Der Wasserleitungsverband + die Talsperre Steinatal

Siehe unter: Die Uffe (Von der Quelle bis zur Elbe)
Siehe unter: Die Trinkwasserversorgung
Siehe unter: Die Mühlen
Siehe unter: Hochwasserschutz

  1. Vorwort
  2. Die Quellen
  3. Die Brunnen
  4. Die Tiefenbrunnen
  5. Die Hochbehälter
  6. Der Wasserleitungsverband + die Talsperre Steinatal

Burkhard Schmidt hat „Die Sorge um das Wasser in Tettenborn“ in folgendem Artikel des Harz Kuriers am 01.08.2020 zusammengefasst, Teil 2:
[Teil 1 siehe dort über die Brunnen]

Nach vielen Verhandlungen und Voruntersuchungen durch die Preußische Landesanstalt für Wasser-, Luft- und Bodenhygiene, die eine Untersucht zur Beschaffung von gutem Trinkwasser am südlichen Harzrand durchführte, wurde beschlossen, etwa 300 bis 500 Meter oberhalb eines Forstwiesengrundstück im Steinatal das Wasser des Steinabaches anstauen zu lassen und in einer Rohrleitung dem Versorgungsgebiet zuzuleiten. Zunächst sollten die Hohensteinischen Gemeinden Tettenborn, Mackenrode, Clettenberg, Branderode, Liebenrode und Obersachswerfen mit Wasser versorgt werden. Weil die Braunschweigische Gemeinde Neuhof auch im Untersuchungsgebiet lag, sollte sie mit angeschlossen werden. Weiter wurde der Anschluss der Orte Osterhagen und Bartholfelde in Erwägung gezogen. Nachteilig durfte sich jedoch die Wasserversorgung von Steina nicht auswirken. Die Kosten für die 55 Meter Staumauer im Steinatal und die Wasserleitung trug die Grafschaft Hohenstein. Pro Hausanschluss betrugen die Baukosten 54,00 Reichsmark.

In einer Mitteilung des Landrates aus Nordhausen hieß es: „Der Bau fing schleppend an! 9. August 1930: Das Verbrauchswasserwerk Südharz konnte in diesem Jahr leider noch nicht ausgeführt werden. Im Steinatal sind auch keine weiteren Anlagen außer denen, die bereits im Herbst 1929 errichtet worden, neu errichtet worden. 29. April 1931: Das Verbrauchswasserwerk Südharz konnte auch in diesem Jahr leider noch nicht ausgeführt werden. Außer Sperrmauer, Sammelschacht, Überlauf und Entleerungsleitung sowie Sickerrohre.“

Arbeitslose verpflichtet

Für den Bau der Wasserleitung sind zum Ende der Weimarer Republik die arbeitslosen Männer aus den angeschlossenen Dörfern verpflichtet wurde. Das Kreisbauamt veranschlagte 200 Arbeitstage mit 100 Erwerbslosen. Mein Großvater (Beruf: Zimmermann) musste ein Jahr auf der Baustelle arbeiten.

Das Wasser läuft entlang der Sperrmauer in die Brunnenstube und dann in zwei Leitungen für die einzelnen Entnahmegebiete.
[© Dr. Hugo Haase / Archiv Thüringer Zeitung. In HK 01.08.2020 12.06 Uhr]
Schachtarbeiten im Jahr 1930 für die Wasserleitung von der Talsperre Steina nach Tettenborn.
[© Uni Göttingen, Dr. Hugo Haase.
In HK 01.08.2020 12.06 Uhr. Mit KI aufgehübscht/koloriert]

Der endgültige Ausbau der Leitung sollte ab Herbst 1933 erfolgen und versorgte zunächst einen Teil der Gemeinden. Zeichen der damaligen Wasserleitung sind an den noch vorhandenen Pumpstationen etwa zwischen dem Dorf Tettenborn und der Kolonie ersichtlich. Die Stadt Bad Sachsa sollte in trockenen Zeiten ebenfalls angeschlossen werden und gehörte ab April 1934 vertragsmäßig zum Verbrauchswasserwerk Südharz. Im Zuge der Baumaßnahmen wollte man Steina die Mitbenutzung der neuen Leitung gewähren, die hannoversche Gemeinde Steina wollte jedoch keinen Gebrauch davon machen. Sie benutzten weiterhin ihre alte Leitung, die ebenfalls aus dem Steinatal kam.

