slg. R. Boehm]
Erbaut 1886

[Heute: Steinaer Straße 49]

Ansicht von der Talstraße

[1912, AK: Slg. R. Boehm 864]

Auch bei dieser Villa, bereits 1886 erbaut (der Hinweis auf das Baujahr ist in einem Eckquader im Sockelmauerwerk des Eckturmes an der Südseite zu entdecken), dürfen natürlich weder Wintergarten noch Türmchen fehlen! Wer Erbauer

dieses stattlichen Anwesens war, bleibt vorläufig im Dunkeln.
„Als ausführende Firma ist das damals in Sachsa führende Baugeschäft Kälz anzunehmen“ [Fritz Reinboth: Von der Huwe`schen Töchterschule zum Haus Kulenkampf 1886-1986″, Braunschweig 2008].

  • 1896: Huwe’sche Schule. Am 19.8.1896 wird dem Realschullehrer Hermann Huwe zu Sachsa die Erlaubnis zur Errichtung und Leitung einer höheren Privat-Mädchenschule erteilt. Diese Erlaubnis erlischt, wenn der Genannte nicht binnen Jahresfrist die Rektoratsprüfung mit Erfolg abgelegt hat.
    [StABS III.d.19]. Die Prüfung scheint erfolgreich absolviert.
Huwe`s Pensionat u. höh. Töchterschule
[Kurliste 1897]

rechts: Villa Huwe
Junge Mädchen und Kinder finden freundliche Aufnahme sowohl für längere als für kurze Zeit““
1899 [Falk/Rüstenberg]

„Oberlehrer Huwe hatte zu Ostern 1897 in diesem Gebäude eine HÖHERE TÖCHTERSCHULE eröffnet. Hauptamtlich war Huwe an der 1891 eröffneten Realschule von Dr. Wilbrand Rhotert angestellt…

.—-.

…Ende des Jahres 1900 bot Huwe seine Höhere Tochterschule in Zeitungsinseraten zum Verkauf an“ und fand mit Fräulein Amalie Potthoff eine junge Lehrerin als Käuferin. „Offenbar war sie eine tatkräftige, wirklich emanzipierte Frau, denn es war damals noch gar nicht so lange her, daß Frauen überhaupt im höheren Schuldienst tätig sein durften. In ihren Erinnerungen, VOM ZAUBER EINER KLEINEN STADT erzählt Amalie Potthoff (S. 10):  So reiste ich in den Weihnachtsferien in den Harz und kam in eine wundervolle Winterpracht, wie ich sie bis dahin nicht gesehen hatte. Ich kam aus dem Getriebe mud der Unruhe der Industriestadt, der Kohlengruben und Fabrikschornsteine. Nun sah ich die dunklen Tannen im weißen Kleid, ich empfand die tiefe Stille und Unberührtheit der Gärten und Felder, des ganzen Ortes. Der Oberlehrer, mit dem ich verhandelte, erzählte, daß seine beiden Töchter den Dezember hindurch täglich auf dem Rodel gewesen seien, die größere auf dem den Ort krönenden Ravensberg. Ich kaufte die Schule, die allerdings nur von achtzehn Schülerinnen besucht war, aber sie war in einem geräumigen Haus, in dem ich eine große Wohnung hinzumieten konnte. Meine Eltern, die im Ruhestand lebten, und meine Schwestern zogen mit. Bis dahin war die Schule von einem Oberlehrer  der Realschule geleitet worden; die Doppelarbeit wurde ihm zuviel.“. 

  • 1901: Steinaer Straße 21: Amalie Potthoff zu Altena erhält am 16.3.1901 die Erlaubnis zur Fortführung der nicht voll entwickelten höheren Privatmädchenschule; die Eröffnung erfolgte im April 1901 (Huw’sche Töchterschule 1901 /Huwe, Hermann Oberlehrer – und Vorsteher der höheren Töchterschule, Steinaer Straße, verzogen 1901). [StABS 1.29.5]
  • 1904: Allerdings erwarben die Geschwister Potthoff bereits 1904 die unterhalb in der Talstr. 7 gelegene Villa und verlegten den Schulbetrieb.

