WASSER SUCHT SICH SEINEN WEG: 12/2023
oder:
Hochwasser mit Ankündigung

20 + 21. Dezember 2023
Am 21.12.2023 warnt Landrat Alexander Saipa (Goslar)
auf u.a. Facebook auch die Öffentlichkeit:
ACHTUNG: Es wird anhaltend starker Regen erwartet, mit kurzen Pausen. Die Regenmenge wird voraussichtlich zwischen 60 und 90 Litern pro Quadratmeter liegen, in Staulagen könnten es sogar bis zu 120 Liter pro Quadratmeter werden. Dieser langanhaltende Regen kann zu Hochwasser in Bächen und kleinen Flüssen sowie zu Überschwemmungen auf Straßen führen.

Jeder hat seine Sicht auf die Dinge!
[Foto: Horst Danneberg, 24.12.2023]
Das Sturmtief ZOLTAN.

Amtliche UNWETTERWARNUNG
vor
ERGIEBIGEM DAUERREGEN
—
Im Bereich
Göttingen/Osterode wird offensichtlich kein Problem erwartet
„Harzwasserwerke bereiten sich auf Hochwasser vor“
Dem täglichen Bericht der Hochwasserinformation der Harz Wasserwerke GmbH kann im Dezember 2023 entnommen werden: (11.01.2024, https://www.harzwasserwerke.de/category/hochwasserinformationen/)
Auszüge vom
20.12.2023:
„…Für die Weihnachtszeit werden im Harz laut den aktuellen Wettervorhersagen hohe Niederschlagsmengen mit Summen zwischen 100 bis 180 Millimeter vorhergesagt. Die Harzwasserwerke stellen sich daher auf hohe Zuflüsse an den Talsperren ein.
Die Talsperren sind in diesem Jahr besonders hoch und überdurchschnittlich gefüllt. Damit trotzdem ausreichend freier Stauraum für ein mögliches Hochwasser an Weihnachten bleibt, entlasten wir die Talsperren schon vorab und lassen mehr Wasser als üblich ab, erklärt Lars Schmidt, der kaufmännische Geschäftsführer der Harzwasserwerke.
In enger Absprache mit der Aufsichtsbehörde, dem Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), werden die Talsperren daher unter Berücksichtigung der meteorologischen und hydrologischen Vorhersagen gesteuert. So wurde zum Beispiel die Wasserabgabe an der Okertalsperre frühzeitig erhöht, um zusätzlichen Stauraum für die erwarteten hohen Zuflüsse zu schaffen.
Zusätzlich wird in den Talsperren generell immer ein gewisser Stauraum für ein besonders starkes Hochwasser freigehalten – der sogenannte Hochwasserrückhalteraum. Daher werden die Talsperren auch nicht vollständig angestaut. Aktuell ist dieser Hochwasserrückhalteraum in allen Talsperren noch nicht erreicht.
Überdurchschnittlich nasses Jahr
Hintergrund für die laufenden Maßnahmen sind die besonders nassen Verhältnisse im Harz. So sind die Talsperren im West-Harz aktuell zu 88 Prozent gefüllt und liegen damit sogar rund 18 Prozent über dem Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre.
Allein der November brachte im Harz fast die doppelte Menge des durchschnittlichen Niederschlags. Auch der Oktober war bereits vielerorts besonders regenreich.
Im vergangenen Jahr sah das Bild an den Talsperren noch ganz anders aus: Damals waren die Wasserspeicher im Harz nur zu 42 Prozent gefüllt.
Das aktuelle Jahr zeigt, dass sich die Extreme von Trockenheit und Hochwasser immer häufiger und schneller verändern können. Daher wollen wir unsere Anlagen auch langfristig an die gewachsenen Herausforderungen anpassen, erklärt Lars Schmidt.
Auch die Bedeutung der Talsperren wird aktuell wieder besonders sichtbar: Die großen Wassermengen, die jetzt im Harz eingestaut sind, bilden die Grundlage für die Trinkwasserversorgung im kommenden Jahr. Gleichzeitig bieten die Talsperren trotzdem sicheren Hochwasserschutz.“
22. Dezember 2023
22.12.2023:
„…Nach den aktuellen Niederschlagsmodellen des Deutschen Wetterdienstes und weiterer Prognosen sind für den Harz an den Weihnachtstagen weiterhin zum Teil erhebliche Niederschläge angekündigt…
Aktuell ist davon auszugehen, dass die Füllstände der Talsperren auch über die Weihnachstage weiter steigen werden und einzelne Talsperren auch den Vollstau erreichen könnten, sagt Lars Schmidt, Kaufmännischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke.
Aktuell sind die Talsperren zu 87 Prozent gefüllt…
Mit Blick auf das angekündigte Hochwasser-Ereignis im Harz hatten die Harzwasserwerke bereits in der vergangenen Woche erste Maßnahmen ergriffen, um die Talsperren schon vor den berechneten Hochwasserwellen zu entlasten. So wurde an allen Talsperren mehr Wasser abgelassen, als nach dem Betriebsplan erforderlich wäre…“
24.12.2023:
„Hochwasser-Situation auch an Heiligabend weiter angespannt – Talsperren können Wasser aufnehmen…