Der Steinabach lieferte nach damaligen Berechnungen 2.000 Kubikmeter auch in trockenen Zeiten. Die damals berechneten Wassermengen reichen in trockenen heutigen Sommern nicht mehr aus, sodass bei Wassermangel zusätzlich Trinkwasser aus Bartolfelde bezogen werden muss.

Nach Befestigung der Grenzanlagen zur DDR wurde die Wasserversorgung in den Osten seitens der DDR eingestellt, beim Bau der neuen B243 fand man neben der Landstraße nach Mackenrode noch Reste der Wasser-Stahlrohre.


„Satzung des Wasserleitungsverbandes Südharz“
„Die Gemeinden…. und die Stadt Bad Sachsa im Kreise Grafschaft Hohenstein bilden einen Zweckverband, der die Anlage und den Betrieb einer gemeinsamen Wasserleitung zum Ziele hat.“…
Nordhausen, den 6. Februar 1937 Der Landrat. gez. von Wolffersdorff

[Quellen, auch für die folgenden Scans: abgerufen am 22.11.2024,
https://www.steinatalsperre.com/historie/historische-dokumente/]

Bad=Sachsa, den 3. Februar 1937.
Nach Anhörung der Gemeinderäte beschlossen:
gez. Sauer BGM von Tettenborn,
“ Buchholz “ “ Mackenrode,
“ Kühne “ “ Branderode,
“ Schmidt “ “ Clettenberg,
“ Gerbothe “ “ Obersachserfen
“ Engelmann “ “ Liebenrode,
“ Wüstehoff “ “ Gudersleben,
“ Schild “ “ Woffleben,
“ Krautz II. Beigeordneter von Bad=Sachsa. I. Vertr. des BGM,
“ Horn III. Beigeordneter von Bad=Sachsa. I. Vertr. des BGM.

Am 10.02.1950 schreibt der Wasserleitungs-Verband-„Südharz“ an die Aussenstelle Herzberg des Wasserwirtschaftsamtes:

„Bau von Rückhaltebecken im Steinatal“
…Durch den Bau der Rückhalte-becken im Steinatal würde die Wasserversorgung der in den Sommermonaten notleidenden Gemeinden Bad-Sachsa, Neuhof, Tettenborn und Steina – mit einer Einwohnerzahl von 10.068 – gesichert sein… …auch die Ortschaft Nüxei mit den neu erbauten Grenz-zollhäusern ohne Bedenken mit Wasser versorgt werden können.“

„Wann wird die Talsperre im Steinatal gebaut?“ [19.04.1952]

…Was für den Oberharz und die norddeutsche Tiefebene die Okertaltalsperre bedeutet, das bedeutet die geplante Talsperre im Steinatal für den Südharz. Zwar wird sie bei weitem nicht die gleiche Größe haben, aber ihre Bedeutung ist erheblich. Es ist kein Geheimnis, daß das russisch besetzte Gebiet der Stromlieferant für das Südharzgebiet ist. Für den Kurort

bedeutet eine vollgesicherte Wasserversorgung zu jeder Jahreszeit eine Lebensfrage. Das gleiche gilt auch für die Orte Steina und Osterhagen, wobei sich gerade in dem letztgenannten Ort das Fehlen einer ausreichenden Wassermenge bei zwei Großbränden verheerend bemerkbar gemacht hat. Der Flecken Nüxei mit seiner Domäne hat zwar eine natürliche Wasserversorgung, die aber keineswegs ausreicht. Mit großen Kosten hat die Bundesfinanzverwaltung in Nüxei für den Zollgrenzschutz ein modernes Haus errichten lassen, aber seine sanitären Einrichtungen sind infolge Fehlens einer geeigneten Wasserleitung nicht zu benutzen.“
Nach einer technischen Beschreibung heißt es weiter:
„Diese Talsperre soll aber nicht allein der Wasserversorgung dienen, sondern sie soll sich zugleich auch als Hochwasserschutz und als Wildbachverbauung auswirken“.



Die Öffentliche Ausschreibung des Wasserwirtschaftsamtes Hildesheim – Außenstelle Herzberg mit Datum 29.06.1953 wird am Folgetag in der Kreis-Zeitung veröffentlicht.



Dem Osteroder Kreisanzeiger ist am
05. September 1953
zu entnehmen,
daß die Steina-Talsperre nunmehr Wirklichkeit wird.