Mehr zur Potthoff`schen Töchterschule
finden Sie unter

Talstraße 7

  • 1905: Steinaer Straße 21: Zum 01.04.1905 eröffnet Dr. Walter Härtel [Leipzig] an dieser Stelle sein „Härtelsches Pädagogium“ als Realschule mit angeschlossenem Internat [W. Reinboth 2015] welches er
  • 1908 zum 01. April ins Ostertal verlegt.
Circa 1907. [AK: Fam. Tomale-Bauer]

Vermutlich 1910 kam die Villa nun in die Hände der Pensionsinhaberin Margarethe Genz, geb. Behrens, die ein altes Klische einer Ansichtskarte mit der Aufschrift
„Dr. Härtels Pädagogium“ und dem Werbeschild am Balkon „Pädagogium Bad Sachsa“ umnutzte zu nunmehr ihrer „Villa Marga“ [siehe die Abbildung ganz oben], einer „Fremden-Pension I. Ranges – VILLA MARGA – auch Winter offen, herrlich gelegen, dicht am Walde, gr. schattiger Garten bietet Erholungsbedürftigen angenehmen Aufenthalt, auch für Alleinstehende, da vollst. Familienanschluß, nicht einsam. Vorzügliche Verpflegung, sehr gute Betten, frdl. Zimmer, Zentralheizung, elektr. Licht, Wasserspülung. Volle Pension von 4 bis 6 Mk. pro Tag. Dauerpension billig von 3 Monaten an. Empfolen durch den Offizier-Verein. Prospekte frei durch Frau MARGARETHE GENZ.„
(Badeprospekt Bad Sachsa, 1913)

  • 1912: Steinaer Straße 21: Der Rentier Wilhelm Genz, 59 Jahre alt, ist in die Wählerliste zu den Reichstagswahlen 1912 eingetragen [M. Jaeger]

  • Arthur von Steinmetz (Onkel der staatlich geprüften Haushaltungslehrerin Erna von Knobelsdorff) schreibt am 25.11.1916 an den hiesigen Bürgermeister, daß Steinmetz und Knobelsdorff die Villa auf ein Jahr zur Errichtung eines Töchterheims verbunden mit einer Koch- und Haushaltung-sschule gemietet haben; danach soll das Grundstück in deren Besitz übergehen, wenn die Genehmigung zur Leitung erteilt worden ist.
  • Arthur von Steinmetz
    (Onkel der staatlich geprüften Haushaltungslehrerin Erna von Knobelsdorff) schreibt am 25.11.1916 an den hiesigen Bürgermeister, daß Steinmetz und Knobelsdorff die Villa auf ein Jahr zur Errichtung eines Töchterheims verbunden mit einer Koch- und Haushaltungs-schule gemietet haben; danach soll das Grundstück in deren Besitz übergehen, wenn die Genehmigung zur Leitung erteilt worden ist. – 1917 erhält Erna von Knobelsdorff [aus Nikolassee bei Berlin] die Erlaubnis zur Leitung eines Töchterheims für hauswirt-schaftlich und wissenschaft-liche Fortbildung.
Haushaltungsschule, Steinaerstraße 49, v. Knobelsdorff [BSN 25.02.1933]

Links: [StABS 1.29.4]
  • 1933: Steinaer Straße 21: Haushaltunsschule im Töchterheim „Elisabeth“. [StABS I.29.5]
  • 1935: Steinaer Straße 49: Erna v. Knobelsdorff, Töchterheimbesitzerin, staatlich anerkannt. Haushaltungsschule. Elsa Hintzke, Gew. Lehrerin. Herta Michler, Gew. Lehrerin [Einwohnerbuch 1935]
  • 1945. Die Haushaltungsschule v. Knobelsdorff hat den II. Weltkrieg überstanden; aber „alle richtige Freude ist doch vergangen.“:
oben + oben rechts: Circa 1945 ??
[AK vs+rs: Slg. R. Boehm]

Das selbe Motive mit anderem Schrifttyp [AK: Slg. R. Boehm. Circa 1950 ??]:

Haushaltungsschule v. Knobelsdorff

Als Inhaberin des „Töchterheim Elisabeth“ wird das Frl. Erna von Knobelsdorff von Steinmetz von 1919 bis 1939 genannt.
In all den Jahren waren hauptamtlich 3, unbeamtlich 2 Lehrerinnen, zuständig für die Ausbildung im Kochen, Hauswirtschaften mit wissenschaftlicher Weiterbildung für mindestens 18/höchstens 36 Mädchen. (StABS 1.26.2)
Ab 1940 wird Major Arved von Knobelsdorff als Inhaber und Hauptmann Manfred von Knobelsdorff gemeinsam mit S. v. Helldorff als Leitung für die staatlich anerkannte private Haushaltungsschule genannt –
mit zur Zeit 3 Lehrerinnen für 38 Schülerinnen im Alter von 15 bis 19 Jahren; keine ist aus Bad Sachsa. [StABS 1.29.5].