22.12.2024
Landkreis Goslar
(Facebook 25.12.2024: 3 Tage)
AMTLICHE UNWETTERWARNUNG FÜR DEN LANDKREIS GOSLAR
Für das gesamte Gebiet des Landkreises Goslar gilt weiterhin die amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor
ergiebigem Dauerregen, vor Sturmböen sowie für den heutigen Tag in Lagen oberhalb von 600 Metern vor leichtem Schneefall in Kombination mit Glättegefahr.
Mit Blick auf die ergiebigen Regenfälle, die in den kommenden Tagen und auch über das Weihnachtsfest erwartet werden, können Überschwemmungen von Straßen sowie Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen nicht ausgeschlossen werden. Die Böden sind verbreitet tiefreichend gesättigt, was die Gefahr eines vermehrten Abflusses von Oberflächenwasser erhöht.
Die Feuerwehren im Kreisgebiet haben bereits präventive Maßnahmen – wie das Befüllen von Sandsäcken – ergriffen und umgesetzt. Und auch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale soll im Laufe des Tages alles für ein mögliches Hochfahren der Technischen Einsatzleitung (TEL) vorbereitet werden.
Auch die Harzwasserwerke schaffen Platz in ihren Talsperren und haben die so genannte Unterwasserabgabe deutlich erhöht. Das Ergebnis dieser Maßnahmen wird unter anderem in den Flussläufen von Oker und Innerste sichtbar.
Den Warnungen der Niedersächsischen Landesforsten sowie des Nationalparks Harz, Wälder aufgrund des Sturms zu meiden, schließt sich der Landkreis an.
Landrat Dr. Alexander Saipa bittet die Bürgerinnen und Bürger die Warnhinweise ernst zu nehmen und gängige Vorsichtmaßnahmen zu beachten. Die Lage wird der Landkreis selbstverständlich auch über das bevorstehende Festwochenende im Blick behalten, um gegebenenfalls schnellstmöglich reagieren zu können. Dazu besteht unter anderem der direkte Draht zur Feuerwehr und Polizei.
23. Dezember 2023

23.12.2023 um 14.22 Uhr
Landkreis Goslar
++++BITTE TEILEN++++
AKTUELLES UPDATE: NIEDERSCHLÄGE HALTEN AN
Die Niederschläge halten an. Im Harz wird ergiebiger Dauerregen bis Montagmorgen zu Niederschlagsmengen zwischen 70 und 100 Litern pro Quadratmeter führen. In Staulagen werden die Niederschlagsmengen bei etwa 120 Liter pro Quadratmeter liegen.
Der Regen lässt die Pegel in den Bächen und Flüssen weiter ansteigen. Nach aktueller Prognose werden die Höchststände im Verlauf des 24. und 25. Dezembers erwartet.
Die Experten rechnen gegenwärtig damit, dass die Pegel teilweise deutlich oberhalb der höchsten Meldestufe liegen werden. Die Höchststände vorangegangener Hochwasserereignisse werden aber voraussichtlich nicht erreicht.
Überschwemmungen in bebauten Lagen und Wohngebieten können dennoch nicht ausgeschlossen werden.
Für den Altstadtbereich der Stadt Goslar besteht aktuell keine akute Gefahr von Überschwemmungen.
Die Harzwasserwerke als Betreiber der Talsperren sind weiterhin dabei Wasser aus den gut gefüllten Talsperren abzulassen, um die anstehenden Wasserwellen aus dem Harz aufnehmen zu können. Der Wasserablass aus den Talsperren trägt natürlich auch zum Anstieg der Pegel in den Flussläufen bei.
Die Feuerwehren, der Landkreis Goslar sowie die Städte und Gemeinden haben bereits Maßnahmen zur Hochwasserabwehr ergriffen, stehen im ständigen Austausch und beobachten die Entwicklung der Lage kontinuierlich.
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Allerdings verläßt die Uffe bereits am 23. 12.2023 teilweise ihr Bett,
einige Keller stehen im Wasser;
für viele Feuerwehrleute rückt die Bescherung
zum Heiligabend und Weihnachten in weite Ferne…
FFW Steina
Alarm: #13-17/2023
Datum: 23. Dezember 2023 um 22:17
Stichwort: Hochwassereinsatz
Ort: Stadtgebiet Bad Sachsa