1953 [2 Zeichnungen]
1984. Lageplan des Staubeckens

1966 [Foto: Slg. R. Boehm]

Siebzig Millionen Liter Wasser sichern Bad Sachsas Trinkwasserversorgung. Die Steinatal-Sperre ist nur wenigen Einwohnern bekannt.
[26.02.1982, Bad Sachsaer aktuelles Echo]
03.05.2009 [2 Fotos: Horst Möller]

Gewässerschau 2015 des Bode-Zorge-Verbandes, mit u.a. dem damaligen
BGM-Kandiaten Frank Kellner, unter dem Vorsitz von Jörge Schiers.
[20.04.2015: Foto R. Boehm]

Talsperre Steina ist keine Anlage für den Hochwasserschutz.

Bad Sachsa. Der Geschäftsführer der Stadtwerke erbittet eine Versachlichung der Diskussion um die Anlage. Die Wasserversorgung der Stadt Bad Sachsa – und damit einhergehend auch die Talsperre Steina sind seit Monaten ein vielfach in der Politik und Bevölkerung diskutiertes Thema. Bereits am 11. August hatte die Meinung der Stadtwerke Bad Sachsa deren Geschäftsführer Martin Völz in einer Stellungnahme zum Sachstand der Wasserversorgung in Bad Sachsa und der Talsperre Steina und der Bitte an alle Parteien, mit diesem wichtigen aber auch komplexen Thema im aktuellen Bürgermeisterwahlkampf als eines der Schwerpunktthemen nicht zu polarisieren, dargelegt. Da das Thema aber weiter diskutiert wird, „sehen sich die Stadtwerke Bad Sachsa einem verstärkten Informationsbedarf ihrer teilweise stark verunsicherten Kunden gegenübersehen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Keine Änderung am Sachverhalt.
Grundsätzlich habe sich an dem bereits veröffentlichten Sachverhalt nichts verändert. Es werde weiterhin seitens der Stadtwerke an einer Aktualisierung des Wasserversorgungskonzepts gearbeitet, aus dem dann die entsprechenden Handlungsalternativen abgeleitet würden können. Parallel würde fortlaufend die technische Entwicklung beobachtet, um so kostengünstigere und wirtschaftlich darstellbare Alternativen zu dem aus Jahr 2017 stammenden Modernisierungs-angebot zu finden. „Warum sollten wir auch, sofern wir eine darstellbare Lösung finden, auf einen Vermögensgegenstand wie die Talsperre Steina dauerhaft verzichten?“, sagt Martin Völz, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Sachsa.
Er betont, dass sich ein Bundestagsabgeordneter über die Talsperre informiert habe, allerdings fand diese Information ohne Beteiligung der Stadtwerke statt,
„so dass über den Informationsgehalt nichts bekannt ist. Für uns als Betreiber der Talsperre erschließt sich nicht, wie erfreulicherweise interessierte Bundes- und Landespolitiker nur durch ein bloßes Anschauen der Talsperre Erkenntnisse zum Modernisierungsbedarf gewinnen konnten?“, rätselt der Geschäftsführer.
Nur zur Trinkwasserversorgung.
Möglicherweise ergebe sich vor diesem Hintergrund auch die Fehleinschätzung, dass es sich bei der Talsperre Steina um einen Hochwasserschutzanlage handele, wie zum Beispiel der Schmelzteichdamm in Bad Sachsa. Die Talsperre Steina sei aber eine reine Trinkwasserversorgungsanlage, heißt es in der Mitteilung. Schon in dem Prüfungsbericht des Wasserwirtschaftsamtes Hildesheim zum Entwurf eines Staubeckens im Steinatal aus dem Jahr 1955 wird damals mitgeteilt: „Ein ständiger Einstau des Beckens ist geboten. … Nach Möglichkeit ist der Betrieb des Staubeckens so einzurichten, dass der Beckenstand nicht weiter als einen Meter über Entnahmeseihe abgesenkt wird…“.
Stadtwerke sehen keine Förderprogramme aktuell
„Hieraus und gerade aufgrund des geringen Fassungsvermögens ergibt sich von selbst, dass kein Stauraum zur Aufnahme von Hochwasser zur Verfügung steht und die aktuelle Problematik ergibt sich aus dem durch die gesetzliche Weiterentwick-lung notwendig gewordenen Modernisierungsbedarf in der Wasseraufbereitung.
Die momentan teilweise publizierten Förderprogramme sind bedauerlicherweise nach unseren Kenntnisstand gerade nicht dafür ausgelegt“, führt Völz weiter aus. „In den bestehenden, bzw. bereits beendeten Förderprogrammen sind die förderfähigen Sachverhalte klar vorgegeben, und in den für 2021 und 2022 angekündigten Programmen sind in den uns bisher bekannten Inhalten ebenfalls keine Fördermittel für die Modernisierung von Wasseraufbereitungsanlagen enthalten“.
Der zuvor ohne vorherige Abstimmung mit den Stadtwerken von politisch interes-sierter Seite veröffentlichten Finanzierungsalternative einer allgemeinen, gegebe-nenfalls temporären, Wasserpreiserhöhung erteilen die Stadtwerke eine Absage. Bad Sachsas Kunden werden anders versorgt
„Vor dem Hintergrund eines Versorgungsanteils von nur 25 bis 40 Prozent aufgrund des rückläufigen Wasserdargebotes (insbesondere in den beiden Trockenjahren 2018/19) in den vergangenen zehn Jahren mit abnehmender Tendenz lässt sich eine allgemeine Finanzierungsumlage auf den Wasserpreis für alle unsere Wasserkunden, die außerdem zu einem großen Teil nicht aus der Talsperre Steina versorgt werden, nicht rechtfertigen und wirft mit Bick auf unsere Monopolstellung nicht nur rechtliche Bedenken auf“, fasst der Geschäftsführer seine Analyse zusammen. Auf Grund der klimatischen Entwicklung sei gemäß der Stadtwerke Bad Sachsa auch die Nutzung von Tiefenwasser anstelle von Oberflächenwasser die nachhaltigere und sicherere Versorgungsquelle, insbesondere mit Blick auf die Größe der Talsperre Steina und die Entwicklung der Wassermengen der Steina. Entgegen anders lautender Behauptungen haben die beiden Tiefbrunnen in Bartolfelde dagegen im Jahr 2018 die Wasserversorgung Bad Sachsas zu 80 Prozent sichergestellt, und laut Stadtwerke zeigten sich auch keine Erschöpfungserscheinungen bei der Fördermenge oder –qualität.
Aufgabe: Wasserversorgung sicherstellen
„Aufgabe der Stadtwerke Bad Sachsa ist die nachhaltige, sichere und wirtschaft-liche Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und keine Umsetzung einer politisch motivierten Wünsch-Dir-Was-Strategie“, betont Geschäftsführer Martin Völz abschließend.
[20.04.2015, Foto: Ralph Boehm] [HK, online aktualisiert am 16.11.2020, 21:00 Uhr]