  • Seit 1950 mietet das Pädagogium ein Stockwerk im Hause „von Knobelsdorff“ als Sextanerheim vom Polizeimajor a.D. Arved von Knobelsdorff (vgl. „60 Jahre Pädagogium“); und 1953 kauft die Familie Kulenkampf das – nunmehr „Haus Kulenkampf“ genannte – Anwesen und nutzt alle 28 Zimmer als Internat für die Unter- und Mittelstufe. (Reinboth 2015: „Aus der Geschichte des Pädagogiums…“).
  • Laut eines Prospektes von 1966 haben hier 56 Schüler/innen ein Bett.
  • Im Oktober 1986 erwirbt Frau von Hirthum (Niederlande) das Grundstück und betreibt für kurze Zeit ein „Altenheim mit vegetarischer Verpflegung.“ Naßzellen und Toiletten sollen eingebaut werden.
  • (vgl. auch: Kompendium der K.V. Absolvia e.V., Stefan Bierwisch, 1922, vgl. S. 48f; dort heißt es u.a.:
    „Offensichtlich waren zum damaligen Zeitpunkt die Vorteile dieses Standortes so überzeugend, dass im Jahre 1953 das gesamte Haus erworben und unter dem neuen Namen „Haus Kulenkampff“ als Internat genutzt wurde. Mit dem Schritt gelang es, den guten Ruf des Pädagogiums als Internatsgymnasium auf lange Zeit auszubauen. 1987 waren die Tage des inzwischen in die Jahre gekommenen alten „Hauses Kulenkampff“ gezählt und man zog in das neu gebaute und modernen Ansprüchen genügende Internatsgebäude gleichen Namens um. Es bietet bis zu 20 Jugendlichen Platz und setzt die Tradition erfolgreich fort.“).
Sommer 1965. Haus Kulenkampf [Chamba Riegelsberg auf Facebook 30.06.2024]
[28.10.2007, Foto: Horst Möller]
  • 1986: Ein neues „Haus Kulenkampf“ wurde auf dem Gelände im Ostertal errichtet und dieses Gebäude in der Steinaer Straße 49 verkauft
    [F. Reinboth 2015]
  • 1986: Frau von Hirthum [Niederlande] wird im Oktober 1986 als Eigentümerin ins Grundbuch eingetragen und betreibt ein Altenheim mit vegetarischer Verpflegung. Naßzellen und Toiletten werden eingebaut. Ob das tatsächlich umgesetzt worden ist, bleibt unklar
  • 1988: Gerade mal 2 Jahre später wird das Gebäuder im November 1988 erneut veräußert – nun an einen Bäckermeister aus Osterode, der betreibt den Umbau in Mietswohnungen. Der an der Talstraße gelegene untere Teil des Gartens wurde abgetrennt als Baugrundstück; dessen neuer Besitzer , Geschäftsführer einer nahegelegenen Gipsfabrik kommt bei einem Autounfall um 1997 ums Leben – so blieb dieser Grund unbebaut.
  • Als Mieter wohnen 1989 ff Umsiedler aus Russland in der Villa, die aber vor Ort keine Arbeit fanden.
  • Spätestens ab 1995 steht die Fachwerkvilla, 700 qm Wohnfläche, 1000 qm Grundstück wieder zum Verkauf [Harz Kurier 03/04.06.1995].