Alarmiert wurden wir vorerst zur Befüllung von Sandsäcken an den Bauhof Bad Sachsa.
Nachdem die Vorräte erschöpft waren, wurde ein Teil unserer Kräfte zum weiteren Befüllen auf den Bauhof von „Garten Bosse“ verlegt. Die restlichen Kräfte sind mit
2 Tauchpumpen vorerst an unseren Einsatzabschnitt Uffeplatz ausgerückt um den Keller leer zu pumpen und Sandsäcke auszulegen.
Nachdem der Schaden dort bestmöglich begrenzt wurde, kehrten wir vorerst alle zum Feuerwehrhaus Bad Sachsa zurück.
Jedoch lies der nächste Alarm nicht lange auf sich warten. Dieses Mal ging es für uns in die eigene Ortslage.
Im Eulental hatte sich ein Ablauf zugesetzt, so dass das Wasser teilweise bis zu 10cm hoch auf der Straße stand und auch hier die ersten Keller voll gelaufen waren.
Der Ablauf wurde von uns befreit und somit ein weiteres volllaufen verhindert.
Im Anschluss fuhren wir weitere Einsatzstellen in Steina an, auch diese konnten alle von uns abgearbeitet werden, so das wir gegen 08:00 Uhr zum Frühtstück ins Feuerwehrhaus Bad Sachsa einkehren konnten. Im Anschluss pumpten wir noch einen letzten größeren Keller in der Uffestraße leer. Im Anschluss konnten wir wir den Einsatz um 09:00 Uhr beenden.
Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehren Steina + Bad Sachsa + Tettenborn + Neuhof +
Feuerwehren der Kreisbereitschaft + der Stadt Bad Lauterberg +
Technisches Hilfswerk + Rettungsdienst + Polizei
Unser Dank gilt der FFW Steina für diesen Bericht und die 4 Fotos (s.o., Facebook 25.12.2023) – und vor Allem dem unermüdlichen Einsatz aller ehrenamtlichen und nicht-ehrenamtlichen Helfer insbesondere in diesen Tagen!
24. Dezember 2023
In der Kernstadt Bad Sachsa (auch in den Ortsteilen?) alarmierte uns die Sirene in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember 2023 gegen 5 Uhr morgens
[8 Fotos: Ralph Boehm. Auf Höhe „Altes Rathaus“ mit Rathausbrücke, Uffestraße 1, sowie unterhalb]







„Die Tiefgarage unter der Eislaufhalle überflutet gerade. Rausfahren kann man kein Auto mehr, weil die Feuerwehr bereits in der Einfahrt steht – danke für euren Einsatz“. [3x Sascha Storz, Facebook 24.12.2023 gegen 5 Uhr morgens]



23. auf 24.12.2023, in der Nacht
[FFW Tettenborn, 7 Fotos:
Facebook, 25.12.2023, 11.47 Uhr]







24.12.2023 vormittags: Bürgermeister Daniel Quade macht sich Bilder der Lage.
[5 Fotos, auf Facebook gegen 11.00 Uhr]



