WASSER ist LEBEN

Siehe unter: Die Uffe (Von der Quelle bis zur Elbe)
Siehe unter: Die Trinkwasserversorgung
Siehe unter: Die Mühlen
Siehe unter: Heilwasser: Das Sachsa`er Stahlwasser
Siehe unter: Hochwasserschutz

Grundlegend hat sich Dr. Sophie Wichers 1932 mit der
Verwendbarkeit der Landschaftsanalyse im Gebiet von Bad Sachsa (Südharz)
mit unserem Wasser auseinandergesetzt.

WASSER ist LEBEN

Ohne Wasser keine Fische!
Ohne Wasser keine Mühlen!
Ohne Mühlen kein Sachsa!
Ohne Wasser kein Bad Sachsa!

Uffe, Brunnen und mehr!

Sachsa, Steina, Wieda

IN ARBEIT !!!!!! IN ARBEIT IN ARBEIT !!!!!! IN ARBEIT

Ohne Wasser kein Sachsa!

Auch Steina und Wieda sind insbesondere aufgrund des Wassers gegründet worden.
In seiner „Zusammenstellung von Daten zur Stadtgeschichte Bad Sachsa“ hat Gerhard Möller, Stand 18.09.2005, über den Ortsnamen Sachsa, die Uffe und den Sachsengraben Folgendes zusammengetragen:

nach 531

…Wie weit die Sachsen gesiedelt haben, sieht man an den Ortsnamen Sachsa, – früher und noch heute im Volke nur „in der Sachse“ genannt – Sachsenstein, Sachsengraben, dialektisch Sassengraben oder Saasengraben, Ober- und Niedersachswerfen. 

650

 Die Ansiedlung Sachsa stammt etwa aus dieser Zeit.
[Belege dafür werden nicht genannt]

 Im Ortsnamen (Bad) Sachsa wird man am ehesten eine alte Verbindung 
*Sahs-aha sehen dürfen, worin als Grundwort germ. aha „Wasser, Fluß, Bach” vermutet werden kann. Es dürfte aber kaum der Name der Sachsen enthalten sein (die Namen- und Wortbildung stimmt damit nicht überein), sondern eher Sahs-„Stein”.

Der Name hätte dann „Steinbach” bedeutet

und sich – vielleicht als Teilabschnittsname, der im Ortsnamen erhalten blieb – auf den Fluß Uffe bzw. Sachsengraben bezogen. (Überholt:) (61, 1 v f.) Der Theil von der Unstrut und Helm an dißeits, biß an die Elbe jenseits des Harzwaldes hieß Nord-Thüringen. Man findet in alten Documenten, daß nicht nur der Fluß Zorge, sondern auch die Örther Branderode, Ellrich, Gudersleben, Clettenberg, Sachse und Woffleben zu Nord-Thüringen gehöret haben: Da nun diese alle dießeits der Helm nach Mitternacht zu liegen, so erhellet daraus, daß der Strich der Grafschaft Hohnstein, so dießeits der Helm nach Norden zu gelegen, nach Nord-Thüringen gehöret.

Otto Löhnis schreibt 1962 (in Klammern sind Anmerkungen von selbigem Gerhard Möller) zum Sachsengraben, läßt aber genauso die Herkunft des Namens Uffe ungeklärt:
Nachdem die Sachsen am Beginn des 6. Jahrhunderts bis an den Südharz vorgedrungen waren, erbauten sie innerhalb der vorhistorischen Anlage auf dem Sachsenstein eine Grenzfeste gegen die Thüringer und Hessen [die Auffassung, es handele sich um eine Festung gegen die Hessen, entspringt wohl der Vorstellung, daß der hessische Graf Erpho hier begütert gewesen sein soll; historisch und geographisch ist sie nicht haltbar.]. Als weitere Grenzsicherung diente der Sachsengraben, der sich von Sachsa bis nach Wallhausen zum Teil durch Flußläufe, z. T. durch mächtige Erdwälle, die an einzelnen Stellen noch deutlich erkennbar sind, hinzog. Darüber ist folgendes bekannt (11): (Paul Grimm 1958) [als Zitat von mir eingerückt, Ende des Zitats unklar, G. M.] 