„Meine Familie hat da auch mal drin gewohnt. Wir gehörten zu den letzten 3 Familien, die drinn wohnten und hatte die Kellerwohnung
(Damals hatte das Haus seine besten Zeiten bereits Jahrzehnte hinter sich);
das war zwischen [19]96 und [19]98. Auch damals war SCHÖN was anderes.
Im obersten Stock konnte keiner drin wohnen, dann wohnte eine Mutter mit Kind in der Mitte, die rechtzeitig ausgezogen und wir waren die letzten, die da raus sind. Mein Vater hat immer noch versucht, dem Garten Herr zu werden – aber vergebens… Alles im allen waren wir froh, als wir da wieder raus kamen…“.
[Ste Fa Nie auf Facebook 30.05.2024]

  • 2000 zogen die letzten Bewohnen, sie kamen aus der DDR, aus.
    [F. Reinboth 2015: „Aus der Geschichte des Pädagogiums…“].
  • 2002 ff: Zwangsversteigerungen
November 2004 [10.09.2008, Facebook: „Photo by Reinhard“]
  • 2015: Zum Kauf stehen für 130.000 €: 2056qm, WF 180qm, sanierungsbefürtig.
  • 2018: nachwievor leerstehend.

Bedauernswerter Zustand [19.05.2018, 3 Fotos: R. Boehm]:

  • U.a. im Oktober 2018 wird die ehedem prächtige unter Denkmalschutz stehende Villa bei immobilienscout24 für 80.000 Euro zum Kauf angeboten [NK 8.500 Euro] und beschrieben mit 25 Zimmern, einer Wohnfläche von 600 qm auf einem Grund von 996 qm:
  • 2019: Der Kamin neigt sich gefährlich und droht auf das Gäßchen zu stürzen
    [Heidi Heimann mdl. 25.05.2019]
  • 2021: Brandstiftung Donnerstag früh gegen 3 Uhr, angeblich 50.000 € Schaden [HK 27.08.2021]
Oben: 26.08.2021, der erste Versuch. Unten: in der Folge 2022
19.03.2022 + 07.04.2022 [3 Fotos: Heinz-Michael Meißner]
  • 2024: Das Haus wird von der InterSPA gekauft
    [Nach Abriß der Villa sollen hier angeblich Wohn-Container aufgestellt werden, gedacht für Arbeiter zum Bau eines 49 Millionen-Projektes/Hotels an und über dem Pferdeteich sowie eines Parkhauses auf dem Forstmeister Baer-Platz. J.A. Pförtner Facebook 13.07.2025].
  • 2025: Vom 04. auf den 05.10.2025 brennt es erneut, bei Nieselregen bzw. sehr feuchter Luft. Ein Schelm, der Böses dabei denkt; sofort fallen den Sachsaern Ratskeller und Stöberhai ein!

Unten: In der Nacht vom 04./05.10.2025, der zweite Versuch.

[2 obere Fotos: FFW Bad Sachsa, 2 Fotos: FW Steina. Unten: 1 Foto. J. A. Pförter 24.10.2025]

Gegen Böswilligkeit hilft auch der Denkmalschutz nicht weiter…

  • Im Rahmen einer Bürgerinitiative versucht Joachim A. Pförtner das
    50-Millionen-Projekt im Salztal zu verhindern. Seine Stellungnahme auf Facebook am 05.10.2025 zu diesem Brand stelle ich hier ein [kommentarlos]:

Bad Sachsa – Bürger gegen das Investitions
Projekt im Salztal

„Liebe Freunde, in der Nacht hat es hier bei uns im Ort gebrannt.
Kurz nach 1:00 Uhr kam die Feuerwehr. Da stand das meines Wissens bis heute denkmalgeschützte, ehemals sehr schöne und stattliche, wenn auch leider seit Jahren baufällige Kuhlenkampff Gebäude an der Steinaer Straße bereits hell in Flammen.
Der Großbrand war weithin sichtbar. Dicke Rauchschwaden zogen Richtung Stadtmitte. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Morgen. Die Löschwasser Entnahme erfolgte vom nahegelegenen Pferdeteich. Das frühere Schüler Wohnheim des Pädagogiums ist nunmehr eine Brandruine.
Wie wir alle wissen, hat die Stuttgarter Interspa Gruppe zu Jahresbeginn 2024 das denkmalgeschützte Haus samt dem großen Grundstück gekauft, um an seiner Stelle ein Wohnheim für die zukünftigen ( Niedriglohn-? )Mitarbeiter des Spa Komplexes auf und am Pferdeteich zu errichten. Es hieß gerüchtweise, dass der Denkmalschutz auf Betreiben der Interspa aufgehoben worden sei. Im Gespräch mit einem Mitarbeiter der Denkmalschutz Behörde konnte ich mich allerdings im Sommer 2025 vom Gegenteil überzeugen.
Es war der zweite Brand im Kuhlenkampff. Meines Wissens durch Unachtsamkeit von dort nächtigenden Obdachlosen hatte es in der Vergangenheit bereits einen vergleichsweise kleinen Brand gegeben.
Doch dieser zweite Brand bei nasskaltem Oktober Wetter erfasste offenbar im Nu das gesamte, durch Schäden am Dach sicherlich auch innen weitgehend feuchte Gebäude. Ob es sich dieses Mal um eine, so wie es aussieht, professionelle Brandstiftung handelte, muss vorerst offen bleiben.
Doch dem Eigentümer und zukünftigen Bauherren Interspa dürfte der Brand gelegen kommen. Die bereits auf einer Bauausschuss Sitzung im Mai 2024 öffentlich gemachte Absicht, ein Wohnheim (in unmittelbarer Nähe des Pferde-teiches ) zu errichten und die weitere Absicht, offenbar genau dort auch ein Muster Modul zu Werbezwecken aufzustellen, dürfte jetzt wesentlich einfacher zu verwirklichen sein.

