Tannenweg 6 – Bauakte

Der Villa soll es an nichts fehlen, „natürlich“ werden vorhanden sein mehrere offene Balkone/Wintergärten und diverse Erker.
Das hat allerdings Herrn Kälz nicht zufriedengestellt! Wer etwas auf sich hält, der ließ ein besonderes Türmchen nachträglich einzeichnen und bauen!

Grundriss der I. Etage

Die Villa wird über den Eingang im Süd-Westen durch eine offen Veranda in den „Corridor“ erreicht. Von hier wird die Verteilung der Wärme wie auch der Funktionsräume gestaltet. Gleich links liegt die Küche, über die auch eine (private) Stube erreicht werden

kann (Zugang auch vom Corridor aus). Nach rechts ist eine Stube mit anhängendem Schlafzimmer (mit Veranda) und weitere Schlafzimmer und Stuben zu erreichen. Die Einheiten können flexibel genutzt werden; „Herrschaften“ können mit Familie und Personal anreisen – aber auch Einzelpersonen können sich mit Stube und kleinerem Schlafzimmer zufriedengeben

Grundriss der II. Etage

Abort befinden sich jeweils auf der halben Treppe vom Parterre in die I. Etage sowie von der I. in die II. Etage (nicht aber auf dem Weg ins Dachgeschoß).
Auch gibt es keine Badezimmer, dafür sind die Schlafzimmer mit Waschbecken ausgestattet.

Die II. Etage ähnelt der Ersten; grundsätzlich wird hier ein von der Küche, wie auch vom Corridor erreichbares Speisezimmer vorgehalten.
Der Grundriss des Dachgeschosses verrät uns die beabsichtigte Nutzung der oberen Räume: über das Treppenhaus erreicht man 6 Schlafzimmer (5x ca. 16qm groß und 1x ca. 11qm klein) und eine “ Stube“  (ca. 11 qm) mit Balkon.

Das bisher unbebaute Grundstück grenzt nach Nord-Westen, getrennt durch einen „Weg zur Holzabfuhr“, an den Wald [rechter Bildrand].
Nach Nord-Osten liegt das „Nachbargrundstück Herrn Rhotert Schuldirektor“ [am unteren Bildrand]; nach Süd-Westen trennt ein „Eigener neuer Weg“ [in 1901 wird die Verpflichtung bezüglich einer später evtl. zu bauenden Strasse festgehalten; noch in den 1920er Jahren wird dieser Weg als „Privatweg“ erwähnt] das Grundstück des Herrn Stolle [nicht sicher, schlecht zu lesen] ab.
Nach Süd-Osten geht das Grundstück über den Zeichnungsrand weit hinaus.