 Das wichtigste Denkmal der erschlossenen Herrschaftsgrenze gegen das
fränkisch beherrschte Restthüringen bildet der Sachsengraben. Seine
Bedeutung im Gelände ist eindeutig: Während die übrigen nach 531 ge-
schaffenen Grenzen durch natürliche Landschaften gebildet werden
(Gebirgsmassiv des Harzes und die stellenweise stark versumpften
Niederungen der Helme), hatte er die Aufgabe, die Grenze durch den
ursprünglich schmalen waldfreien Streifen zwischen Helme und Harz
zu bilden. Diesem Sachsengraben an der Südostecke des Harzes hat
die sächsische Grenze an der Südwestecke des Harzes entsprochen.
Er verläßt bei Sachsa den Harz
(in Sachsa noch als Uffe) und findet
seine Fortsetzung an der alten Heerstraße über Obersachswerfen,
Gudersleben, Woffleben, Niedersachswerfen und Nordhausen, führt
dann weiter an der Alten Landwehr (auch Sachs- oder Friesengraben
genannt) der Alten Straße entlang bis zum Sachsengraben bei Wallhausen.

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Die vielleicht treffenste Erklärung wurde in den Bad Sachaer Nachrichten am 21.09.1983 abgedruckt;
nur leider wird auf Quellenangaben verzichtet. Dort heißt es:
„Das Wort uffe meint etymologisch versickerndes Wasser, also ein Sickersumpf, wie es unter der Sachsenburg bestand, im Gegensatz zu affe, das zutagetretendes Wasser im Wortklang von Aue meint und wie ein solcher Quellsumpf im Gebiet des Walkenrieder Affenteiches existiert, dessen Niveau ca. 10 m unter dem der Seelöcher liegt, in welchem Uffe und Buchtgraben verschwanden, um wahrscheinlich bei Walkenried wieder aufzutauchen.“. 

UFFE

Auch zur Zeit der westfälischen Herrschaft (Richard Hallbauer, Bd. 3. S. 149) waren offensichtlich Namen unbekannt;
dort heiß es, dass man versuchte „auf alle mögliche Weise Geld für die leeren Kassen [Anm.: der Stadt] aufzutreiben. So wurde auch die Fischerei in den Bächen und sonstigen wilden Gewässern verpachtet. Das geschah zum ersten Male im Jahre 1809. In hiesiger Flur wurden dazu 5 Parzellen eingerichtet. Es wurden folgende Wasserbäche zur Verpachtung angeboten:

  • 1. Das Wasser über dem Schmelzteich von dem Busche über dem Schmelzteich an bis nach der Kuckanswiese bis zum Ende des Baches.
  • 2. Das Wasser über dem Schmelzteich, welches in dem anderen Tale rechter Hand herunterfließt und zwar von seiner Quelle an bis dahin, wo es in den Bach zu Nr. 1 fließt.
  • 3. Das Wasser im Ostertale von der Grenze an bis in der Stadt Straßen und in diesen fort bis an die Neuhöfer Grenze.
  • 4. Der Bach, der von der Salzwiese herunterkommt, bis dahin, wo der Hopfenforst endet [Anm.: a.a.O. wird als „Hopfengarten“ der Bereich am damaligen Stadtrand zwischen heutiger Bismarckstraße, Poststraße und Wiesenstraße bezeichnet].
  • 5. Das Wasser von der Durchfahrt des Wiedaer Weges beim Blumenberge an bis in das Borntal.

Gemeinschaftlich mit Neuhof wurde verpachtet

  • 6. der Strich Wassers von der Durchfahrt des Wiedaer Weges bis nach dem See zu, wo die beiderseitigen Grenzen nicht mehr wechseln.“

1896: „Der Bau von Sachsas erster Wasserleitung wird abgeschlossen.
Quellen zur Wasserversorgung befinden sich unterhalb des Ravensbergs,
am Birkenkopf, Silberquelle und Kuckanstal, dabei hat sich Richard Breslau, ehemaliger Bürgermeister von Erfurt, sehr verdient gemacht.“