Minigolfplatz
Schmelzteich-Wiese
Uffeplatz
Uffestraße


24.12.2023: Landwirtschaftsbetrieb Schulz in Neuhof [4 Fotos, auf Facebook]
Landwirtschaftsbetrieb Schulz fühlt sich ausgelaugt.
Mecklenburgische Seenplatte oder Neuhof im Harz? Das ist im Moment gar nicht so einfach zu erkennen. Aber Spaß beiseite, die aktuelle Hochwassersituation ist nicht gerade witzig. Wir hatten heute morgen das Wasser in unseren Kellern bis zu 45 cm hoch stehen. Insgesamt 6 Pumpen haben dafür gesorgt, dass unsere Kellerräume im Tagesverlauf zumindest einigermaßen vom Wasser befreit werden konnten. Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Nachbarn und Freunden bedanken, die uns den ganzen Tag unterstützt haben! Ohne euch hätten wir das nicht geschafft. Natürlich auch ein großes Dankeschön an die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren, die seit über 24 Stunden versuchen in ganz Neuhof und Umgebung das Schlimmste zu verhindern.
Wir wünschen Euch allen nichtsdestotrotz ein frohes Fest und besinnliche Feiertage. Und schöne Stunden im Kreise eurer Liebsten.
P.S. Lieber Weihnachtsmann, wenn du heute unsere Geschenke bringst, dann zieh dir bitte Gummistiefel an!



Unten:
Zwei Aufnahmen zeigen die Straße
Am Sachsengraben
in Neuhof
[Quelle unbekannt]

24.12.2023: Auf dem Weg vom Minigolfplatz über Schmelzteichwiese, Schmelzteich, Philosophenweg, Schimmelbrücke, Ratskeller- und Eulingsbrücke bis zum Uffeplatz [14 Fotos: Horst Danneberg]














24.12.2023 gegen 13 Uhr [11 Fotos: Robert Boehm]











Die Harz Wasserwerke GmbH berichtet dann am 24.12.2023 um 15 Uhr:
„Hochwasser-Situation auch an Heiligabend
weiter angespannt – Talsperren können Wasser aufnehmen
Auch in den vergangenen 24 Stunden wurden im Harz erneut erhebliche Regenmengen registriert. Stellenweise erreichten die Wetterstationen der Harzwasserwerke sogar Werte von bis über 180 mm Niederschlag seit vergangenem Mittwoch (20.12.2023).
Die Talsperren können die großen Wassermengen aus dem Niederschlag sicher aufnehmen und bieten trotz der sehr hohen Zuflüsse weiterhin sicheren Hochwasserschutz. Laut den aktuellen Modellrechnungen des NLWKN werden die Talsperren den Vollstau zudem voraussichtlich nicht erreichen. Aktuell sind die Talsperren zu 90 Prozent gefüllt.
Vorzeitige Entlastung der Talsperren zahlt sich aus
Wie sich aktuell abzeichnet, hat den Talsperren hierbei vor allem das vorzeitige Ablassen des Wassers geholfen. Als Präventionsmaßnahme hatten die Harzwasserwerke bereits in der vergangenen Woche damit begonnen, die Abgaben mit Blick auf das kommende Hochwasser anzupassen. So wurden in Abstimmung mit dem NLWKN die Abgaben an alle Talsperren erhöht, um so zusätzlichen Stauraum zu schaffen.
Noch keine Entwarnung
Rund um die Weihnachtsfeiertage bleibt die Hochwasser-Lage aber trotzdem angespannt. Auch die Wetterdienste geben noch keine Entwarnung und kündigen in ihren aktuellen Prognosen weiteren Niederschlag mit Mengen von etwa 50 bis 90 mm an.
Einsatz und Hochwasser-Bereitschaft auch an Heiligabend…“.

25. Dezember 2023
25.12.2023, ca. 10 Uhr auf Facebook.
40.8 Ltr-qm in den letzten 24 Std. Niederschlag
[Peter Beyermann]

25.12.2023 gegen 11 Uhr: Unser Haus am See [Evelin Czwalinna auf Facebook]



25.12.2023 gegen Mittag

Wassertretstelle im Vital-Park (Wasser aus dem Ostertal kommt hier dazu),
Uffestraße.
[4 Fotos: Yvonne Schönecker, Facebook 25.12.2023]

25.12.2023 gegen 14 Uhr [3 Fotos: Robert Boehm]



25.12.2023 gegen 16.00 Uhr: Märchengrund [wohl Barbara Hinrichs]
Wasser aus insbesondere dem Spuketal und dem Katzental.