Allein die Abbruchkosten wären beträchtlich gewesen, zu denen das vom neuen Eigentümer offenbar nötigend angegangene „behördliche Problem“ Denkmal-schutz noch hinzutrat. Es ist nur wahrscheinlich, dass der Denkmalschutz angesichts der Brandruine nunmehr fallen gelassen wird.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die Interspa Gruppe das Kuhlenkampff zu Jahresbeginn 2024 erworben hat, bevor sie überhaupt vertraglich rechtsgültige Garantien für den Hotelbau über dem Pferdeteich haben konnte.

Es ist unabweisbar, dass rechtswidrige Zusicherungen von Seiten der Stadt Bad Sachsa dem Investor Interspa bereits vor dem Kauf des Kuhlenkampff rechtswidrige Garantien gegeben haben müssen, den umweltrechtlich legal nicht möglichen Hotel- und Parkhaus Bau im Rahmen der laut Bürgermeister Quade „größte Einzelinvestition in der Geschichte unserer Stadt“ gegen Recht und Gesetz dennoch zu realisieren.
Denn ohne den Hotelbau macht der Kauf des Kuhlenkampff für den Investor keinen Sinn. Auch in Sachen der Brandursache wird es zwangsläufig zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kommen. Mit Spekulationen sollten wir deshalb sehr vorsichtig sein und niemanden vorschnell verdächtigen. Persönlich bin ich allerdings ziemlich sauer. Joachim
P.S.: Von einem Frühschwimmer erhielt ich übrigens eine persönliche Nachricht darüber, dass die veränderten Öffnungszeiten des Salztal Paradieses zum 01. Oktober so plötzlich kamen, dass die Mitglieder seiner Schwimmgruppe gerade erst für den Monat Oktober neue Monatskarten gekauft hatten, die sie nun nicht mehr so nutzen können, wie es angedacht war. Bislang erfolglos versuchen sie nun, ihr Geld vom Bad Betreiber Interspa zurück zu bekommen. Center Manager Sebastian Meier lässt sich diesbezüglich allerdings verleugnen. Von einer Wertschätzung der ortsansässigen Badegäste durch die Interspa Betreiber Gesellschaft kann offenbar keine Rede sein. Doch auch die Wertschätzung der Stuttgarter Interspa durch Einheimische befindet sich im Sinkflug.
Und beim Landgericht Stuttgart hat die Interspa im Zuge ihrer rechtsmissbräuchen Klage schon im April erfolgreich beantragt, dass ich schon vor einem bis heute nicht gesprochenen Urteil ihre Anwaltskosten zu tragen hätte. Diese sind einerseits sofort vollstreckbar. Andererseits hatte ich mit meinem Befangenheitsantrag Erfolg. Die parteilich pro Kläger voreingenommene Kammer des Landgerichts, die per Vorurteil den betreffenden Beschluss gefasst hat, ist längst nicht mehr zuständig.“


Auch hier ein Kommentar + ein Foto von Joachim Pförtner
[Facebook 09.03.2025]
  • 2026: Im Februar steht der endgülige Abriß an
    [J.A. Pförtner Facebook 03.02.2026]
  • 2026: Im Oktober geht das Gerücht um: in den kommenden Tagen wird es eine Presseerklärung unseres Bürgermeisters zum Scheitern des „InterSPA-Projektes“ geben. [20.10.2026]