Waldsaumweg 10

Zeichnung zu einem Wohnhausanbau für Herrn Pfarrer em. Kimpel in Bad Sachsa.
Durch Maurermeister Robert Kälz in 1924

Pastor em. Theobald Kimpel erwirbt am 5. September 1920 die bisher städtischen Gebäude des Pädagogiums Bad Sachsa.
Gemeinsam mit seiner Gattin Maria betreut er die Internatsschüler im ehemaligen Haus Tannenberg.
„Pastor Kimpel war es auch, der dem Heim – offensichtlich im Zusammenhang mit dem zu dieser Zeit weit verbreiten Kult um den Generalfeldmarschal und späteren Reichpräsidenten Hindenburg – in Erinnerung an die Schlacht von Tannenberg den Namen „Tannenberg“ verlieh.
Die Weltwirtschaftskriese, die am 24. Oktobr 1929, dem sogenannten „Schwarzen Freitag“, einen Höhepunkt erreichte, brachte auch das Pädagogium in große Schwierigkeiten. 1929 war das Haus Tannenberg geschlossen und ein Verkauf desselben galt als wahrscheinlich. Rechtsanwalt Dr. Kulenkampff-Pauli
[Anm. R. Boehm: Theobald Kimpel  verstirbt am 27. November 1928; seine Frau Maria Kimpel  folgt ihm am 07. Oktober 1930],
ein Neffe der Frau des Pastors Kimpel, nahm [nach] dessen Tod 1928 die Geschicke des Pädagogiums in seine Hände. Er erkannte das große Potential dieser Lehranstalt und führte das Schülerheim nach Erlangung der staatlichen Genehmigung zur Koedukation 1930 als Mädcheninternat weiter….
Finanzielle Schwierigkeiten führten 1980 zum Verkauf des Hauses Tannenberg und einer Aufteilung des Grundstücks…
Heute sind im Haus Tannenberg abweichend von der historischen Tradition die männlichen Schüler untergebracht, während die Schülerinnen ihr Domizil im Haus Kulenkampff gefunden haben.“
[Kompendium der K.V. Absolvia e.V., Stefan Bierwisch, 2022, vgl. S. 46-48]

[Fritz Reinboth führt zur „Villa Wendt im Waldsaumweg 10“ bzw. zum
„Haus Tannenberg“ aus:
„und richten dort ein Schülerheim für Jungen der Unterstufe ein. Das Haus erhält den Namen „Haus Tannenberg “.]


1925

1928: Neubau von 2 Geflügelställen
für den Pfarrer a.D., Herrn Theobald Kimpel. Durch Zimmermeister August Heise