Habe zwei Wasserpumpen zu verleihen [Facebook]

26. Dezember 2023
26.12.2023
Uffequelle.
Rohr verstopft:
Wasser sucht sich
einen neuen Weg,
bis es weiter unten ins Bachbett zurückkehrt.
[Steffi Hahn, Facebook]



Erst um 23.00 Uhr warnen die Wasserwerke am 25.12.2023:
Hochwasser-Situation verschärft sich über Nacht – Abgabenerhöhung an Oker- und Innerstetalsperre über Hochwasserentlastung.
Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen mit vorhergesagten Niederschlägen von bis zu 50 mm in der Nacht bis zum Vormittag des 2. Weihnachtsfeiertages (26.12.) ist eine dritte Hochwasserwelle in den Zuflüssen der Talsperren zu erwarten.
Dadurch werden sich die Talsperren der Harzwasserwerke so stark füllen, dass es voraussichtlich in der Nacht auf den 26.12. an zwei Talsperren zu einer planmäßigen Abgabenerhöhung über die Hochwasserentlastung kommen wird.
Unter ungünstigen Umständen sind dabei an der Okertalsperre Abgaben bis zu 60 Kubikmeter pro Sekunde und an der Innerstetalsperre bis zu 40 Kubikmeter pro Sekunde möglich…
Verfolgen Sie die aktuelle Entwicklung bei Ihnen vor Ort
Die erhöhten Abgaben werden im weiteren Flussverlauf unterhalb der Talsperren zu größeren Auswirkungen im Vorland führen.
Bitte informieren Sie sich daher auch über die aktuelle Hochwasser-Situation in Ihrer Region! Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Stadt und Gemeinde und der jeweiligen Katastrophenschutz-Behörde vor Ort.
26.12.2023:
Auch am 2. Weihnachtsfeiertag sind die Zuflüsse der Talsperren der Harzwasserwerke weiterhin hoch. Die Abgaben an der Oker- und Innerstetalsperre sind daher ebenfalls erhöht und entlasten die nahezu voll eingestauten Talsperren planmäßig über die Hochwasserentlastungsanlagen…
Talsperren-Füllstände gehen leicht zurück
Aktuell gehen die Füllstände der Talsperren insgesamt leicht zurück, da die Hochwasserentlastungen durch ihre höheren Abgaben wieder zusätzlichen Stauraum schaffen.
Insgesamt bleibt die Hochwasser-Situation zu diesem Zeitpunkt aber weiterhin angespannt.
28.12.2023:
Leichte Entspannung an den Talsperren nach Weihnachten
Die Füllstände der Talsperren gehen nach der dritten Hochwasserwelle mittlerweile wieder leicht zurück.
Stephan Weil,
Ministerpärsident des Landes Niedersachsen, besuchte am 31.12.2023 das Hochwassergebiet am Zusammenfluss von Weser und Aller. Im Harzkurier vom 03.01.2024 wird darüber berichtet und Weil warnt:
„Niedersachsen muss sich aufgrund des Klimawandels zunehmend auf Hochwasserlagen einstellen“ und weiter „Extremwetterereignisse einschließlich aller damit verbundenen Schäden werden in der Zukunft nicht weniger, sondern eher mehr werden“. Man müsse daher klären, wie mit diesen Schäden umzugehen sei. „Es spricht sehr viel mehr dafür, den Gedanken der privaten Vorsorge deutlich zu verstärken.“
[Persönliche Anmerkungen:
Städische Besiedelung und damit verbunden Versiegelung sind
nicht „von Gott gegeben“,
sie sind Auswirkungen politischer Entscheidungen!
Aufgrund von Starkregen und Schneeschmelze sammelt sich Wasser insbesondere in Tallagen (bspw. im Südharz am Rande des Harzes, besonders in Bad Sachsa). Eben deshalb kann es auch genau hier reguliert werden durch Talsperren, Verzögerung der Fließgeschwindigkeit, Schaffung von Überschwemmungsgebieten etc.]
Es sollte also die Vorsorge im Fordergrund stehen, damit es nicht zu solchen Feststellungen kommt: Die Lage sei kritisch, aber stabil, sagte Weil.
„Die Einsatzschwerpunkte verlagern sich: Sie haben in Südniedersachsen begonnen und sind Tag für Tag Richtung Norden weitergewandert“, so Weil.
Angesichts eines flächendeckenden Hochwassers sei die Lage bislang gut bewältigt worden. So hätten deutlich weniger als 2000 Betroffene Haus oder Wohnung verlassen müssen. Man müsse aber weiter „hochaufmerksam“ sein…. (Harzkurier 03.01.2024)
Anhang: NEUHOF. Fotos des Harz Kuriers [ohne Datum]