Wasserversorgung der Stadt Bad Sachsa mit der/ohne die Talsperre Steina.

Wasserversorgung der
Stadt Bad Sachsa

LINKS:
mit Talsperre Steina.
[04.12.2019]

RECHTS:
ohne Talsperre
[16.12.2019]

Talsperre soll bis Ende 2024 saniert sein, Dammkrone + Überlauf der Talsperre [07.11.2021: 2 Fotos: Stadtwerke]

Kann die Talsperre Steina nicht als Trinkwasser-Lieferant herhalten, muß die Trinkwasserversorgung aus anderen Quellen gesichert werden für Teile der
Kernstadt; das gilt insbesondere für die
Bahnhofstraße – Martkstraße – Ringstraße – Schachtbergstraße – Schillerstraße

21. April 2022, Harz Kurier
„Ein Weiterbetrieb unter Auflagen wurde seinerzeit für weitere Planungen zeitlich befristet zugestimmt. Diese Befristung ist ausgelaufen und kann unter den bestehenden Bedingungen nicht verlängert werden“, erklären Stefan Lummer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Sachsa, wie auch Bürgermeister Daniel Quade gleichermaßen.“
Damit wurde die Sanierung der Talsperre in Steina der Sanierung der Brunnenanlagen in Bartolfelde vorgezogen.
Es beginnt mit einem Pilotprojekt:

2022: Diese Fotos zeigen die Talsperre unmittelbar vor Beginn der Maßnahmen.
[oben links: 25.03.2022, die anderen drei vom 15.05.2022, 4 Fotos: H.M. Meißner]

Links: Bürgermeister Daniel Quade legt Hand an: Die Pilotanlage geht ans Netz.
[09.06.2022; Foto: BGM Daniel Quade, auf Facebook]
Oben: Die Talsperre ist wieder gefüllt.
[29.06.2022, Foto: H.M. Meißner]

INNOVATION IM SÜDHARZ
Test-Wasserwerk liefert bestes Trinkwasser für Steina
[HK 24.10.2022 + aktualisiert: 23.10.2022, 16:51 Uhr] Thorsten Berthold

Das neue Wasserwerk in Steina arbeitete bestens, das Trinkwasser hat höchste Qualität
STEINA. Die innovative Anlage nutzt Ozon statt Chlor zur Aufbereitung. Nun warten die Stadtwerke Bad Sachsa auf die Freigabe zur Sanierung der Talsperre.

Der 9. Juni 2022 war ein besonderer Tag für die Stadt Bad Sachsa: seit diesem Tag wird Steina wieder mit Wasser aus der Talsperre Steina versorgt, möglich macht dies die neue mehrstufige Aufbereitungsanlage nach dem Biofiltrationsprinzip mit Ozon. Das neue Wasserwerk ist ein Puzzleteil bei der geplanten Sanierung der gesamten Talsperre. Und bei den Verantwortlichen ist man mit der Leistung aktuell sehr zufrieden. „Die Aufbereitungsanlage funktioniert nach Anpassung auf die örtlichen Gegebenheiten einwandfrei“, erklärt Stefan Lummer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Sachsa, dem Betreiber der Pilotanlage und Talsperre, auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Aufgedeckt wurde zu Beginn der Arbeiten ein Vorläufer der Steinatalsperre. Es handelt sich um die erste Anlage eines Verbandswasserwerks,
ein Quellfassungsbauwerk
[Jahr 1934, s.o.], mit versenkten Tal-Querriegel (Foto)“. [Jörge Schiers: 01.06.2024, STADTSPIEGEL, S. 4]

22.03.2024. Spatenstich
[Foto: BGM D. Quade]

Die Steinatalsperre

Die Steinatalsperre ist eine aus Talsperre, Wasserwerk und Staubecken bestehende Stauanlage im Harz. Sie liegt nahe der Ortschaft Steina im gemeindefreien Gebiet Harz des Landekreises Göttingen in Niedersachsen. Die Talsperre wurde am 19. November 1954 als Rückhaltebecken eingeweiht und dient seit 1958 als Trinkwassertalsperre. Die Länge des Stausees beträgt 150 Meter, während der Damm eine Länge von 80 m bei einer Höhe von 8 m misst.
(https://www.steinatalsperre.com/. 22.11.2024)

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BGM Daniel Quade schreibt auf Facebook am 19. Juli 2024:
Die entscheidende Phase beim Neubau des Wasserwerks an unserer Talsperre Steina hat begonnen. Am Mittwoch wurden in den frühen Morgenstunden die beiden Reinwasser-behälter mit dem Schwertransport angeliefert.
Kurze Fakten zu den Behältern: zwei Kräne waren nötig, um die Behälter aufzurichten und in das Gebäude zu heben; ein Behälter hat

22.07.2024 [Foto: H.M. Meißner]

ein Gewicht von 5.000 kg, Durchmesser 4 Meter, Höhe 6 Meter. Fassungsvermögen eines Behälters 75.000 Liter. Absolut beeindruckend und faszinierend war für mich, wie der Kranführer diese tonnenschweren, riesigen Reinwasserbehälter auf den Millimeter genau in das Bauwerk eingesetzt hat.
Im Verlauf des Tages wurden noch die Filterbehälter und die Voroxidation geliefert.
Heute sollten dann fast 40 Containersäcke Filterkies und Aktivkohle in die Filterbehälter eingebracht werden.
Für die Anlieferung musste ein absolutes Halteverbot im oberen Teil Steinas erlassen werden. Für das Verständnis und das tadellose Einhalten, möchte ich mich recht herzlich bei allen Stein‘schen bedanken.
Auf der extra eingerichteten Homepage gibt es weitere spannende Fakten und ein Bautagebuch: www.steinatalsperre.com
Die Fertigstellung soll planungsgemäß Ende 2024 sein:


Technischer Leiter Stefan Joedicke:
„Klimawaldgerechte Wasserversorgung am Beispiel von Talsperre und Wasserwerk Steina“
(erschienen bei DVGW energie | wasser-praxis, als Teil einer Serie zum Thema „Trinkwassertalsperren im Klimawandel“. Dieser beschreibt u.a. die Ausgangssituation, Herausforderungen und das konkrete Fördermittelprojekt, Meldung vom 23.10.2024)

Zur weiteren Forschung: